Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -3 ° Nebel

Navigation:
Potsdam schlägt sensationell Stuttgart

Volleyball Potsdam schlägt sensationell Stuttgart

Der Frauenvolleyball-Bundesligist setzt sich überraschend mit 3:1 gegen die beste deutsche Mannschaft durch und sammelt Mut für das Pokalhalbfinale gegen Schwerin. Lisa Gründing ragte heraus.

Voriger Artikel
Lisa Rühl: Anführerin mit neuem Amt
Nächster Artikel
Das Pokalfinale ruft – SC Potsdam und Netzhoppers vor historischen Spielen

Mittelblockerin Lisa Gründing (am Ball) gehörte gegen Stuttgart zu den stärksten Potsdamerinen.

Quelle: Gerhard Pohl

Potsdam. Ein Zuschauer verlor seine Stimme – und vielleicht auch ein bisschen sein Herz. „Liiiiisa!“, schrie er immer wieder inbrünstig, wenn Lisa Gründing vom Volleyball-Bundesligisten SC Potsdam eine gute Aktion hatte. Und davon gab es am Sonntagabend einige beim spektakulären 3:1 (29:27, 22:25, 25:20, 25:23)-Erfolg gegen den Vizemeister MTV Stuttgart.

Lisa Gründing hatte sich die Startaufstellung verdient. „Es ist mir schwer gefallen, Wiebke Silge draußen zu lassen. Aber Lisa hat die Woche über im Training gut gearbeitet“, sagte Trainer Davide Carli. Das Training spiegelte sich im Match gegen die von vielen Experten als derzeit beste deutsche Mannschaft eingestuften Stuttgarterinnen. „Es hat bei mir von Anfang an gut geklappt“, freute sich Mittelblockerin Gründing. „Aber wir haben auch als Team gut gekämpft.“

„Liiiiisa!“

Im ersten Satz führte Potsdam vor 1192 Zuschauern in der MBS-Arena zunächst, rannte dann jedoch einem Rückstand hinterher. Beim Stand von 20:23 brachte Carli Sophie Dreblow für Ljubica Kecman und stellte damit neben Lisa Rühl eine zweite gelernte Libera auf, um die Annahme zu verbessern. Der Schachzug ging auf: Potsdam drehte den Spieß um und zwang das Publikum beim Stand von 24:23 zu Gymnastik. Bei jedem Satzball standen die Zuschauer auf und setzten sich gleich wieder hin. Dreimal konnte Stuttgart abwehren, dann leuchtete das 29:27 auf der Anzeigetafel auf.

Mut für das Pokalhalbfinale

Im zweiten Durchgang ließ der SCP nicht nach, verlor dennoch 22:25. „Wir haben konstant gut gespielt, auch im zweiten Satz“, sagte die 24-jährige Gründing. Den dritten Durchgang gewannen die Brandenburgerinnen relativ souverän. Lisa Gründing:„Danach hatte ich das Gefühl, dass wir auch den vierten Satz gewinnen.“ Und so sah es lange aus. Potsdam führte meist mit sechs Zählern, immer wieder steuerte Gründing Blockpunkte bei oder verwandelte Angriffsschläge. „Liiiiisa!“ Stuttgart schien müde zu werden, der Supercupsieger hatte am Samstag 3:1 bei VCO Berlin gewonnen. Am Ende wurde es aber spannend, doch die Carli-Truppe behielt die Ruhe und verwandelte den ersten Matchball. „Gegen Stuttgart gewinnen nicht viele Mannschaften, deshalb zählt dieser Sieg doppelt“, jubelte der Trainer. Sein Team nehme Emotionen, Spaß und Selbstverständlichkeit im Spiel mit in das Pokalhalbfinale am Mittwoch (19 Uhr) gegen den Schweriner SC. „Wir sind hochmotiviert und wollen gegen Schwerin ins Pokalfinale einziehen“, sagte Lisa Gründing. Als die Wahl zur wertvollsten Potsdamer Spielerin angekündigt wurde, hieß es wieder: „Liiiiisa!“ Gründing wurde tatsächlich „MVP“. Die Stimme des Fans klang schon etwas brüchig, aber bis Mittwoch sollte das wieder okay sein.

Von Ronny Müller

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus SC Potsdam
SC Potsdam Saison 2016 / 2017

Die Mannschaft des SC Potsdam für die Saison 2016 / 2017 – Trainer und alle Spielerinnen

Auswahl taktischer Handzeichen

Mit diesen Kombinationen sprechen die Spielerinnen untereinander ihre Angriffe ab.