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Erik Miers gibt seiner Karriere eine Klammer

Wasserball Erik Miers gibt seiner Karriere eine Klammer

Der Wasserballer ist von Serienmeister Spandau zum OSC Potsdam zurückgekehrt. Am ersten Spieltag der neuen Saison treffen beide Vereine aufeinander. Dabei wäre Miers gerne bei den Wasserfreunden geblieben.

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Erik Miers wurde sieben mal deutscher Meister.

Quelle: Verein

Potsdam. Erik Miers war eigentlich nie weg. Der siebenfache deutsche Wasserball-Meister ist seit seiner Jugend Mitglied beim OSC Potsdam. Er spielte mit dem Team in der Regionalliga. Und das machte er so gut, dass er in den vergangenen zehn Jahren für Berliner Vereine aktiv war. Acht Spielzeiten schwamm der 33-Jährige für die Wasserfreunde Spandau, holte zahlreiche Titel. Karrierehöhepunkt des Linksaußen war die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2013. Gerne hätte Miers weiter mit Spandau Titel gesammelt. Doch der Serienmeister hat einen Generationenwechsel eingeläutet. „Schade“, sagt Miers. „Petar Kovacevic ist der beste Trainer, unter dem ich bisher trainiert habe.“

Keine Chance auf eine Medaille

Mittlerweile hat sich Miers mit dem Abschied aus Spandau abgefunden. Denn er freut sich, seiner Karriere mit der Rückkehr zum OSC eine Klammer zu geben. „Ich bin immer im Verein geblieben. Ich wusste, dass ich irgendwann zurückkomme.“ Da der ehemalige Sportsoldat jahrelang zweimal täglich trainierte, kam die berufliche Ausbildung zu kurz. Miers überlegte, nur noch für die zweite Mannschaft des OSC zu spielen. Doch die Verantwortlichen des Aufsteigers in die A-Gruppe der Bundesliga haben ihn schnell von der ersten Mannschaft überzeugt. Mit seiner Erfahrung, seiner Größe von 2,03 Meter und seiner Ausstrahlung ist Miers ein Gewinn für die junge Truppe, die die vergangene Saison in den Playoffs als Fünfter abschloss. Der Medieninformatik-Student hält den Ball aber flach. Mit Kapitän Matteo Dufour oder Hannes Schulz gebe es gute Führungsspieler im Team. „Ich muss mich erstmal einordnen und hoffe, dass ich von meiner Erfahrung etwas abgeben kann.“

Platz vier wäre optimal

Möglichst gleich am Samstag (16 Uhr, Schwimmhalle Schöneberg) bei seinem Ex-Club Spandau 04. „Es ist schön, die Jungs wiederzusehen“, sagt Miers. Auch wenn Potsdam klarer Außenseiter ist. Spandau blieb in der Vorsaison national ungeschlagen. Nur Waspo Hannover und Duisburg können das Rennen um die Meisterschaft spannend machen. Während Potsdam einen Etat von 70 000 Euro hat, plant Spandau mit einer halben Million Euro. Hannovers Portemonnaie ist noch dicker. Erik Miers schreibt eine Medaille daher ab: „Die ersten drei Mannschaften sind schwer zu schlagen, die können wir kaum ärgern.“ Doch Rang vier sei möglich. „Mit allen anderen Teams können wir mithalten.“ Der vierte Platz würde den direkten Klassenerhalt in der A-Gruppe der Bundesliga bedeuten. Miers: „Das wäre optimal.“ Das sieht auch Trainer Alexander Tchigir so: „Bis auf die Top drei sind alle auf einem Level. Aber jeder muss in jedem Spiel seine Leistung abrufen. Mit links geht es nicht.“ Erik Miers weiß, wie man im Wasserball erfolgreich ist.

Von Ronny Müller

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