Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 5 ° bedeckt

Navigation:
Disco in der Umkleide

Volleyball Disco in der Umkleide

Die Damen des SC Potsdam haben es nach vielen Anläufen endlich gepackt. Dem Team von Trainer Alberto Salomoni gelang in der Volleyball-Bundesliga der erste Sieg beim amtierendem Meister Dresdner SC. Nach dem 3:2 am Mittwochabend ließ die Mannschaft in der Kabine eine spontane Siegesfeier starten.

Voriger Artikel
Überstunden ohne Belohnung
Nächster Artikel
Potsdamer Looping

Spontanes Jubelbild in der Dresdner Halle.

Quelle: facebook

Potsdam. Alberto Salomoni war nur Ohrenzeuge. Aus der Nachbar-Kabine hörte der Trainer des SC Potsdam am späten Mittwochabend, wie seine Mannschaft den sensationellen 3:2 (17:25, 25:23, 23:25, 27:25, 15:10)-Erfolg beim Dresdner SC in der Umkleide bejubelte. „Die Mädels haben sehr laut gefeiert und gesungen, sie waren überglücklich“, freute sich Salomoni am Tag danach.

Hippe legt Hip-Hop auf

Die Musikbeauftragte Saskia Hippe, die sich nach ihrer Angina mit 20 Punkten eindrucksvoll zurückmeldete, habe flotte Hiphop-Songs aufgelegt, berichtete Lisa Rühl aus der Kabine. Die Stimmung war sehr ausgelassen. Kein Wunder. Es war der erste Potsdamer Sieg beim amtierenden deutschen Meister seit dem Bundesliga-Aufstieg 2009.

Ohne Erwartungen

Nach nur einem Sieg aus den vergangenen fünf Spielen war der SCP als krasser Außenseiter an die Elbe gereist. „Keiner hat etwas von uns erwartet“, sagte Libera Lisa Rühl. Doch vielleicht war genau das der Schlüssel zum Sieg. Rühl: „Wir brauchen eine gewisse Leichtigkeit.“ Der Frust der letzten Wochen tat sein Übriges. „Die Mannschaft wollte es den Kritikern zeigen“, betonte Salomoni. „Die Mädels wissen, dass sie gut spielen können, gegen starke Gegner waren sie immer gut.“ Der Coach lobte insbesondere die Blockabwehr seiner Mannschaft. „Eine super Leistung.“ Und die Spielerinnen, die von der Bank gekommen sind. „Sie haben sofort funktioniert.“ Hinzu kam eine große Portion Einsatz. „Wir haben auch kämpferisch gezeigt, was wir drauf haben“, sagte Lisa Rühl. Nach zwei Stunden und zwölf Minuten Spieldauer war die Mannschaft entsprechend geschafft. „Einige hatten keine Kraft mehr zum Feiern“, berichtete Lisa Rühl von der ziemlich ruhigen Heimfahrt.

Platz sechs in Reichweite

Am Freitag sitzt das Team bereits wieder im Bus. Alberto Salomoni rechnet mit sechs Stunden Fahrzeit. Am Samstag (19.30 Uhr) tritt seine Mannschaft beim FTSV Straubing an und könnte mit einem Sieg auf den angestrebten sechsten Platz klettern. Denn Vilsbiburg, das den ersten direkten Playoff-Platz belegt, erwartet Tabellenführer Dresden. „Am Samstag wird es noch schwerer als in Dresden“, sagte Salomoni. „Wenn wir Erwartungen erfüllen mussten, hatten wir Probleme.“ Und nach diesem Sieg in Dresden erwartet das Team selbst eine ähnliche Leistung. „Wir sollten das Selbstvertrauen mitnehmen“, sagte Lisa Rühl. Dann stehen die Chancen gut, dass die Kabine wieder zur Disco wird.

Von Ronny Müller

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus SC Potsdam
SC Potsdam Saison 2016 / 2017

Die Mannschaft des SC Potsdam für die Saison 2016 / 2017 – Trainer und alle Spielerinnen

Auswahl taktischer Handzeichen

Mit diesen Kombinationen sprechen die Spielerinnen untereinander ihre Angriffe ab.