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Ronald Verch beendet seine Karriere

Kanu, OSC Potsdam Ronald Verch beendet seine Karriere

Ronald Verch steigt aus dem Boot. Der 30-Jährige vom KC Potsdam erklärte das Ende seiner Kanu-Karriere. „Ich habe mir das lange überlegt. Die Entscheidung ist gereift.“ Was er nun vor hat, erzählt er selbst.

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Ronald Verch im Canadier.

Quelle: Foto: DPA

Potsdam. Wenn sich die Kanuten vom KC Potsdam Mittwoch Nachmittag an ihrem Vereinsdomizil im Luftschiffhafen zum Abpaddeln treffen, dann ist das auch der Karriere-Kehraus für Ronald Verch. Er beendet mit 30 Jahren seine sportliche Laufbahn nach eingehender Beratung mit der Familie.

Verch hat sich im Canadier bei Weltmeisterschaften mit Gold, Silber und Bronze dekoriert, nur der ganz große Sportlertraum von den Olympischen Spielen blieb ihm verwehrt. Ganz einfach, weil ein Sebastian Brendel einfach besser war. Dieser ist zwei Jahre jünger und war all die Jahre Verchs Trainingspartner. Mit dem Olympiasieger hat er sich so manches Duell geliefert und so als täglich fordernder Partner indirekt auch seinen Anteil an Brendels Erfolgen. Der nunmehr dreimalige Olympiasieger hatte sich noch kurz vor Rio bei Verch dafür persönlich bedankt und ihm eine Kamera geschenkt. „Eine tolle Geste von Basti“, so Verch, der im Rückblick keine Wehmut verspürt.

Das Studium beenden

„Ich bin nicht mehr der Jüngste, aber gesundheitlich noch fit. Deshalb will ich mich nun auf mein berufliches Fortkommen und die Familie konzentrieren.“ Sein Studium der Sportwissenschaften möchte er so schnell es geht abschließen. Ob er einmal als Trainer arbeiten wird, ließ er offen.

Sein Coach Ralph Welke lässt seinen „Musterschüler“, wie er sagt, nur ungern ziehen. „Ronald war immer ein Sportler, wie man ihn sich als Trainer nur wünschen kann. Pflegeleicht, zielstrebig und willig“, erzählt Welke. „Was man mit ihm besprochen hat, nahm er an. Und das Wichtigste: Auf Ronald konnte man sich immer verlassen. Für einen wie ihn wird die Tür beim KC Potsdam immer offen stehen.“

Vor 22 Jahren fing alles an

Ralph Welkes Frau Petra war es auch, die den Jungen vor 22 Jahren zum Kanusport brachte. „Mein älterer Bruder Karsten war schon da und ich bin eines Tages mitgegangen“, berichtet Ronald Verch, der bereits als Junior erste internationale Erfolge feierte. Trainer Welke ist sich ziemlich sicher, einer wie Verch hätte beispielsweise „als Belgier“ auch im olympischen Finale gestanden. Zweimal – 2012 in London und nun 2016 – war er Olympia-Ersatzmann. Brendel, der wie Verch das Stechpaddel auf der linken Seite durch das Wasser zieht, schwächelte nicht. Was wäre wenn, diese Gedanken macht sich der faire Sportsmann nicht. „Es ist gut so wie es gekommen ist, ich bin mit mir im Reinen“, bilanziert Verch, ein Weltklasse-Kanute steigt aus dem Boot.

Von Peter Stein

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