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Das Pokalfinale ruft – SC Potsdam und Netzhoppers vor historischen Spielen

Volleyball Das Pokalfinale ruft – SC Potsdam und Netzhoppers vor historischen Spielen

Die Volleyball-Bundesligisten aus Brandenburg stehen vor den größten Matches ihrer Vereinshistorie. Sowohl der SC Potsdam als auch die Netzhoppers Solwo Königspark KW spielen um den Einzug in das deutsche Pokal-Finale.

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Paukenschlag: Für die Volleyballerinnen des SC Potsdam steht der Pokal-Kracher gegen den Rekordmeister Schweriner SC an.

Quelle: Foto: Julian Stähle

Potsdam/Bestensee. Das hat es im Brandenburger Volleyball noch nie gegeben. Gleich zwei Teams kämpften sich durch die Quali-Runden bis ins Pokal-Halbfinale und wollen im Duell David gegen Goliath ihre Außenseiterchance nutzen. Für die Volleyballerinnen des SC Potsdam ist das Pokal-Halbfinale am Mittwoch (19 Uhr, MBS-Arena) gegen den Schweriner SC schon vorab der Höhepunkt der Vereinsgeschichte.

Eine große Chance gegen Schwerin

Der Underdog fordert den zehnmaligen Meister, fünffachen Pokalsieger sowie ungeschlagenen Bundesliga-Tabellenführer und macht sich dennoch nicht klein. „Wenn wir unser Konzept umsetzen, auf das Feld gehen und Spaß haben, dann ist alles möglich“, sagt Potsdams Trainer Davide Carli. Der jüngste Bundesligasieg gegen Stuttgart habe der Mannschaft viel Selbstvertrauen gegeben. „Wir können stolz sein, was wir mit der jungen Mannschaft bisher erreicht haben. Gegen Schwerin gibt es die große Chance, den nächsten Schritt zu gehen“, betonte der Italiener, der zuvor vier Jahre in Schwerin als Co-Trainer tätig war. Selbst für seinen damaligen Chef, den nach wie vor amtierenden SSC-Coach Felix Koslowski, ist es „das wichtigste Spiel dieses Jahres für uns, dafür müssen wir auf den Punkt gesund, fit und mental richtig eingestellt sein“. Im Gegensatz zum Saisonauftakt, als Potsdam laut Carli „gegen abgezockte Schwerinerinnen“ in drei Sätzen jeweils 23:25 unterlag, wollen die Havelstädterinnen diesmal das bessere Ende für sich haben und als Pokal-Schreck den großen Coup landen.

Der Glaube an ein kleines Wunder

Carli sieht den Druck bei den Gästen: „Schwerins Saisonziele sind Meisterschafts- und Pokalfinale. Wir haben keinen Druck, können vor heimischer Kulisse befreit aufspielen.“ Natürlich wollen auch die Potsdamerinnen ins Finale, das am 29. Januar in Mannheim vor 12.000 Zuschauern steigt – wie bei den Männern.

„Es ist nur noch ein Match, um das Endspiel zu erreichen“, sagt Björn Andrae, der Kapitän der Netzhoppers Solwo Königspark KW, die am Donnerstag (19 Uhr, Landkost-Arena) den jeweils 13-fachen Meister und Pokalsieger VfB Friedrichshafen zu Gast haben. „Realistische Chancen haben wir, wenn jeder bei uns eine Topleistung bringt und der VfB keinen guten Tag erwischt“, sieht auch Andrae, der mit den Männern vom Bodensee 2001, 2002 und 2003 dreimal in Folge Pokalsieger war, eine Mini-Chance. Wie die Potsdamerinnen setzen die Netzhoppers im wichtigsten Match der Vereinshistorie auf die Heimkulisse. „Wir haben bei uns zu Hause schon einige kleine Wunder geschafft“, macht Manager Arvid Kinder Mut.

So wollen die Netzhoppers am Donnerstag auch jubeln

So wollen die Netzhoppers am Donnerstag auch jubeln.

Quelle: Oliver Schwandt

Culic fordert Risikobereitschaft

Und Trainer Mirko Culic meint: „Im Volleyball ist das nicht so wie im Fußball, da hast du gegen so ein Spitzenteam normalerweise keine Chance. In neun von zehn Partien gegen Friedrichshafen verlierst du ganz klar. Aber wenn wir dieses eine Match erwischen, wo der VfB patzt und wir mit der nötigen Risikobereitschaft agieren, dann ist alles drin.“ Mit diesem Glauben will er seine Jungs aufs Spielfeld führen. „Wir müssen immer von Punkt zu Punkt, von Satz zu Satz schauen. Das wird auch eine Kopffrage“, erklärt Culic. Die Netzhoppers und der SC Potsdam könnten mit dem Finaleinzug wahrlich Brandenburger Volleyball-Geschichte schreiben.

Von Peter Stein

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