Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Diener stellt sich hinter Trainer Hoffmann

Schwimmen, 1. Potsdamer SV Diener stellt sich hinter Trainer Hoffmann

Brandenburgs Sportminister Günter Baaske hatte die Zukunft des Bundesstützpunktes Schwimmen in Potsdam zur Chefsache erklärt und lädt alle Beteiligten für Donnerstag zu einem Gespräch. Olympiaschwimmer Christian Diener trainiert in den USA, setzt sich aber für seinen Trainer Jörg Hoffmann ein.

Voriger Artikel
OSC Potsdam schafft größten Vereinserfolg
Nächster Artikel
Endlaufsiege am Fließband für Potsdamer Kanuten

Rücken-Spezialist Christian Diener.

Quelle: dpa

Potsdam. Christian Diener hat in den letzten Wochen unruhig geschlafen. Das lag weniger daran, dass er drei Wochen lang mit seiner Trainingsgruppe im Hypoxieraum des Olympiastützpunktes in dünner Höhenluft nächtigte, sondern vielmehr an den Diskussionen um die Zukunft des Bundesstützpunktes Schwimmen in Potsdam. „Ich bin ja unmittelbar davon betroffen, wenn ich mich langfristig auf die Olympischen Spiele 2020 vorbereite“, sagt der Olympiasiebte über 200 Meter Rücken von Rio 2016.

Ein Schlag in die Magengrube

Geradezu einen Schlag in die Magengrube spürte Diener, als er von den Vorwürfen gegen seinen Trainer Jörg Hoffmann las. Sylvia Madeja, die Präsidentin des Landesschwimmverbandes (LSV) Brandenburg, hatte Hoffmann vorgeworfen, er sei nicht kommunikativ und die Kooperationsvereinbarung mit dem Deutschen Schwimmverband (DSV), die Hoffmann als leitenden Bundesstützpunkttrainer vorsieht, abgelehnt. „Das konnte ich überhaupt nicht verstehen“, erzählt Diener. „Ich habe lange mit mir gerungen und dann Frau Madeja angerufen und wollte wissen, wie sie zu ihren Vorwürfen kommt. Ich bin seit vielen Jahren tagtäglich mit Trainer Hoffmann zusammen. Wir reden ständig miteinander. Wenn es um das Schwimmen geht, hört der Trainer überhaupt nicht mehr auf zu reden. Der hat so viele Ideen und kann das auch alles überzeugend darlegen. Bei mir hat das jedenfalls funktioniert.“ Zur Erinnerung: Der gebürtige Cottbuser Diener schwamm bei den Olympischen Spielen dreimal Bestzeit. Insofern sei Hoffmann genau der richtige als Bundesstützpunkttrainer.

Harte WM-Normen

Hoffmann bereitet sich derzeit mit seinen Schützlingen in Auburn/US-Bundesstaat Alabama auf die Deutschen Schwimm-Meisterschaften Mitte Juni in Berlin vor. Das wird die entscheidende Qualifikation für die Weltmeisterschaften im Juli in Budapest. „Die WM-Normen sind ganz schön happig“, sagt Diener. Schneller als 1:56,36 Minuten müsse er über 200 Meter Rücken schwimmen. Das war Platz acht in Rio. Die Bestzeit des 23-Jährigen vom 1. Potsdamer Schwimmverein steht bei 1:56,27 Minuten aus dem Olympia-Finale.

Der Vizeeuropameister hofft, dass sich der Höhenkammer-Effekt – „wir sind sonst in die Sierra Nevada gefahren“ – aus dem Luftschiffhafen auszahlt. Motto: „In der Höhe schlafen, normal trainieren.“ Damit es mit dem Schwimmen weiter vorangehe, setzt Diener unbedingt auf den Bundesstützpunkt in Potsdam.

Krisengespräch beim Sportminister

Um die Zukunft des Bundesstützpunktes Schwimmen geht es am Donnerstag in einem Krisengespräch bei Brandenburgs Sportminister Günter Baaske (SPD).

Daran nehmen auch Vertreter des Landessportbundes, des Olympiastützpunktes und des Landesschwimmverbandes Brandenburg teil.

Auch die Präsidentin des Deutschen Schwimmverbandes (DSV) Gabi Dörries kommt nach Potsdam.

Der DSV plant mit fünf Bundesstützpunkten: Essen, Heidelberg, Hamburg, Berlin und Potsdam.

Von Peter Stein

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus OSC Potsdam
MAZ Sportbuzzer
Lindow-Gransee feiert Meisterschaft

Der größte Vereinserfolg der Volleyballer des SV Lindow-Gransee perfekt. Mitte April 2015 konnten sie die Meisterschaft in der 2. Volleyball-Bundesliga fiern.

Finde Bundesliga-Wettquoten und mehr exklusiv bei SmartBets.