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Mit ungarischer Härte

Wasserball Mit ungarischer Härte

Die Wasserballer des OSC Potsdam lassen sich vom SVV Plauen nicht provozieren und gewinnen das erste Playoff-Spiel um die Teilnahme am Viertelfinale mit 10:7.

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Die Leistungsträger Matteo Dufour (l.) und Hannes Schulz klatschen nach dem erfolgreichen Playoff-Start ab.

Quelle: Friedrich Bungert

Potsdam. Mit dem Wasserball in Ungarn verhält es sich wie mit dem Fußball in England. Die Grenzen des Regelwerks sind ein bisschen weiter abgesteckt als in Deutschland. Deshalb spielen die acht Ungarn in Diensten des Bundesligisten SVV Plauen einen anderen Stil als es die Potsdamer gewöhnt sind. Trotzdem setzte sich der Sieger der B-Gruppe am Samstagabend gegen den Achten der A-Gruppe mit 10:7 (4:2, 2:0, 3:4, 1:1) durch. Damit führt der OSC in der Best-of-five-Serie um die Teilnahme am Viertelfinale und das Startrecht in der A-Gruppe der neuen Saison mit 1:0. Am kommenden Wochenende finden die Spiele zwei und drei in Plauen statt. Wenn Potsdam beide Partien gewinnt, ist die Serie beendet. Ansonsten kommt es am Donnerstag, 21. April, ab 20 Uhr zu Spiel vier in Potsdam.

Starke erste Halbzeit

„Das ist ein gutes Ergebnis“, freute sich Potsdams Ex-Nationalspieler Hannes Schulz. „Wenn wir ruhiger spielen, muss es gar nicht so aggressiv werden.“ Doch nach einer starken ersten Halbzeit mit einer 6:2-Führung ließ Potsdam den Gast vor etwa 250 Zuschauern wieder aufmüpfig werden. Plauen verkürzte zwischenzeitlich auf 7:9. „Das ist die ungarische Schule“, erklärte Schulz das körperintensive Auftreten der Vogtländer. „Das ist immer an der Grenze.“

Neun Plauener Zeitstrafen

Während Potsdam im ganzen Spiel nur eine Zeitstrafe kassierte, waren es bei Plauen gleich neun. So erhielt etwa Potsdams Ferdinand Korbel einen Nasenstüber, auch Schulz bekam einen Schlag ins Gesicht. Schulz: „Unsere junge Truppe hat sich davon nicht anstecken lassen, hat nicht zurückgeschlagen.“ Matteo Dufour, mit fünf Toren Potsdams bester Schütze, räumte aufgrund der ungarischen Schärfe aber ein: „Es war nicht einfach, cool zu bleiben.“

Mannschaft zu Gast beim Boxen

Doch genau das müssen die Potsdamer am Wochenende in der vollen Plauener Halle. „Die haben viele Zuschauer, da brennt das Becken“, sagte Schulz. „Unser Selbstvertrauen ist noch größer geworden. Wenn wir unsere kleinen Fehler noch abstellen, machen wir auch in Plauen eine gute Figur.“ Trainer Alexander Tchigir will den Aufstieg in die A-Gruppe am liebsten schon in Plauen perfekt machen. „Aber wir dürfen uns nicht provozieren lassen und müssen unseren intelligenten Wasserball spielen.“ Wie man trotz Aggressivität des Gegners die Haltung bewahrt, sahen sich die OSC-Wasserballer am Samstagabend beim Profiboxen in der MBS-Arena an.

Von Ronny Müller

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