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Harte WM-Normen für Diener und Co.

Schwimmen, 1. Potsdamer SV Harte WM-Normen für Diener und Co.

Bei den Deutschen Schwimm-Meisterschaften von Donnerstag bis Sonntag in Berlin kämpfen Christian Diener und Co. auch um das Ticket für die Weltmeisterschaften. Doch die Messlatte für den Rückenschwimmer liegt sehr hoch.

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Olympiastarter Christian Diener will zur WM.

Quelle: Foto: DPA

Potsdam. „Oh je“, stöhnt Christian Diener. „Das ist ganz schön happig. Aber was soll man machen?“, fragt er mit Blick auf die Normen für die Schwimm-Weltmeisterschaften, die von Donnerstag bis Sonntag bei den deutschen Titelkämpfen in Berlin erfüllt werden müssen. So hoch habe die Messlatte noch nie gelegen. Auf seiner Spezialstrecke, den 200 Meter Rücken, muss er 1:56,36 Minuten unterbieten.

Das entspricht exakt der Zeit für den achten Platz bei den Olympischen Spielen in Rio. Dort wurde der 24-Jährige vom Potsdamer Schwimmverein Siebter mit der persönlichen Bestzeit von 1:56,27 Minuten. „Das heißt, ich muss diesmal bei der Deutschen Meisterschaft schon so schnell sein wie im Vorjahr beim Saisonhöhepunkt. Diese Konstellation hatten wir noch nie.“

Chefbundestrainer Lambertz bleibt hart

Doch Chefbundestrainer Henning Lambertz, der für alle Wettbewerbe den achten Platz von Rio als WM-Norm auserkoren hat, verteidigt die hohen Ansprüche. „Von nichts kommt nichts, wir betreiben Leistungssport.“ Die Kritik der Athleten an den anspruchsvollen Normen könne er zwar nachvollziehen, aber Lambertz bleibt hart. Er rechnet nur mit rund 20 WM-Startern im Juli in Budapest. Die harten WM-Normen dürften nur sechs bis sieben Schwimmer erfüllen. Daher gibt es für die U23-Schwimmer „weichere“ Normen.

Weichere Normen für die Talente

Davon profitieren Talente wie Isabel Marie Gose. Die 15 Jahre alte Potsdamer Sportschülerin greift nach ihrem überraschenden Meisterschaftssieg über 400 Meter Freistil im November auf der Kurzbahn nun auf der Langbahn bei den Großen an. „Ich fühle mich gut in Form“, erzählt der Schützling von Trainer Marko Letz. „Ich werde um einen Podestplatz kämpfen und wie immer das Beste geben.“ Über 400 Meter Freistil stehe ihre WM-Norm bei 4:10,57 Minuten, ihre Bestzeit liege zwei Sekunden darüber. „Das ist machbar“, findet die Neuntklässlerin. „Wenn ich die WM-Teilnahme schaffen würde, wäre das super.“ Sie tritt über 50, 100, 200 und 400 Meter Freistil an. Auch Chefbundestrainer Lambertz setzt auf die junge Garde, die er langfristig auf Olympia 2020 trimmen möchte.

Diener will sich Staffelplatz sichern

Die Sommerspiele in drei Jahren hat auch Diener im Blick. Der Sportsoldat, der im Potsdamer Luftschiffhafen bei Jörg Hoffmann trainiert, tritt am Donnerstag zum Auftakt der Deutschen Meisterschaften über 100 Meter Rücken an. „Dort will ich gewinnen und mich für die Lagenstaffel bei der WM qualifizieren“, macht Diener eine klare Ansage.

Der gebürtige Cottbuser – seine Eltern werden traditionell aus der Lausitz anreisen und ihn in Berlin von der Zuschauertribüne anfeuern – hat sich in einem Trainingslager in Auburn/US-Bundesstaat Alabama vorbereite. Er meint: „Das Training verlief gut, ich konnte meine Programme durchziehen.“ Allerdings erwischte ihn zu Wochenbeginn eine Erkältung. „Am Tag X muss diesmal alles passen. Wenn ich die WM-Teilnahme nicht schaffen sollte, wäre das schon eine große Enttäuschung für mich.“

Von Peter Stein

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