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Spiel des Jahres gegen die Artland Dragons

Erinnerungen beim RSV Eintracht Spiel des Jahres gegen die Artland Dragons

Der Basketball-Zweitligist aus Kleinmachnow trifft auf den ehemaligen Pokalsieger aus Niedersachsen. Sportchef Vladimir Pastushenko erinnert sich an eins der größten Spiele der Vereinsgeschichte.

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Der RSV unterlag den Dragons 2006 im Pokal 67:100.

Potsdam. Vladimir Pastushenko kommt ins Schwärmen. „Das ist das Spiel des Jahres“, freut sich der sportliche Leiter des Basketball-Zweitligisten RSV Eintracht. Am Sonntag (17.30 Uhr) sind die Artland Dragons Quakenbrück auf dem Kleinmachnower Seeberg zu Gast. Nach zwölf Jahren in der Bundesliga haben sich die Niedersachsen im Sommer in die zweite Liga ProB zurückgezogen. Grund waren finanzielle Probleme. Dennoch ist es für den 43 Jahre alten Pastushenko und den RSV ein besonderes Spiel. Denn die Drachen haben das Niveau in der Bundesliga lange Zeit mitbestimmt, erreichten acht Mal die Playoffs.

Hoher Geräuschpegel

Außerdem verbindet die Adler und die Drachen ein besonderes Match. Im Dezember 2006 absolvierte der RSV im Pokal sein erstes Pflichtspiel gegen einen Bundesligisten. Eintracht war gerade in die Regionalliga aufgestiegen und empfing als krasser Außenseiter Quakenbrück in der Teltower John-Schehr-Sporthalle. „Die Halle war mit 800 Zuschauern voll. Es war so laut, dass sie fast auseinandergeflogen ist“, erinnert sich der damalige Trainer Pastushenko.

Mit Lockerheit gegen den Favoriten

Sein Team habe damals ganz entspannt in das Spiel gehen können. „Wir waren locker, bei so einem Spiel kann man nur gewinnen.“ Jedenfalls an Erfahrung und Selbstvertrauen. Ein wirklicher Sieg war derweil unrealistisch. Pastushenko: „Ein Regionalligist kann keinen Bundesligisten rauswerfen. Im Basketball ist es nicht wie beim Fußball, wo man auf 0:0 spielen kann und auf das Elfmeterschießen hofft.“ Mit dieser Lockerheit spielte der RSV frech auf. „Die Jungs haben sich viel zugetraut.“ Da staunten die Drachen, darunter vier ehemalige NBA-Spieler und ihr Trainer Chris Fleming nicht schlecht. Fleming ist heute Bundestrainer und Co-Trainer des NBA-Teams Denver Nuggets. Er führte Quakenbrück damals zur Vizemeisterschaft und ein Jahr später zum Pokalsieg. Zur Halbzeit führten die Profis in Teltow nur mit 48:38. „Sie haben uns auf die leichte Schulter genommen und waren überrascht, was wir als Regionalligist geleistet haben“, erzählt Pastushenko. Kurz vor Schluss lag sein Team nur mit zwölf Punkten zurück. Dann wechselte der Coach junge Spieler ein. Er wollte ihnen das Erlebnis nicht vorenthalten. Pastushenko: „Als am Ende die Kräfte schwanden, haben wir 67:100 verloren.“ Trotz der Niederlage hat diese Partie einen wichtigen Platz in der RSV-Chronik. 2008 gab es im Pokal ein weiteres Pflichtspiel gegen einen Bundesligisten – 48:81 gegen die Baskets Oldenburg.

Pastushenko hofft auf viele Zuschauer

Obwohl die Dragons ihr Feuer nun nur noch in der ProB speien, sei es am Sonntag ein ganz besonderes Spiel, sagt Pastushenko. „Ich sehe den Gegner weit vorne, sie haben einen starken Kader.“ Guard David Watson hat schon in der Bundesliga gespielt. Und Forward Isaiah Hartenstein gehört laut Pastushenko zu den größten Talenten in Deutschland. „Ich hoffe auf eine volle Halle.“ Dazu könnten auch zahlreiche Gästefans beitragen. Bei Dragon-Heimspielen kommen immer noch rund 2500 Zuschauer. Beim Auswärtsspiel in Rostock am vergangenen Wochenende waren 150 Fans mitgereist.

Viele Spiele des RSV in dieser Saison waren sehr eng. „Wir haben ein junges Team, das kämpferisch gut aufgestellt ist. Ich hoffe, dass wir mit der Zeit mehr Spiele für uns entscheiden“, sagt Pastushenko. Am besten schon gegen die Drachen.

Von Ronny Müller

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