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Potsdamer Judoka wollen mit Jugendstil ins Viertelfinale

Judo Potsdamer Judoka wollen mit Jugendstil ins Viertelfinale

Am Samstag startet die Herren-Mannschaft des UJKC in die Bundesliga. Trainer Mario Schendel hat den Kader stark verjüngt.

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Philipp Galandi (r.) gehört zu den Aushängeschildern des UJKC Potsdam.

Quelle: Jan Kuppert

Potsdam. Seit 2004 treten die Judo-Männer des UJKC Potsdam in der Mannschaftsbundesliga an. So jung wie in der neuen Saison war der Kader aber noch nie. Trainer Mario Schendel hat die Truppe stark verjüngt, der Altersdurchschnitt beträgt 19 Jahre. „Damit sind wir ziemlich sicher das jüngste Team der Liga“, sagt Schendel.

Einige Gaststarter haben den UJKC verlassen, weil sie von ihren Heimatvereinen zurückgerufen wurden. Auf andere Sportler legte Schendel derweil keinen Wert mehr, weil sie nicht überzeugt haben. „Wir haben keine Legionäre mehr. Keiner kommt wegen des Geldes“, betont Schendel. „Unsere Jungs haben alle Bock auf die Bundesliga.“ So treten neben den zahlreichen Potsdamern nur noch drei Berliner für den UJKC an. Außerdem kommen vereinzelt ausländische Gaststarter wie Yanislav Gerchev zum Einsatz. Der Bulgare holte am Wochenende im Limit bis 60 Kilogramm Silber bei der EM in Warschau und könnte auch am Samstag (18 Uhr, MBS-Arena) beim Bundesliga-Auftakt gegen Holle auf die Matte gehen.

Aushängeschilder Galandi und Setz

Er gehört zu den Hoffnungsträgern wie Martin Setz (-66 kg) und Philipp Galandi (-100 kg). Die beiden 23-jährigen Potsdamer sind das neue Aushängeschild des UJKC. „Sie sind die Zugpferde. An ihnen können sich die anderen Jungs hochziehen“, sagt Schendel. Galandi holte im Herbst Bronze bei der U23-EM und gewann den Europacup in Malaga. Setz war 2016 Dritter der deutschen Meisterschaft. Beide stehen für das Konzept des UJKC, die Kämpfer selbst auszubilden. Schendel: „Wir profitieren von der Sportschule. Viele Jungs haben sich mittlerweile so weit entwickelt, dass sie so weit sind für die Bundesliga.“

Trotz des neuen Jugenstils bleibt das Ziel die Teilnahme am Viertelfinale. Dazu ist in der aus sechs Teams bestehenden Nordstaffel ein Platz unter den ersten Vier nötig. „Das müssen wir schaffen.“

Achillesferse Schwergewicht

Achillesferse des UJKC könnte die Klasse über 100 Kilogramm sein. Schendel hat Paul Elm und Ricardo Melz für das Schwergewicht nominiert. Melz ist eigentlich Ringer. Elm hatte sich zuletzt mit Verletzungen geplagt und wird wohl gar nicht auf die Matte gehen, sondern Schendel als Co-Trainer unterstützen. „Die Jungs hören auf Paul, er stellt etwas dar“, sagt Schendel. Erik Abramov (-100 kg) kommt noch in Frage. Schendel: „Er wird erst 18. Wir wollen ihn nicht verheizen.“ Und Philipp Galandi würde in der 100-kg-Klasse fehlen. Nicht mehr an Bord ist derweil Robert Kopiske, der über Jahre das Limit bis 66 kg in Deutschland mit bestimmt hat. Der 27-Jährige hatte sich in der Vorsaison noch einmal aufgerafft, nun wohl aber endgültig Abschied genommen.

Einen Absteiger gibt es in der neuen Saison nicht. Denn 2018 werden die beiden Bundesligastaffeln im Norden und Süden jeweils auf neun Vereine aufgestockt. „Dadurch gibt es noch mehr Termine. Das wird schwer, weil viele Kämpfer wegen internationaler Verpflichtungen fehlen. Das Team muss deutlich breiter aufgestellt sein“, sagt Schendel. Immerhin ist es dann schon um ein Jahr erfahrener.

Von Ronny Müller

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