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Das Personalpuzzle von Bundestrainer Arndt Hanisch

Kanurennsport, KC Potsdam Das Personalpuzzle von Bundestrainer Arndt Hanisch

Die komplette Flotte des Deutschen Kanu-Verbandes startet ab Freitag erstmals in dieser Saison beim Weltcup in Ungarn. Der neue leitende Bundestrainer Arndt Hanisch erklärt, wie die neuen Auswahlboote zusammengestellt werden.

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Der neuformierte Kajakvierer mit Max Rendschmidt, Ronald Rauhe, Tom Liebscher und Max Lemke (v.l.) beim Training in München.

Quelle: Foto: privat

Potsdam. Für Arndt Hanisch ist nach Olympia längst vor Olympia. Der neue leitende Bundestrainer im Deutschen Kanuverband (DKV) hat über den Weltcupstart an diesem Wochenende in Szeged/Ungarn hinaus bereits die nächsten Sommerspiele 2020 in Tokio im Blick. Denn der Weltverband hat teilweise neue olympische Bootsklassen festgelegt. Im DKV-Trainingslager in den vergangenen zwei Wochen in München trieb den 47-Jährigen das Personalpuzzle um. Zum Beispiel beim Kajakvierer über 500 Meter.

Ein bisschen Bauchgefühl gehört immer dazu

Hanisch, der im Vorjahr mit der Familie aus dem Ruhrgebiet nach Potsdam zog, sagt: „Diese Strecke hat es für den Vierer seit über 20 Jahren nicht mehr gegeben. Da betritt man Neuland, zum Beispiel bei der Rennstruktur. Ich kenne natürlich die Stärken und Schwächen der Athleten. Danach lege ich die Reihenfolge fest. Ein bisschen Bauchgefühl gehört immer dazu.“ Für den neuformierten Kajakvierer der Männer hat er sich so entschieden: Max Rendschmidt aus Essen, der Doppel-Olympiasieger von Rio, sitzt vorn. Dahinter kommt der Potsdamer Ronald Rauhe, dann Tom Liebscher (Dresden) und Max Lemke (Mannheim). Hanischs wichtigster Mann im Boot sitzt auf Position zwei. Das ist Olympiasieger Rauhe nicht, weil er mit 35 Jahren mit Abstand der älteste ist. „Ronny hat eine Riesenakzeptanz in der Mannschaft, hält die Truppe zusammen“, erklärt Hanisch. „Er gibt die Kommandos, sagt die Frequenzen an, muss die Konkurrenz im Blick haben und entsprechend reagieren. “

Rauhe sitzt in der Schaltzentrale auf Position zwei

Rauhe meint: „Der Vierer über 500 Meter hat mich ja gereizt, weiterzumachen. Das ist für mich motivierend und aufregend zugleich. Wir haben noch keine Erfahrungen. Im Vierer habe ich vor 18 Jahren bei den Junioren das letzte Mal gesessen, auch auf Position zwei. Das wird ein Knochenrennen und extrem schnell. Wir haben alle Positionen durchprobiert. Ich saß auch mal vorn. Für’s Erste haben wir eine gute Lösung gefunden.“ Hanisch ergänzt: „Da ist noch nichts in Stein gemeißelt. Eine Woche später in Belgrad folgt der nächste Weltcup. Da könnte es schon wieder Umbesetzungen geben oder auch nicht. Denn das Boot läuft von Tag zu Tag besser.“ Außerdem wird in Szeged – „unser Kanu-Mekka“ (O-Ton Hanisch) – noch ein zweiter deutscher K4 mit den drei Potsdamern Timo Haseleu, Max Zaremba und Tamas Gescö antreten.

Ähnliche Konstellationen gibt es bei den Frauen. Zwar wird Franziska Weber (KC Potsdam) im Zweier über 500 Meter wieder mit Tina Dietze (Leipzig), sie holten schon 2012 Olympia-Gold und 2016 -Silber, fahren, aber im Vierer sitzt erstmals U23-Weltmeisterin Tabea Medert aus Potsdam drin.

Von Peter Stein

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