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Schendel: „Wir sind nur Außenseiter“

Viertelfinale der Judo-Bundesliga Schendel: „Wir sind nur Außenseiter“

UJKC-Trainer Mario Schendel sieht vor dem Hinkampf des Viertelfinales in der Judo-Bundesliga Gegner TSV Großhadern eindeutig in der Favoritenposition. Die Potsdamer haben mit der Viertelfinal-Qualifikation bereits ihr Saisonziel erreicht. Schendel freuet sich nun auf die Rückkehr eines ehemaligen Potsdamers in Reihen des Gegners.

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UJKC-Bundesliga-Trainer Mario Schendel und Cheftrainerin Yvonne Bönisch.

Quelle: Verein

Potsdam. Am Samstag (18 Uhr, MBS-Arena) empfängt der UJKC Potsdam im Viertelfinal-Hinkampf der Judo-Bundesliga den TSV Großhadern. Das Team von UJKC-Trainer Mario Schendel belegte in der Vorrunde Rang drei in der Nord-Staffel und trifft nun auf den Zweiten der Süd-Staffel.

MAZ: Herr Schendel, im letzten Kampf der Vorrunde mussten Sie noch einmal selbst auf die Tatami. Sehen die Zuschauer Sie beim Kampf gegen Großhadern wieder?

Mario Schendel: Nein, das wird nicht wieder vorkommen! Das war der dünnen Personaldecke geschuldet, da wir durch Verletzungen einen kleinen Engpass hatten.

Sie haben verloren und mussten sich von Ihren Schützlingen den ein oder anderen Spruch anhören. Wie war es, wieder zu kämpfen?

Schendel: Ich bin ja noch relativ fit, aber es ist schon etwas anderes, ob man trainiert oder auf der Matte steht. Es hat aber schon Spaß gemacht.

Können Sie dieses Mal personell aus dem Vollen schöpfen?

Schendel: Leider nicht ganz. Robert Kopiske (-66 kg) weiß noch nicht genau, ob er antreten kann. Paul Böhme (-73 kg) und Tim Gramkow (-81 kg) fehlen wegen der Vorbereitung auf die Junioren-EM in Österreich, Tim sogar auch im Rückkampf. Das trifft uns schon ein bisschen. Er wird uns definitiv sehr fehlen. Robert Kopiske können wir mit Martin Setz ziemlich gleichwertig ersetzen. Aber wir versuchen das zu kompensieren, die zwei bulgarischen Gaststarter Yanislav Gerchev (-60 kg) und Ivalyo Ivanov (-81 kg) werden da sein. Auch Faruch Bulekulov (-90 kg) zählt leider als Gaststarter, obwohl er Potsdamer ist, aber für Kirgistan startet.

Welche Schlüsselduelle gibt es?

Schendel: Wir spekulieren darauf, dass Großhadern ohne Tobias Englmaier antritt, damit rechnen wir uns in der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm etwas aus. Auch in der -66 kg, -81 kg und -90 kg schielen wir auf Punkte. Wir wollen in eine Ausgangssituation kommen, in der wir die Chance haben, Großhadern im Rückkampf noch zu ärgern. Wenn wir sechs, sieben Punkte einfahren, bin ich zufrieden.

In der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm kommt es zum Wiedersehen mit Igor Wandtke, der drei Jahre für Potsdam kämpfte. Hatten Sie im Vorfeld des Kampfs schon Kontakt mit ihm?

Schendel: Ich freue mich sehr, ihn wieder zu sehen. Er hat bei Facebook angekündigt, dass er kämpft. Da hab ich geschrieben, dass er lieber Urlaub machen soll. Vor dem Kampf werde ich ihm sagen, dass er nur einmal antreten soll. (lacht)

Hat er einen Vorteil, dass er so lange in Potsdam war?

Schendel: Der Vorteil liegt eher bei uns, weil die Leute, gegen die er kämpft, damals noch nicht in Potsdam waren. Aber normalerweise ist Igor so ausgebufft und hat sich so weiterentwickelt, dass er kaum zu schlagen sein wird.

Großhadern gilt als Meisterschaftsfavorit und tritt sehr wahrscheinlich mit Vize-Weltmeister Karl-Richard Frey an. Potsdam ist also nur Außenseiter?

Schendel: Jeder, der etwas anderes sagt, hat keine Ahnung von Judo. Was sie theoretisch auf die Matte bringen, da können wir noch nicht mithalten, vielleicht erst in zwei, drei Jahren.

Gegen Judo in Holle hat das Team in der Vorrunde etwas überraschend mit 5:8 verloren. Mit einem Sieg hätten Sie Großhadern aus dem Weg gehen können. Ärgern Sie sich noch darüber?

Schendel: Im Nachhinein könnte man das so sehen. Sicherlich wäre es schön gewesen, wenn wir nicht gegen Großhadern, sondern Ettlingen kämpfen müssten. Aber die Mannschaft ist jung, da kann so etwas passieren. Und dass Meisterschaftsfavorit Großhadern in der Süd-Staffel nicht Erster wird, konnte ja keiner ahnen.

Ihr Saisonziel Viertelfinale haben Sie erreicht. Lautet das neue Ziel jetzt Finalrunde?

Schendel: Wenn es nur den Heimkampf mit den Potsdamer Zuschauern im Rücken geben würde, könnte man sich das Ziel setzen. Aber da wir im Rückkampf schon absehbare Personalprobleme haben werden, ist das utopisch. Aber mit so einem Verlauf der Saison hätte ich nicht gerechnet. Vor allem das 11:3 zum Auftakt in Frankfurt war grandios. Noch Wochen später kamen Leute zu mir und haben sich gefreut. Und nach dem Sieg war es recht realistisch, dass wir das Viertelfinale erreichen werden.

Von Stephan Henke

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