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Potsdam kommt zerfahren zu zwei Punkten

Handball, 3. Liga Potsdam kommt zerfahren zu zwei Punkten

In einer vor allem in der ersten Halbzeit von Unkonzentriertheiten geprägten Partie gewinnen die Potsdamer Drittliga-Handballer am Ende deutlich mit 35:25. Gerade die Abwehrarbeit vernachlässigte das Team von Trainer Jens Deffke anfangs sträflich, was sich erst in der zweiten Hälfte besserte. Ein Potsdamer A-Jugend-Spieler feierte außerdem ein denkwürdiges Debüt.

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Der Stralsunder Jakub Vanek (l.) versucht Yannik Münchberger aufzuhalten. Der Potsdamer Spielmacher warf sieben Tore.

Quelle: Benjamin Feller

Potsdam. Das Ergebnis von 35:25 (18:17) klingt deutlich, doch VfL-Trainer Jens Deffke bezeichnete den Erfolg gegen den Stralsunder HV trotzdem als „komisches Spiel“. In einer zerfahrenen Partie vor 523 Zuschauern in der MBS-Arena spielten die Potsdamer Handballer gegen ihren Drittligakonkurrenten erst in der zweiten Halbzeit konsequenter, was für die Adler den zweiten Heimsieg in Folge und den zumindest vorübergehenden Sprung auf Rang drei der Tabelle bedeutete.

„Komisch“ war das Spiel vor allem wegen der vielen Unkonzentriertheiten auf Potsdamer Seite. Technische Fehler und einfache Ballverluste prägten den Anfang der Partie. „Wir haben in der ersten Halbzeit eigentlich auf allen Positionen überhaupt keinen Zugriff bekommen und haben nicht den Schritt mehr gemacht“, monierte Deffke. Dementsprechend gingen die Gäste aus Stralsund schnell mit 2:0 in Führung, auch weil ihr Keeper Szymon Ligarzewski gleich mit einer unkonventionellen Parade mit dem Rücken zum Spielfeld aufwartete und einen Nachwurf von Daniel Deutsch, der seinen 34. Geburtstag feierte, zum möglichen 1:1 praktisch blind parierte.

Stralsunder glänzen mit Einzelaktionen

Doch vor allem Rückraumspieler Charalampos Mallios bereitete den Potsdamern anfangs Probleme, der Grieche warf in der ersten Halbzeit sechs Tore. „Stralsund ist eine Mannschaft, bei der man sich nicht auf Spielzüge einstellen kann, sie machen viele Einzelaktionen“, resümierte Rückraumspieler Tobias Frank, dem drei Treffer gelangen.

So dauerte es bis zur 10. Minute, ehe die Potsdamer erstmals durch Spielmacher Philipp Reuter in Führung gingen. Doch diese hielt nicht lange, zwischenzeitlich führte Stralsund mit 13:10 (21. Minute), ehe Yannik Münchberger mit drei Toren in Folge – zwei per Siebenmeter – den Ausgleich herstellte. Auch Keeper Sebastian Schulz, der bereits Mitte der ersten Hälfte für den glücklosen Matthias Frank eingewechselt wurde, startete gut in die Partie, so dass die Potsdamer mit einer 18:17-Führung in die Kabine gingen.

6:0-Lauf nach der Halbzeit entscheidet die Partie

Die Potsdamer Deckung, die größtenteils ohne Abwehrchef Robert Weiß agierte, fand in der zweiten Hälfte besser ins Spiel. Ein 6:0-Lauf ab der 35. Minute, den Rechtsaußen Alexander Schmidt mit drei Treffern in Folge einläutete, sollte dann die Entscheidung bringen. Die Kraft der Stralsunder, die nur mit vier Auswechselspielern angereist waren, ließ merklich nach, doch die Konzentration der Potsdamer teilweise auch. Viele gute Gelegenheiten ließen die Gastgeber weiterhin liegen.

In Folge der sicheren Führung bekamen auch Robert Schütz und Lucas Schönebeck Einsatzzeiten. Während Ersterem der Treffer zum 34:24 gelang, wurde Letzterer bei seinem Drittliga-Debüt nach drei Zwei-Minuten-Strafen vom Feld verwiesen. „Er war giftig. Das Spiel wird er definitiv im Kopf behalten“, sagte Deffke mit einem Lächeln. Der meinte abschließend pragmatisch: „Das Spiel wird sicher nicht so im Gedächtnis bleiben wie der Sieg letzte Woche gegen Dessau. Aber auch dafür gibt es zwei Punkte.“

Von Stephan Henke

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