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Potsdamer Volleyballerin Lisa Rühl beendet Karriere

Volleyball-Bundesliga Potsdamer Volleyballerin Lisa Rühl beendet Karriere

Die Annahme-Expertin des Bundesligisten SC Potsdam erwartet ein Baby und drückt ihrer Nachfolgerin die Daumen.

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Lisa Rühl kam 2010 von Aurubis Hamburg zum SC Potsdam.

Quelle: Verein

Potsdam. Lisa Rühl ist in den vergangenen sieben Jahren zum Gesicht des Volleyball-Bundesligisten SC Potsdam geworden. Nun braucht der Verein ein neues Aushängeschild – die 27-Jährige erwartet Anfang Dezember ein Kind und beendet ihre Karriere. „Wir freuen uns sehr auf das, was kommt“, sagt Lisa Rühl, die mit Potsdams Bundesliga-Wasserballer und Ex-Nationalspieler Hannes Schulz liiert ist.

„Ich habe alle Höhen und Tiefen miterlebt“

Allerdings sei sie auch ein klein wenig traurig wegen ihres sportlichen Abschieds: „Ich bin seit sieben Jahren beim SC Potsdam, Volleyball ist ein Teil meines Lebens.“ 2010 – ein Jahr nach dem Potsdamer Aufstieg in die Bundesliga – war die gebürtige Dessauerin von Aurubis Hamburg zum SC gewechselt. „Ich habe alle Höhen und Tiefen miterlebt“, erzählt die angehende Grundschullehrerin, die Sport und Deutsch studiert. „Der Höhepunkt war das allererste Spiel in der MBS-Arena. Die Halle war extrem voll.“ Tiefpunkt sei die Saison 2015/16 gewesen, in der Potsdam trotz höherer Erwartungen nur Vorrundensiebter wurde und dann im Viertelfinale ausschied. „Es hat vom Team her nicht gepasst. Deshalb haben wir nicht das gespielt, was wir konnten.“

Comeback nicht ausgeschlossen

Die abgelaufene Saison war dagegen mit Platz vier in der Vorrunde ein Erfolg, der Lisa Rühl noch enger mit dem Club verbunden hat. Sie werde künftig sicher bei vielen Spielen auf der Tribüne sitzen und ihrem ehemaligen Team die Daumen drücken. „Mal sehen, wie es ist, ein Heimspiel als Zuschauer zu erleben.“ Ein Comeback ist nicht geplant, aber Lisa Rühl schließt auch nichts aus. „Ich möchte mir das gerne offenhalten. Später werden wir sehen, ob es machbar ist mit zwei Leistungssportlern und einem Kind.“

SCP-Trainer Davide Carli freut sich sehr für die Libera. „Lisa war unser Kapitän. Ich bin stolz, dass ich ihr Trainer war. Und der Verein ist super dankbar.“ Sportlich macht sich Carli aber keine Sorgen, die Lücke zu füllen. „Wenn eine Spielerin geht, kommt eine neue.“ In diesem Fall rückt Sophie Dreblow zur ersten Libera auf. Carli: „Ich bin mir total sicher, dass Sophie das kann.“ Derweil laufen noch Überlegungen, eine weitere Libera als Ergänzung zu verpflichten.

Sieben Spielerinnen unter Vertrag

Aktuell stehen sieben Damen unter Vertrag: Die bisherigen Bundesligaspielerinnen Sophie Dreblow, Ivona Svobodnikova, Ann-Marie Knauf, Denise Imoudu, Anne Hölzig sowie Emilia Weske aus eigenem Nachwuchs. Hinzu kommt Lisa Gründing, die demnächst zur deutschen Nationalmannschaft reist und nunmehr die Akteurin mit der längsten SCP-Vita ist. Die 25 Jahre alte Mittelblockerin kam 2011 vom SC Langenhagen (Niedersachsen) an die Havel.

Bei weiteren Personalentscheidungen hält sich Trainer Carli noch bedeckt. Sicher sei bisher nur, dass neben Lisa Rühl auch Wiebke Silge und Kimberly Drewniok ausscheiden. „Wir sind gerade in einer entscheidenden Phase“, sagt Carli, der seine Vorstellungen mit Manager Toni Rieger bespricht.

Saisonstart am 14. Oktober

Der Kader soll bis zum Trainingsstart Anfang August „zu 90 Prozent“, so Carli, stehen. Derzeit trainiert er mit dem verbliebenen Team, erst ab Anfang Juli ist Sommerpause. Saisonstart ist wahrscheinlich am 14. Oktober.

Lisa Rühl sitzt dann möglicherweise auf der Tribüne in der MBS-Arena und achtet insbesondere auf ihre Nachfolgerin Sophie Dreblow. „Ich drücke ihr die Daumen und habe keine Bedenken, dass sie es packt.“

Von Ronny Müller

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