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Potsdam Royals schaffen Aufstieg in 1. Bundesliga

American Football Potsdam Royals schaffen Aufstieg in 1. Bundesliga

Die Footballer der Potsdam Royals haben ihre perfekte Saison mit dem Aufstieg in die 1. Bundesliga (GFL) gekrönt. Im Rückspiel der Aufstiegs-Relegation schlug die Mannschaft von Cheftrainer Michael Vogt den sechsfachen Deutschen Meister Berlin Adler vor 2300 Zuschauern mit 42:7, nachdem die Potsdamer schon das Hinspiel mit 55:12 für sich entschieden hatten.

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Die Royals feiern den Aufstieg in die erste Liga, Patrick Felber (am Boden) macht die Siegerwelle, den sogenannten Wurm.

Quelle: Gerhard Pohl

Potsdam. Grenzenloser Jubel herrschte am Sonnabend um 18.07 Uhr im Stadion Luftschiffhafen, als der Hauptschiedsrichter beide Arme in die Höhe reckte und das Relegationsrückspiel zum Aufstieg in die 1. Bundesliga (GFL) zwischen dem Zweitligameister Potsdam Royals und dem Erstligaletzten Berlin Adler beendete. Die Royals gewannen mit 42:7 (21:0) gegen den 6-fachen Deutschen Meister und Eurobowl- bzw. EFA-Cup Gewinner und sicherten sich nach dem 55:12-Erfolg im Hinspiel auf souveräne Art und Weise den Aufstieg. Dazu ertönte die Vereinshymne „Challenge the Top“ und das alles geschah vor der beeindruckenden Rekordkulisse von 2300 Zuschauern, die das Ganze zusätzlich mit „So sehen Sieger aus“ lautstark unterstützten.

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Nach 14 Siegen in 14 Ligaspielen gewann der souveräne Zweitligameister Potsdam Royals nun auch die beiden Aufstiegsrelegations-Partien gegen den sechsfachen Deutschen Meister Berlin Adler und stieg in die 1. Bundesliga.

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Damit schrieb das Team von Cheftrainer Michael Vogt American-Football-Geschichte. Noch nie hatte eine Mannschaft so deutlich alle Meisterschaftsspiele der GFL2 für sich entscheiden können und diese Serie in den folgenden beiden Relegationsvergleichen fortführen können. Insgesamt verließen die Königlichen 2017 sechzehn Mal als Sieger den Platz – in sechzehn Spielen. Dieser beeindruckende Leistung setzten die Royals mit dem GFL-Aufstieg die Krone auf, womit der eher ruhige Luftschiffhafen um eine attraktive sportliche Farbe reicher geworden ist. Das trifft auch auf die Sportstadt Potsdam zu, da können die etablierten Erstligisten, wie u.a. die Turbine-Fußballerinnen, die Judokas vom UJKC, die Wasserballer und Triathleten des OSC sowie die SCP-Volleyballerinnen jetzt mit den Potsdam Royals einen weiteren Verein in den Reihen einer deutschen Eliteliga begrüßen.

Michael Vogt: „Das hat uns keiner geschenkt“

„Das hat uns keiner geschenkt. Wir alle haben dafür hart, sehr hart gearbeitet“, bemerkte ein sichtlich bewegter Michael Vogt, der selbst als Spieler im Verein begann, nach zwei Jahren als Aktiver das Traineramt übernahm und der sportlicher Kopf dieser Erfolgsgeschichte ist. Vogt hatte immer die Vision GFL im Hinterkopf. „Klar war für mich auch, dass wir den letzten Saisonauftritt des Jahres gewinnen wollten“, so der Coach, der von allen Berti genannt wird. „Dieser Ehrgeiz welcher in Berti steckt, hat uns den Erfolg gebracht“, sprudelte Sebastian Mathews heraus. „Als wir am 30. April 2005 unser erstes Spiel in Eberswalde bestritten, hat keiner von uns an einen GFL-Aufstieg gedacht“, fügte er hinzu.

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Im Hinspiel der Relegation zur ersten Liga demontiert der Zweitligameister aus Potsdam den Berliner Traditionsverein.

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Nach sieben Minuten befanden sich die Königlichen durch einen Touchdown von Quarterback Jacob Tucker und Patrik Felbers Extrapunkt auf Erfolgskurs und beim Stand von 21:0 ging es in die Halbzeitpause. Danach agierten die Gastgeber zielstrebig weiter, gaben aber auch Nachwuchsspielern Einsatzmöglichkeiten. David Saul, Zach Shaw, Calvinaugh Jones und erneut Jacob Tucker stellten den 42:7-Endstand her.

Seit 2012 trägt der für die Extrapunkte zuständige Patrick Felber das Royals-Trikot. „Diese Entwicklung des Vereins bis heute, ist für mich der Hammer“, sagte Felber, der nach dem Spiel wieder seine Siegerwelle auf dem Boden machte, den sogenannten Wurm. „Vor zwei Jahren holte mich Berti von Cottbus nach Potsdam. Ich habe das nie bereut und nächstes Jahr erste Liga, ist einfach super“, strahlte Wide Receiver Enrico Stiegemann. „Was hier passiert ist, kann ich noch gar nicht fassen. 2016 war ich noch Quarterback in der Jugendmannschaft und 2018 steht die 1. Bundesliga an“, so der fasst sprachlose und ungläubige 18-Jährige Henrik Burkert.

Planungen für die GFL laufen bereits

„Es war nicht einfach, die Spannung für das letzte Spiel hoch zu halten, dennoch es war ein ordentliches Spiel, wie haben gewonnen, der sechzehnte Sieg in Folge, das war die Zielsetzung. Wir sind schon in der Planung für die GFL. Dort erwarten uns ganz andere Kaliber. Solche deutlichen Spielausgänge wie in diesem Jahr, gibt es dann gegen die deutschen Topteams nicht. Unsere Reise soll auch in der 1. Bundesliga bleiben und nicht wieder zurück. Da wollen wir uns im Mittelfeld platzieren, es wäre ein optimales Ergebnis“, bilanzierte und blickte Michael Vogt auf die erste GFL-Saison 2018 voraus. Anschließend feierte die Mannschaft auf dem Oktoberfest im Lustgarten.

„Wir haben es geschafft, alles gewonnen und sind 2018 im Oberhaus – eine tolle Saison. Wichtig ist für uns, dass uns alle Sponsoren auch weiter unterstützen, da sind bereits einige dazu gekommen“, äußerte Vereinspräsident Stephan Goericke. Er machte aber auch auf das ungelöste Problem einer Trainingsmöglichkeit in Potsdam aufmerksam. Alle Mannschaften trainieren auf dem Sportgelände in Kleinmachnow. Das ist ein enormer organisatorischer sowie finanzieller Aufwand für den Verein. „Hier bedarf es einer dringenden Lösung, um das Spieljahr 2018 effektiv vorbereiten zu können“, mahnte Goericke.

Von Gerhard Pohl

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