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Paddelspaß zum Saisonausklang

6. Oceansport-Challenge in Potsdam Paddelspaß zum Saisonausklang

Die Polynesier glitten im Outrigger schon vor Tausenden von Jahren über den Südpazifik. Die Auslegerkanus sind am Samstag auch beim 6. Oceansport-Challenge vom Verein Preussen-Kanu im OSC auf dem Templiner See in Potsdam dabei – und viel Prominenz.

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Thomas Reppich von Preussen-Kanu im OSC Potsdam paddelte im Outrigger zweimal zum Europameistertitel.

Quelle: Foto: privat

Potsdam. An diesem Wochenende sind die Könige des Triathlons wieder auf Hawaii beim legendären Ironman aktiv. Auch Thomas Reppich hat seinen Ironman als Outrigger schon hinter sich. Vor drei Jahren war er beim prestigeträchtigsten Outrigger-Rennen auf Hawaii, dem Molokai Solo dabei. Für die 52 Kilometer benötigte der Potsdamer fünf Stunden und 17 Minuten.

Am Samstag ab 13 Uhr beim 6. Oceansport-Challenge seines Heimatvereins Preussen-Kanu im OSC Potsdam geht es auf der Havel nicht ganz so lang. Auf dem Templiner See wird der deutschlandweite Saison-Ausklang für die Stand-up-Paddler, Outrigger, Surfski- und Seekajakpaddler ausgetragen. Reppich wird sich wohl im immer mehr Anhänger findenden Stand-up-Paddling versuchen. Angeboten werden Strecken zwischen neun und zwölf Kilometer. Staffeln sind auf dem drei Kilometer langen Rundkurs in Höhe des Luftschiffhafens ebenso ausgeschrieben. Auch Kanu-Olympiasiegerin Franziska Weber wird sich mit ihrem Freund Peter John im artverwandten Terrain ausprobieren.

Zweimal Europameister im Outrigger

Reppich holte 2011 und 2013 den Europameistertitel im Outrigger. Die Auslegerkanus, dabei sind am Kanu zwei Streben befestigt zu einem seitlichen Schwimmer, haben ihren Ursprung in Polynesien im Südpazifik. Die Ureinwohner legten schon vor Tausenden von Jahren damit lange Strecken auf dem offenen Meer zurück. Natürlich fahren die Sportler heute kein Holzboot mehr, sondern sitzen in leichten Karbonkonstruktionen.

„Leider gibt es keine Europameisterschaften mehr im Outrigger“, sagt Reppich, der sich deshalb mehr auf das Stehpaddeln konzentriert. Allerdings hatte der 38-jährige Vater eines fast zweijährigen Sohnes Frederik Marius zuletzt ohnehin aus familiären und beruflichen Gründen weniger Zeit für aufwendige Wettkampfreisen. Erst in dieser Woche war der Logistiker einer Kran-Vermietung beruflich in Barcelona unterwegs.

Beim Stehpaddeln neue Herausforderung gefunden

Seine Paddel-Karriere hatte Reppich als Canadierfahrer begonnen. Er nahm an Weltcups und Europameisterschaften teil, wurde auch Militärweltmeister. Nach der leistungssportlichen Laufbahn wollte er dem Wasser treu bleiben, suchte neue Herausforderungen und fand diese im Outrigger. Bei den Europameisterschaften 2012 führte die Strecke im Mittelmeer am havarierten Kreuzfahrtschiff Costa Concordia an der Insel Giglio vorbei. Bei dem Unglück kamen damals 32 Menschen ums Leben.

Während man im Outrigger sitzt und das Stechpaddel seitlich am Körper vorbeiführt, hat Reppich stehend auf dem Brett neuen Spaß gefunden. „Das ist ein Sport , der den ganzen Körper fordert“, sagt er und gibt zu: „Natürlich fällt man da öfters ins Wasser, gerade wenn es in der Ostsee durch höhere Wellen geht.“ Reppich hat schon an mehreren Regatten teilgenommen und findet in seinem Verein weitere Mitstreiter wie Paul Ganse oder Steven Bredow. Letzterer wurde sogar Europameister im Stand-up-Paddling. Auch Martin Buday aus Wuppertal holte sich im Outrigger bereits den EM-Titel und zählt am Samstag zu den rund 80 Startern.

Von Peter Stein

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