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Überstunden ohne Belohnung

Volleyball Überstunden ohne Belohnung

Die Potsdamer Volleyballerinnen haben die schlechteste Tie-Break-Quote ihrer Bundesliga-Geschichte. Von acht Extra-Sätzen gewann die Mannschaft von Alberto Salomoni nur einen. Beim Auswärtsspiel in Dresden ist aber Saskia Hippe wieder als Hoffnungsträgerin dabei.

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Im Hinspiel unterlag Potsdam mit Manuela Roani gegen Dresden im Tie-Break mit 13:15.

Quelle: Gerhard Pohl

Potsdam. Wenn Saskia Hippe einen Husten hat, hütet gleich der gesamte SC Potsdam das Bett. Ohne die beste Punktesammlerin lahmt der Volleyball-Bundesligist. So wie beim 2:3 am Samstag gegen Hamburg, als die 25-Jährige wegen einer Angina ausfiel. Am heutigen Mittwoch beim Dresdner SC (19 Uhr) soll die Diagonalangreiferin wieder dabei sein.

Direkte Playoff-Quali in Gefahr

Gegen den Tabellenführer ist Potsdam Außenseiter. „Dresden hat im Moment einen Gang mehr als alle anderen Mannschaften. Wir müssen vor allem ein gutes Spiel abliefern, um uns für die wichtigen Partien in Straubing und gegen VCO Berlin Selbstvertrauen zu holen“, sagt Alberto Salomoni. Denn dann werden die Weichen gestellt, ob Potsdam die direkte Playoff-Qualifikation schafft. Um so wichtiger wäre, dass die zweitbeste Angreiferin der Liga am heutigen Mittwoch wieder auf der Platte steht. „Wir werden sehen, ob sie von Anfang an spielt“, sagt Trainer Salomoni. „Sie war eine Woche krank und braucht ein paar Tage, um wieder bei einhundert Prozent zu sein.“

Nur ein Sieg bei acht Versuchen

Schließlich müsste Hippe sich ein paar Körner für einen eventuellen Tie-Break aufheben. Die Potsdamerinnen sind die Überstunden-Königinnen der Liga. In 19 Spielen gab es acht Tie-Breaks. Kein Team hat mehr Entscheidungssätze absolviert. Doch die Bilanz ist bitter: Nur ein Sieg bei acht Versuchen, das ist die schlechteste Tie-Break-Quote der Potsdamer Bundesliga-Geschichte. „Wir haben einige Tie-Breaks unglücklich verloren“, sagt Salomoni. Tatsächlich hieß es drei Mal 13:15.

Niederlagen kosten Nerven

Dennoch sind die Tie-Break-Niederlagen ein Symptom für die Krankheit, an der der SCP schon die ganze Saison laboriert. Salomoni: „Die Mannschaft schafft es nicht, ein ganzes Spiel an sich zu glauben, der Wille lässt nach.“ Wenn es eine Verlängerung gibt, haben beide Teams einen Punkt sicher. Doch wenn es darum geht, sich einen weiteren Zähler zu schnappen, versagt Potsdam regelmäßig. „Das kostet Energie und Nerven“, räumt Salomoni ein.

Rückstand auf Vilsbiburg ist gering

Andererseits zieht der Italiener auch Honig aus den Tie-Breaks: „Wir spielen sicher nicht die beste Saison, aber wir punkten oft und konstant. Das sollte uns Ruhe geben.“ Potsdam als Tabellensiebter hat nur acht Spiele gewonnen. Vilsbiburg, das als Sechster den ersten direkten Playoff-Platz belegt, hat derweil bereits zehn Spiele gewonnen. Dennoch beträgt Potsdams Rückstand nur einen Zähler. „Wir sind noch dran. Die Spielerinnen haben gelitten und viel investiert, sie haben den Erfolg verdient“, betont Salomoni, der fünf Spiele vor Ende der Hauptrunde an sein Team appelliert: „Wenn es eng wird, müssen einige mehr Verantwortung übernehmen. Wir dürfen keine Angst haben.“ Die ständigen Pleiten seien ein Teufelskreis, sagt der Coach. Der Verein hat sogar schon überlegt, einen Sportpsychologen einzuschalten, um den Spielerinnen Rat für brisante Spielsituationen anzubieten. Doch die einfachste Lösung hat Salomoni parat: „Der beste Psychologe ist ein Sieg.“

Von Ronny Müller

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