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Donnerwetter in der Kabine

Volleyball Donnerwetter in der Kabine

Die Damen des SC Potsdam haben sich in der Volleyball-Bundesliga einen weiteren Ausrutscher geleistet. Der Favorit verlor am Samstagabend beim Köpenicker SC mit 2:3 und droht als Tabellensiebter die direkte Playoff-Qualifikation zu verpassen. Möglicherweise kann eine Ex-Nationalspielerin helfen, das Team wieder in die Spur zu bringen.

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Saskia Hippe (Nr. 12) sammelte 32 Punkte und zeigte als eine der wenigen Potsdamerinnen Normalform.

Quelle: Gerhard Pohl

Berlin. Nach dem Donnerwetter schien zunächst die Sonne. Doch der Himmel verfinsterte sich schnell wieder. Die Bundesliga-Volleyballerinnen des SC Potsdam haben ihren Trainer am Samstagabend zu einer Kabinenansprache auf Presslufthammer-Niveau genötigt. Anschließend lief es besser. Doch im Tie Break gaben die Potsdamerinnen das Spiel beim Köpenicker SC ab. Nach der 2:3 (23:25, 26:28, 25:20, 25:21, 10:15)-Niederlage läuft der Tabellensiebte SCP Gefahr, den direkten Einzug in die Playoffs zu verpassen.

17:11-Führung im zweiten Satz

Vor knapp 750 Zuschauern in der Sporthalle Hämmerlingstraße verlor Potsdam den engen ersten Satz. Kann passieren. Wenn die Reaktion stimmt. Im zweiten Satz führte die Salomoni-Truppe dann auch bereits mit 17:11 – und verlor. Der Trainer schäumte und faltete das Team in der zehnminütigen Unterbrechung in der Kabine zusammen. Er sei sehr laut geworden, räumte der Italiener nach dem Spiel ein. „Wir haben den Anspruch direkte Playoff-Qualifikation. Dann kannst Du nicht 0:2 in Köpenick hinten liegen.“ Er bemängelte erneut die Einstellung. „Ich habe den Biss am Ende des Satzes vermisst. Man hat deutlich gesehen, wie wir bei den letzten Punkten gezittert haben. Wir bauen Führungen auf, bringen es aber nicht zu Ende.“

Mentalitätsproblem

Die Mannschaft bekommt das Mentalitätsproblem offenbar nicht in den Griff. Sie hat Qualität, sie hat Erfahrung. Aber sie hat nicht den letzten Willen. „Ich verteidige die Mannschaft immer“, knurrte Salomoni. „Heute nicht. Es ist immer das Gleiche, das nervt.“ Der Coach war auf 180, denn der Gastgeber, Tabellenelfter und in seinen Mitteln beschränkt, kämpfte Potsdam nieder. „Köpenick hatte mehr Courage. Uns fehlt der Mut, den Gegner zu killen.“

Tie Break klar verloren

In den Sätzen drei und vier zeigte Potsdam in Ansätzen, welches Potenzial die Mannschaft hat, profitierte aber auch von zahlreichen Fehlern der Berlinerinnen. „Wir haben von uns einen Sieg erwartet“, sagte Libera Lisa Rühl. „Die Pause war positiv für uns. Im Tie Break haben wir aber genauso gespielt wie am Anfang.“ So schnappte sich Köpenick den fünften Satz relativ ungefährdet.

Kathy Radzuweit wieder an Bord

Ex-Nationalspielerin Kathy Radzuweit konnte in dieser Phase noch nicht helfen. Die 33-Jährige, die nach drei Jahren beim SCP im Sommer 2015 ihre Kariere beendete, ist wieder da. Sie trainiert seit Donnerstag mit dem Team und stand im Kader, braucht aber noch Zeit, um wieder auf Bundesliga-Niveau zu kommen. Sie stieß zur Mannschaft, um für eventuelle Ausfälle gewappnet zu sein. Unklar ist, ob Radzuweit schon für das Heimspiel am Mittwoch (19 Uhr, MBS-Arena) eine Alternative ist. Sicher nicht dabei ist Yvonne Montano, die wegen eines Knorpelschadens im Knie operiert werden muss. „Wir haben gegen Schwerin nichts zu verlieren“, sagte Salomoni. In der Verfassung vom Samstag aber auch nichts zu gewinnen.

Von Ronny Müller

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