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SC Potsdam: Fehlstart ins neue Jahr

Blamables 0:3 gegen Aachen SC Potsdam: Fehlstart ins neue Jahr

Zum Auftakt der Rückrunde klappt nichts, aber auch gar nichts mehr: Die Volleyballerinnen des SC Potsdam verlieren in der Bundesliga gegen Aachen glatt mit 3:0. SC-Trainer Alberto Salomoni ist stinksauer und hält nach der Partie eine Brandrede.

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Tohuwabohu auf der Potsdamer Seite: Kathy Radzuweit, Lisa Gründing und Jessica Rivero (v.l.) auf der Suche nach dem Ball.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Unfreiwilliges Knutfest bei den Volleyballerinnen des SC Potsdam. Am Samstagabend brannte bei der 0:3 (22:25, 16:25, 21:25)-Klatsche in der Bundesliga gegen die Ladies in Black aus Aachen der (Weihnachts-)Baum lichterloh. Nur vier Tage nach dem phasenweise hochklassigen Spiel beim 2:3 gegen Wiesbaden klappte zum Auftakt der Rückrunde nichts, aber auch gar nichts mehr.

SC-Trainer Alberto Salomoni war stinksauer, beorderte sofort nach der Partie seine Mannschaft in die Kabine der MBS-Arena und hielt mit hochrotem Kopf eine Brandrede ‒ Teil eins. Teil zwei übernahm Manager Toni Rieger. Bei den Spielerinnen flossen Tränen. Die Verantwortlichen zeigten sich nach dem Fehlstart ins neue Jahr tief enttäuscht. "So kann es nicht weitergehen. Hier macht jeder was er will. Wir haben uns selbst geschlagen, wir fanden als Gegner für Aachen im Prinzip gar nicht statt", machte SC-Geschäftsführer Peter Rieger seiner Verärgerung Luft.

Zum Auftakt der Rückrunde klappte nichts, aber auch gar nichts mehr: Die Volleyballerinnen des SC Potsdam verloren am Samstagabend in der Bundesliga gegen Aachen glatt mit 3:0. SC-Trainer Alberto Salomoni hielt nach der Partie eine Brandrede.

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Nachdem der erste Frust gelöscht war und die Betriebstemperatur wieder etwas unter dem Siedepunkt lag, versuchte Salomoni seine Sicht des kollektiven Blackouts zu erläutern: "Man kann ja verlieren, aber nicht so. Das geht gar nicht. Jedes Mal, wenn es darum geht, gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner zu punkten, zerfällt die Mannschaft. Wir haben keine Führungsspielerin. Das ist unser Problem. Keiner ist bereit, Verantwortung zu übernehmen."

Der Italiener, der im dritten Satz aus lauter Enttäuschung in der zweiten Auszeit schon kein Wort mehr an die völlig verunsicherten Spielerinnen richtete, meinte völlig konsterniert: "Alle hatten Angst, jede hat versucht, sich hinter der anderen zu verstecken."

Der Abend vor 1103 Zuschauern begann mit einer Hiobsbotschaft. Mittelblockerin Bernarda Cutuk fiel mit einer Zerrung aus. So kam Kapitän Kathy Radzuweit von Anbeginn. Doch die 32 Jahre alte Ex-Nationalspielerin spielt seit Wochen weit unter Normalform, fügte sich beim Fehler-Festival der Rothemden nahtlos ein. Allein im ersten Satz gab es sieben Aufschlagfehler, insgesamt 13. Kamen die Potsdamerinnen mal halbwegs ins Spiel, stellten sie sich immer wieder selbst ein Bein.

Selbst die Einwechslungen brachten nichts. Im dritten Satz kam Doreen Engel für Giulia Carraro im Zuspiel. Doch der unstete Spielaufbau setzte sich fort. Bis zum 8:7 lag der SC sogar mal vorn, aber die Gäste spielten ihr Konzept ruhig weiter, nahmen die nachträglichen Weihnachtsgeschenke der Potsdamerinnen dankend an und revanchierten sich für die 2:3-Hinspielniederlage.

Der Fehlstart kann fatale Folgen haben. Zwar liegt Potsdam mit 18 Punkten weiter auf Platz fünf, aber Aachen als Siebter hat nun nur noch drei Punkte Rückstand. "Wenn wir weiter mit so viel Schiss auftreten, dann schaffen wir die Playoffs nicht", warnte Salomoni.

Von Peter Stein

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