Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Potsdam Royals: Herzschlagfinale im Luftschiffhafen

American Football Potsdam Royals: Herzschlagfinale im Luftschiffhafen

Die ersten drei Viertel der Zweitligapartie zwischen den Potsdam Royals und den Ritterhude Badgers sind geprägt von Fehlern. Folgerichtig lagen die Potsdamer lange Zeit zurück, ehe sie zu einer fulminanten Aufholjagd ansetzten. Innerhalb von acht Minuten drehten sie einen 15-Punkte-Rückstand in einen gefeierten Sieg. Matchwinner war der Quarterback.

Potsdam 52.379266893823 13.018283843994
Google Map of 52.379266893823,13.018283843994
Potsdam Mehr Infos
Nächster Artikel
Elf Neuzugänge bei Werders Trainingsauftakt

Defensive Back Leroy Teunis (l.) entwischt gleich zwei Spielern der Ritterhude Badgers.

Quelle: Gerhard Pohl

Potsdam. Knapp acht Minuten vor dem Ende deutete kaum noch etwas auf ein Happy End für die Potsdam Royals hin. 14:29 lagen die Gastgeber am Sonnabend im Luftschiffhafen-Stadion gegen die Ritterhude Badgers zurück, Stadionsprecher Jens-Torsten Müller hatte schon zur Pause von einer „verkorksten ersten Halbzeit“ gesprochen. „Gott sei Dank haben wir es irgendwie hinbekommen, den Schalter noch einmal umzulegen. Dann hat das Momentum gepasst, dann geht alles und bei denen nichts mehr“, sagte Trainer Michael Vogt nach dem 33:29-Sieg in der 2. Football-Bundesliga.

Zwölf Sekunden vor dem Ende liegen die Royals noch zurück

An Dramatik war dieser Erfolg kaum zu überbieten. Zwölf Sekunden vor dem Ende – die Royals hatten inzwischen auf 27:29 verkürzt – kamen die Potsdamer bis an die Ein-Yard-Linie der Gäste. Quarterback Zach Shaw nahm den Ball und sein Herz in die Hand und sprintete vier Sekunden später in die Endzone des Gegners. „Er hat da, glaube ich, schon vorher gewusst, was er macht und ich habe ihm in dem Moment vertraut“, sagte Vogt über die spielentscheidende Szene, die von den wieder einmal zahlreichen Fans, rund 600 waren im Stadion, lautstark gefeiert wurde.

Unkonzentriertheiten prägen das Potsdamer Spiel

Zuvor hatten sie allerdings wenig Grund dafür, sondern erfreuten sich eher an den stilechten US-Burgern als an gelungenen Spielzügen. Zahlreiche Unkonzentriertheiten lähmten den Spielfluss, die Schiedsrichter warfen im Minutentakt Flaggen aufs Feld. Mal war ein Spieler der Royals zu viel auf dem Feld, mal wurde auf Halten oder Frühstart gegen die Gastgeber entschieden. „Wir waren alle ein bisschen übermotiviert, weil wir das letzte Spiel nur knapp gegen die Topmannschaft Paderborn verloren haben. Wir haben wohl gedacht, das wird ein bisschen einfacher hier, aber dann geht man eben auch mit einer schlechteren Einstellung rein“, resümierte Kevin Raupach, der mit drei Touchdowns an diesem Tag der Topscorer der Potsdamer war. „Endlich hat es mal geklappt. Ich habe bis jetzt nur einen Touchdown in der ganzen Saison gehabt“, sagte der 24-Jährige.

Viele Chancen blieben ungenutzt

Doch zu häufig ließen Raupach und seine Kollegen ihre Chancen ungenutzt. „Wir waren mit dem Kopf ganz woanders. Wir haben wohl gedacht, wir gewinnen das Spiel im Vorbeigehen. Ritterhude kommt nur mit 26 Leuten an, das Warmup sieht aus als würden sie gerade aus der Schule kommen. Das hat einfach dazu beigetragen, dass dir sechs, sieben oder acht Prozentpunkte fehlen. Das geht in der 2. Bundesliga nicht mehr“, monierte Chefcoach Vogt nach dem Herzschlagfinale, nach dem Potsdam weiter Tabellendritter ist.

Von Stephan Henke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
MAZ Sportbuzzer
Lindow-Gransee feiert Meisterschaft

Der größte Vereinserfolg der Volleyballer des SV Lindow-Gransee perfekt. Mitte April 2015 konnten sie die Meisterschaft in der 2. Volleyball-Bundesliga fiern.