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SC Potsdam kämpft sich im Tiebreak zurück

Volleyball, SC Potsdam SC Potsdam kämpft sich im Tiebreak zurück

Die Volleyballerinnen des SC Potsdam wollten nach der englischen Woche mit dem Pokal-Knaller gegen Schwerin am Mittwoch eigentlich kurzen Prozess machen im Bundesligaspiel beim VfB Suhl. Doch es kam anders.

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Potsdams Team nach dem Sieg in Suhl mit den Fans: erschöpft, aber happy.
 

Quelle: verein

Suhl.  Der große Jubel blieb aus. Als nach zwei Stunden und acht Minuten der Matchpunkt endlich unter Dach und Fach war, sackten die Volleyballerinnen des SC Potsdam erstmal erschöpft auf den Boden. Mit 3:2 (25:21, 25:21, 23:25, 21:25, 15:13) hatten sie am Samstag beim VfB Suhl den vierten Sieg im sechsten Saisonspiel der Bundesliga hart erkämpft.

Eine 23:19-Führung im dritten Satz verspielt

„Kompliment an meine Mannschaft, dass sie sich trotz schwindender Kräfte im Tiebreak noch mal aufgerafft und doch noch den zweiten Punkt geholt hat“, sagte Trainer Davide Carli, der vor 950 Zuschauern in der Suhler Wolfsgrube ein Auf und Ab erlebte. Nach zwei souverän gewonnenen Sätzen führten die Potsdamerinnen auch im dritten Durchgang bereits mit 23:19, ließen sich aber dann durch drei Asse der mit vollem Risiko aufschlagenden Suhler Mittelblockerin Beth Carey aus dem Konzept bringen. Die Thüringerinnen verkürzten nicht nur, sondern schafften gar den Satzausgleich. Auch im Tiebreak ging es wieder hoch und runter, vertändelte der SC eine 8:5- und eine 12:9-Führung zum 12:12. „Mit etwas Glück haben wir es irgendwie noch geschafft“, räumte Carli ein, dessen Spielerinnen aufgrund der englischen Woche am Ende platt wie eine Flunder zehn Minuten mit dem Hallenboden im engsten Kontakt blieben.

Einwechslerinnen sind Schlüssel zum Sieg

„Es war einfach keine Energie mehr da“, sagte der Trainer. „Anders ist der Blackout im dritten Satz nicht zu erklären. Die Spiele gegen Stuttgart und Schwerin haben viel Kraft gekostet. Aber mit dem letzten Funken wurde der Kampfgeist noch mal angeheizt, da muss ich allen ein großes Kompliment machen.“

Dabei schloss er die Einwechslerinnen unbedingt mit ein. Während vor allem Außenangreiferin Ljubica Kecman – wie schon gegen Schwerin erneut zur wertvollsten Spielerin gekürt – und Mittelblockerin Lisa Gründing bei den Gästen herausragten, konnten auch die von der Bank gekommenen Kimberly Drewniok (Diagonal) und Ann-Marie Knauf (Zuspiel) überzeugen. „Sie haben uns gerettet“, schätzte Carli ein. „Das war der Schlüssel zum Sieg.“ Ein besonderes persönliches Erfolgserlebnis feierte die kurzzeitig eingewechselte Sophie Dreblow. Die Jüngste im Team spazierte forsch zum Aufschlag und legte ebenso drei Asse hin, darunter zwei Netzroller. Zur dringend notwendigen Erholung gab der Coach für Montag trainingsfrei.

Von Peter Stein

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