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Premiere im Adlerhorst

Handball, 3. Liga Premiere im Adlerhorst

Paul Weyhrauch absolviert mit dem 1. VfL Potsdam in der dritten Handballliga Nord am Sonnabend das erste Heimspiel für seinen neuen Verein. Nach der Niederlage im Derby beim Saisonauftakt in Oranienburg steht der VfL unter Ergebnisdruck. Neuzugang Weyhrauch hat aber mehrere Gründe erkannt, die Mut für den ersten Ligaauftritt in dieser Saison in der MBS-Arena machen.

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Paul Weyhrauch trifft am Sonnabendabend mit dem 1. VfL Potsdam in der dritten Handballliga Nord zu Hause auf den DHK Flensborg.

Quelle: foto: Sylvia Göres

Potsdam. Die Vorfreude ist bereits seit Tagen gestiegen, zumal die Rahmenbedingungen bei den Übungseinheiten automatisch Heimspiel-Atmosphäre suggerieren. „Wir trainieren ja in der MSB-Arena“, sagt Paul Weyhrauch, „und dann will man natürlich dort auch mal ein Punktspiel absolvieren.“ Heute wird sich der Wunsch erfüllen: Weyhrauch, 27 Jahre alt, Rückraumspieler und einer der Neuzugänge des 1. VfL Potsdam in diesem Sommer, trifft mit seinem neuen Team in der 3. Handball-Liga Nord zu Hause auf den DHK Flensborg (Start: 19 Uhr).

Beim Duell mit dem „Dansk Håndbold Klub“ aus dem äußersten Norden der Bundesrepublik vollziehen die Adler die Liga-Heimspiel-Premiere in dieser Spielzeit. Weyhrauch absolviert sein überhaupt erstes Spiel im VfL-Trikot vor heimischem Publikum – obwohl er eine lange Vergangenheit bei der Potsdamer Handballfraktion hat. „Ich war zwar einige Jahre an der Sportschule, aber ich bin in Punktspielen immer für meinen Heimatverein MBSV Belzig aufgelaufen, aber nie für den VfL“, berichtet er.

Seine Laufbahn hatte der 1,94 Meter-Mann in der Talentschmiede beim Märkischen Ball-Sport-Verein im Fläming begonnen. Sein Bruder Willy, der von 2014 bis 2016 für die Füchse Berlin in der Bundesliga spielte, steht inzwischen beim ambitionierten Zweitligisten ThSV Eisenach unter Vertrag.

Nach dem Wechsel aus Potsdam an die Sportschule in Magdeburg spielte Paul Weyhrauch im Männerbereich in den vergangenen acht Jahren beim Drittligisten Bad Blankenburg. Nach dem Wechsel in diesem Sommer als Teil des Runderneuerungsprozesses beim VfL schließt sich nun der Kreis.

Für das Ensemble vom Luftschiffhafen herrscht nach der Derby-Niederlage in Oranienburg nun beim ersten Heimauftritt erhöhter Ergebnisdruck. Die Ursachen für den 24:32-Fehlschlag beim Auftakt? „Ich denke, es kam einiges zusammen“, urteilt Paul Weyhrauch, „Oranienburg hat spielerisch überzeugt. Wir haben dagegen vieles von den Angriffs- und Abwehrkonzepten, die wir in der Vorbereitung erarbeiten haben, nicht umsetzen können.“ Man habe die Niederlage aber in dieser Woche gründlich aufgearbeitet. „Wir haben engagiert trainiert und die Fehler analysiert, das macht Mut für das Spiel gegen den DHK“, sagt er, „dazu kommt, dass wir Heimvorteil haben.“

Als Weyhrauch Potsdam verlassen hatte, war die MBS-Arena noch nicht einmal gebaut worden. Viel Neuland also für den Rechtshänder, der in diesem Sommer mit dem Umzug aus Thüringen in die Metropolregion Berlin einen neuen Lebensabschnitt begonnen hat – sportlich und auch neben dem Spielfeld. Der Ortswechsel sorgt für einige Synergieeffekte. „Es hat bei dem Wechsel zum VfL sehr vieles zusammengepasst“, berichtet er, „ich habe eine spannende, neue sportliche Herausforderung gesucht und gefunden. Dazu kommt, dass ich in Jena Jura studiert habe und nach dem Abschluss auf der Suche nach einer Refendariatsstelle bin.“ Die Chancen, fündig zu werden, seien nun besser. „Außerdem wohnt meine Freundin in Berlin.“

Nun fehlt nur noch sportlicher Erfolg mit dem VfL: „Wir wollen die Niederlage vergessen machen“, sagt Weyhrauch, wohl wissend, dass die sportliche Konkurrenz in dieser Spielzeit in der Drittliga-Staffel zwischen der dänischen Grenze, Ostfriesland und Brandenburg besonders groß ist. „Es könnte eine sehr reizvolle Saison werden“, sagt er, „die Liga ist aus meiner Sicht ausgeglichen, wie vielleicht nie zuvor. Es gibt eigentlich keine Mannschaft, die vom Niveau her abfällt.“

Für eine enorme Leistungsdichte sprechen auch viele enge Ergebnisse am ersten Spieltag. Flensborg, das die vergangene Saison auf dem elften Tabellenplatz beendete, erzielte beim Auftakt gegen Hannover-Burgwedel ein Unentschieden (30:30) und erkämpfte vor heimischem Publikum den ersten Punkt. Auch der VfL will nun die ersten Zähler einfahren.

Von Lars Sittig

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