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Treffsicher mit Tunnelblick

VfL Potsdam schlägt Füchse-Reserve Treffsicher mit Tunnelblick

Julius Dierberg vom Handball-Drittligisten VfL Potsdam ragte beim beeindruckenden 36:21 (19:13)-Sieg im Berlin-Brandenburg-Derby gegen die zweite Mannschaft von Bundesligist Füchse Berlin heraus. Der Linksaußen warf einen persönlichen Rekord.

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Potsdams Julius Dierberg hatte einen überragenden Abend erwischt.

Quelle: Fotos: Benjamin Feller

Potsdam. „Irgendwann ist man total im Tunnel drin, man spielt sich in einen Rausch“, sagte Julius Dierberg nach dem beeindruckenden 36:21 (19:13)-Sieg seines VfL Potsdam im Berlin-Brandenburg-Derby gegen die zweite Mannschaft von Bundesligist Füchse Berlin. Das Ergebnis des Tunnelblicks: 16 Tore warf der Linksaußen – „das habe ich zuletzt in der Jugend geschafft, aber das ist vom Niveau natürlich nicht vergleichbar“, freute sich der Matchwinner über seine Gala-Vorstellung. „16 Tore mit 18 Versuchen, das ist schon eine starke Quote“, lobte Trainer Jens Deffke.

Doch zunächst sah es am Freitagabend nicht nach einem Torfeuerwerk aus. Bis zum 7:7 (14. Minute) gestalteten die Füchse das Spiel vor 946 Zuschauern in der MBS-Arena ausgeglichen. „Da war ich etwas skeptisch, da das Spiel nicht so lief, wie wir uns das vorgestellt haben. Die Füchse haben das mit den Möglichkeiten, die sie aktuell haben, gut gemacht“, erklärte der Trainer. Doch mit einer Steigerung der Abwehrleistung zwangen die Potsdamer den verletzungsgeplagten Gegner, bei dem der Ex-Potsdamer Nils Jürschke (Schulter) fehlte, zu mehr Fehlern. Auf Potsdamer Seite fehlte Spielmacher Philipp Reuter, der von Yannik Münchberger (5 Tore) souverän vertreten wurde.

Neun Tore in der ersten Halbzeit

Nach einer Viertelstunde kam Dierbergs erster Auftritt: Mit drei Toren schraubte er gemeinsam mit Christian Schwarz das Ergebnis auf 13:8 (20.). Alleine in der ersten Hälfte erzielte Dierberg neun Tore, drei per Siebenmeter. Insbesondere mit den schnellen Gegenstößen zogen die Adler den Füchsen den Zahn und kamen zu zahlreichen schnellen Toren.

In der 22. Minute stand allerdings kurzzeitig ein anderer Spieler im Mittelpunkt. Kreisläufer Yannick Schindel gelang das erste Tor nach seinem Comeback, es war sein erster Treffer nach einem knappen Jahr Verletzungspause. Zwar kamen die Gäste anschließend noch einmal auf 14:12 (25.) heran, doch das anschließende Timeout von VfL-Trainer Jens Deffke zeigte Wirkung und die Potsdamer zogen bis zur Halbzeit auf 19:13 davon.

Adler machen einfache Tore

Dieser Vorsprung war die Basis für einen auch in der zweiten Halbzeit souveränen Auftritt der Gastgeber. Daniel Deutsch, Julius Dierberg und Tobias Frank mit einem seiner gefürchteten Würfe aus dem dritten Stockwerk bauten nach der Pause den Vorsprung auf acht Tore (22:14) aus. Die Füchse versuchten gleich mehrere Umstellungen in der Abwehr und wechselten in der Folge im Angriff auch ihren Keeper immer wieder für einen siebten Feldspieler aus. Doch die Adler – und besonders Dierberg – nutzten das zu mehreren einfachen Toren. Für die drei Treffer zum 32:20 benötigte der Matchwinner nur eineinhalb Minuten. „Es waren auch tolle Pässe, aber Julius hatte ein gutes Timing. Das muss man dann auch genießen“, sagte Jens Deffke.

Von Stephan Henke

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