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Volleyballerin Lisa Gründing vor ihrem EM-Debüt

Volleyball, SC Potsdam Volleyballerin Lisa Gründing vor ihrem EM-Debüt

Am Freitag beginnt in Aserbaidschan die Volleyball-Europameisterschaft der Frauen. Zum deutschen Nationalteam zählt auch Lisa Gründing vom SC Potsdam.

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Lisa Gründing im Einsatz für das Nationalteam.

Quelle: Foto: DVV

Potsdam. Am Mittwoch stieg Lisa Gründing in den Flieger. Reiseziel: Baku. In der Hauptstadt Aserbaidschans beginnt am Freitag die Volleyball-Europameisterschaft. „Ich freue mich riesig darauf, so ein großes Turnier mit der Nationalmannschaft spielen zu können“, sagt die Mittelblockerin vom SC Potsdam vor ihrem EM-Debüt.

Denn es ist gerade mal drei Wochen her, da gab sie ihren Einstand in der A-Auswahl. Vor fünf Jahren spielte Lisa Gründing mal bei der U23-WM – inzwischen ist viel passiert. Zum Beispiel wurde Potsdams Nummer 9 von der Außen-Annahme-Position in den Block transferiert. In der Saison 2014/15 hatten sich die Mittelblockerinnen Bernarda Cutuk und Kathy Radzuweit nacheinander verletzt. Der damalige SC-Coach Alberto Salomoni machte aus der Not eine Tugend und schulte Lisa Gründing zur Mittelblockerin um. „Das hat einige Zeit gebraucht. Erst nach und nach habe ich mich auf dieser Position besser gefühlt“, sagt die 25-Jährige, die nach dem Bachelorabschluss ein Masterstudium für Gesundheitsmanagement aufgenommen hat.

In der EM-Vorbereitung durchgesetzt

Der Durchbruch gelang erst in der vergangenen Saison unter dem neuen Trainer Davide Carli. Der Italiener lobt: „Lisas Leistung im letzten Jahr spricht für sie. Sie hat sich im Team ihren Stammplatz erkämpft. Sie ist wichtig für unsere Mannschaft, hat eine positive Ausstrahlung.“ Dass sie sich nun auch in der Nationalmannschaft durchsetzen konnte, sei für Carli nur folgerichtig. „Sie hat in der EM-Vorbereitung sehr gut gearbeitet.“ Bundestrainer Felix Koslowski beorderte die Potsdamerin, die im Nationalteam die Nummer 22 trägt, sogleich in seine „Starting Six“. Die Novizin bestand die Aufnahmeprüfung und wurde mit der EM-Nominierung belohnt.

Die Hälfte des Teams steht vor dem EM-Debüt

Im 14-köpfigen Kader steht die Hälfte, inklusive Lisa Gründing, vor der EM-Premiere. Neben der Havelstädterin, die vor der Abreise noch einmal zu Hause bei ihren Eltern in Burgdorf bei Hannover weilte, gehören mit Marie Schölzel (Schwerin), Leonie Schwertmann und Jennifer Pettke (beide Vilsbiburg) drei weitere Mittelblockerinnen zum Team. „Wir haben eine gute Mischung aus jüngeren und erfahrenen Spielerinnen“, sagt Lisa Gründing. Angeführt wird das im Schnitt 24,6 Jahre alte Team von Kapitänin Maren Fromm, die vor ihrer sechsten Kontinentalmeisterschaft steht. Sie ist mit 31 Jahren sowie 290 Länderspielen älteste und erfahrenste Spielerin. Lisa Gründing hat inzwischen drei Einsätze hinter sich. Trotz der Niederlagen in der EM-Vorbereitung gegen die Türkei, die Niederlande und Belgien gibt sie sich zuversichtlich: „Die Spiele waren ja zum Testen und Lernen. Mir hat das enorm viel gebracht. International wird auf weitaus höherem Niveau als in der Bundesliga gespielt. Wir sind alle positiv gestimmt, weil wir uns immer besser zusammengefunden haben.“

Wiedersehen mit Alberto Salomoni

Zu den EM-Zielen hält sich Lisa Gründing zurück. EM-Medaillen wie in der Vergangenheit seien angesichts des größeren Umbruchs illusorisch. Das Viertelfinale wollen die Schmetterlinge auf jeden Fall erreichen. Los geht es am Freitag in der Vorrunde gegen Polen (18.30 Uhr). Dann folgen Ungarn (Sonntag, 18.30 Uhr) und Gastgeber Aserbaidschan (Montag, 16 Uhr, alle live in Sport1). Der Gruppenerste zieht direkt in die nächste Runde ein. Gegen Ungarn trifft Lisa Gründing alte Bekannte wieder. Der Nationaltrainer der Magyarinnen ist Alberto Salomoni. Der Italiener war von 2011 bis 2016 Vereinschefcoach in Potsdam, unter dem Lisa Gründing zur Mittelblockerin wurde. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich Alberto so schnell wiedertreffe“, meint sie. Auch Potsdams Ex-Assistenzcoach Fabio Aiuto zählt zum Betreuerstab Ungarns.

Von Peter Stein

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