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SC Potsdam startet mit jungem Team in die Saison

Volleyball, SC Potsdam SC Potsdam startet mit jungem Team in die Saison

Es geht schon wieder los. Die Volleyballerinnen des SC Potsdam starten am Samstag mit einem Kracherspiel gegen Ex-Meister Dresdner SC in die neue Bundesliga-Saison. Die MAZ stellt das neue Team vor.

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Die Volleyballerinnen des SC Potsdam um Kapitän Ivona Svobodnikova (am Ball) starten in die Saison.

Quelle: Gerhard Pohl

Potsdam. Aberglaube hin oder her. Nach schlechten Erfahrungen in früheren Jahren halten sich die Verantwortlichen beim SC Potsdam vor dem Start in die neue Volleyball-Bundesliga-Saison 2017/18 bei den Frauen mit Prognosen zurück. „Damit sind wir im Vorjahr ganz gut gefahren. Wir wollen die Mannschaft nicht von Anbeginn unter Druck setzen“, sagt Manager Toni Rieger. „Aber wir wollen da anknüpfen, wo wir in der letzten Saison aufgehört haben.“

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Mit zwölf Spielerinnen startet Cheftrainer Davide Carli mit dem SC Potsdam in die Volleyball-Bundesliga-Saison 2017/18.

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Im ersten Jahr unter dem neuen Cheftrainer Davide Carli, der den Staffelstab von seinem italienischen Landsmann Alberto Salomoni übernommen hatte, konnte sich der SC Potsdam erstmals unter den Top vier nach der Hauptrunde behaupten und zog zudem ins Pokal-Halbfinale ein. Doch im Meisterschafts-Viertelfinale kam beim Duell des Vierten gegen den Fünften (Wiesbaden) erneut das Aus in der ersten Playoff-Runde.

Vier neue Spielerinnen in der ersten Mannschaft

Nun nimmt Carli mit dem Team einen neuen Anlauf. Gab es im Vorjahr mit sechs Spielerinnen einen größeren Umbruch, so fiel der Umbau diesmal moderat aus. Unterm Strich bleibt aber, die Mannschaft hat sich weiter verjüngt. Das liegt nicht nur an den beiden aufgerückten Talenten Emilia Weske (16 ) und Natalie Wilczek (17) aus dem eigenen Nachwuchs. Auch die beiden weiteren Neuzugänge Antonia Stautz (23) und die Serbin Natasa Cikiriz (22) sind noch jung und haben Potenzial für die Zukunft wie die gesamte Mannschaft, die mit einem Durchschnittsalter von 22 Jahren das jüngste Team in der Bundesliga ist – abgesehen vom VC Olympia Berlin.

Rieger weiß um das Risiko, sieht aber keine Alternative: „Wir wollen ja auf den eigenen Nachwuchs setzen.“ Der Abgang von Roslandy Acosta auf der Außen-Annahme-Position wiegt besonders schwer. Libera und Kapitänin Lisa Rühl hat ihre Karriere beendet und erwartet ein Baby. Dafür rückt nun Sophie Dreblow in die erste Reihe. Die 19-Jährige durchlief diverse Nachwuchs-Auswahlmannschaften des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV), kam auch in der Vorsaison öfter zum Einsatz. Es wird kein Sprung ins kalte Wasser für die gebürtige Schwedterin, die exemplarisch für die von Rieger zuvor genannte Vereinsphilosophie steht.

Wieder Heimstärke zeigen

Trainer Carli gibt sich vor dem Auftaktspiel am Sonnabend (19 Uhr, MBS-Arena) gegen Ex-Meister Dresdner SC zuversichtlich: „Wir hatten eine gute Vorbereitung, haben viel gegen internationale Mannschaften getestet. Wir sind bereit für den Start.“

Natürlich will er „auf jeden Fall die direkte Qualifikation für die Playoffs schaffen“. Das Ziel bestätigt Rieger, der ergänzt: „Dann müssen wir schauen, dass wir ab Viertelfinale noch eine Schippe drauflegen können.“ Carli will an die Heimstärke der vergangenen Saison – neun von elf Spielen wurden gewonnen – anknüpfen. „Wir wollen guten Volleyball bieten und Spaß haben, also auch den Zuschauern etwas bieten. Klar, über Siege freuen sich alle.“

Nach Analyse des Cheftrainers werde auch in der kommenden Saison den großen Drei der Liga Schwerin, Stuttgart und Dresden nur schwer beizukommen sein. Dahinter sei das Gerangel zwischen Wiesbaden, Vilsbiburg, Münster, Aachen und Potsdam besonders groß. „Grundsätzlich kann in der Liga jeder jeden schlagen“, sieht Carli immer auch eine Siegchance.

Vier Neuzugänge

Neu im zwölfköpfigen Kader des SC Potsdam sind vier Spielerinnen.

Natasa Cikiriz hat die schwere Aufgabe, auf der Außen-Annahme-Position die abgewanderte Topscorerin Roslandy Acosta zu ersetzen. Die 22 Jahre alte Serbin ist 1,94 Meter groß und spielte zuletzt beim polnischen Erstligisten MKS Muszynianka Muszyna.

Ebenfalls auf Außen-Annahme spielt Antonia Stautz. Die 23-Jährige kam vom Liga-Rivalen Schwarz-Weiß Erfurt nach Potsdam. Sie spielte einst beim SC Langenhagen in Niedersachsen. Das ist auch der Heimatverein von Potsdams Mittelblockerin Lisa Gründing.

In die erste Mannschaft aufgerückt sind zudem Mittelblockerin Natalie Wilczek (17) und Diagonalangreiferin Emilia Weske (16) aus dem eigenen Nachwuchs. Letztere gab bereits im Vorjahr ihr Debüt in der Bundesliga.

Von Peter Stein

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