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Potsdamer Pokal-Sehnsucht

Wasserball Potsdamer Pokal-Sehnsucht

Die Wasserballer des OSC Potsdam wollen zum dritten Mal die Endrunde des deutschen Pokals erreichen. Dazu ist am Samstag ein Sieg gegen Duisburg nötig. Rechtsaußen Artur Tchigir erinnert sich nur ungern an die letzte Pokal-Endrunde.

Potsdam. Der OSC Potsdam war so nah dran. Im März vergangenen Jahres hatten die Bundesliga-Wasserballer schon eine Hand an der Bronzemedaille des deutschen Wasserball-Pokals. Doch nach dem 9:9 in der regulären Spielzeit um Platz drei gegen den SSV Esslingen zogen die Potsdamer im Fünfmeterwerfen den Kürzeren. 4:5 hieß es in der Halle am Brauhausberg. Während Esslingen jubelte, trauerten die OSC-Werfer der verpassten historischen Chance hinterher.

Lust auf eine Medaille

Nun will der OSC zum dritten Mal in die Endrunde einziehen, nach zwei vierten Plätzen im Final-Four-Turnier soll endlich eine Medaille her. Dafür müssen die Potsdamer am Samstag (18 Uhr, Brauhausberg-Bad) im Viertelfinale gegen den Duisburger SV 98 gewinnen. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das packen, wir haben gut trainiert“, sagt Rechtsaußen Artur Tchigir. Der 24-jährige Trainersohn war vor einem Jahr im Fünfmeterwerfen gegen Esslingen gescheitert. Doch dieser Fehlversuch belaste ihn nicht mehr. „Das kann passieren. Das muss man runterschlucken und weitermachen.“

„Dafür spielt man Wasserball“

Trotzdem ist der angehende Wirtschafts-Ingenieur besonders heiß auf den Pokal. Denn die Endrunde ist ein tolles Erlebnis. „Das Final Four ist etwas ganz Besonderes. Wir haben es letztes Jahr in Potsdam genossen, dass die besten Spieler in Deutschland auf einem Fleck zusammen sind.“ Wo die Endrunde in diesem Jahr stattfindet, ist noch unklar. Aber das ist Tchigir auch egal. Hauptsache dabei sein. „Dafür spielt man Wasserball“, sagt er. Die Chancen stünden gar nicht so schlecht. „Jeder von uns ist 120 Prozent motiviert und voll konzentriert.“

Die Pause kam gerade recht

Allerdings kommen die Duisburger selbstbewusst nach Potsdam. Der Aufsteiger in die B-Gruppe der Bundesliga hatte einen hervorragenden Saisonstart und führt die Tabelle an. Der OSC ist nach zwei Niederlagen vor Weihnachten nur noch Vierter, kann im Nachholspiel gegen Duisburg aber klettern. Die Partie wird am 7. Februar in Potsdam ausgetragen. „Wir hatten am Ende der Hinrunde Pech“, erklärt Tchigir die Tabellenkonstellation. „Der Kader ist nicht so groß, dass wir Ausfälle einfach kompensieren können.“ Daher kam die Pause gerade recht. „Das hat gutgetan. Die Verletzten und Kranken hatten Zeit zum Regenerieren.“ Und das Selbstvertrauen ist spätestens nach dem 16:6-Erfolg im Testspiel am vergangenen Wochenende gegen den SVV Plauen, Siebter der A-Gruppe der Bundesliga, zurück. Artur Tchigir: „Die Leistung in der Verteidigung war sehr gut, auch der Angriff hat gut geklappt.“

Einen Favoriten sieht Tchigir für Samstag nicht. „In der Bundesliga ist alles eng beisammen.“ Aber Potsdam hat den Heimvorteil und eine ungestillte Pokal-Sehnsucht. „Wir wollen mit einer Medaille Vereinsgeschichte schreiben“, sagt Tchigir.

Von Ronny Müller

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