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Virtuose Zuspielerin Katic verstärkt SC Potsdam

Volleyball-Bundesliga Virtuose Zuspielerin Katic verstärkt SC Potsdam

Unter den vielen neuen Gesichtern beim Volleyball-Bundesligisten SC Potsdam kommt ihr zwangsläufig eine Schlüsselrolle zu: Die Kroatin Marina Katic wird die neue Nummer eins im Zuspiel sein.

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Voll fokussiert: Zuspielerin Marina Katic wechselte in der Sommerpause von Imoco Congliano nach Potsdam.

Quelle: Detlev Scheerbarth

Potsdam. Trainer Alberto Salomoni legt sich schon mal fest: „Ich werde viel Spaß mit ihr haben“, meint er zur neuen Zuspielerin Marina Katic beim Volleyball-Bundesligisten SC Potsdam. So viel Vorschusslorbeer war selten. Aber der italienische Coach, der sich mit Katic bestens in seiner Muttersprache unterhalten kann, hält sehr viel von der 31 Jahre alten Kroatin. „Sie bringt unglaublich viel Erfahrung mit, das wird unserem Spiel ganz sicher weiterhelfen. Doch sie ist nicht nur sportlich eine Bereicherung, sondern hat auch einen sehr guten Charakter. Marina ist trainingsfleißig, scheut sich nicht vor hohen Trainingsbelastungen.“ Dazu meint die Spielerin, die das Trikot mit der Nummer 5 tragen wird: „Von nichts kommt nichts. Ich weiß, wer etwas erreichen will, muss dafür hart arbeiten. Dazu bin ich bereit.“

Katic musste sich zwischen Klavier und dem Volleyball entscheiden

Dabei war ihr der Volleyball nicht in die Wiege gelegt worden. Ihre Eltern Mladen und Senka brachten Marina Katic, die in Solin etwa zehn Kilometer nördlich von Split aufwuchs, zunächst zum Klavierspiel. Das lernte sie eifrig. Doch der Sportlehrer an ihrer Schule löcherte das großgewachsene Mädchen ständig, ob sie nicht mal zum Volleyball kommen wolle. Als sie 13 war, siegte dann der Volleyball über das Piano. „Eins ging nur, denn ich musste zwischen Schule, Training und Zuhause ganz schön pendeln. Wenn ich den Bus verpasst hatte, bin ich auch gelaufen“, erinnert sich die 1,84 Meter große Spielerin, die ihre Karriere beim Club Brda in Split begann. „Meine Eltern waren da nicht so begeistert, hatten auch keine Zeit, mich ständig vom Training abzuholen.“ Nach einem Jahr wechselte sie zum Topclub Kastela, debütierte mit 16 in der ersten Mannschaft und gewann Meisterschaft und Pokal. Mit 17 Jahren kam sie in die Nationalmannschaft Kroatiens. Zwei Jahre später erfolgte bereits der Wechsel ins Ausland: Sie ging zu Sirio Perugia in die Serie A1 und lernte Italienisch.

Auch hier kam der Anstoß von Außen. „Ich wurde von verschiedenen Managern angesprochen, ob ich nicht ins Ausland wechseln wolle. Das wäre gut für meine Karriere. Ich habe damals gar nicht daran gedacht, dass dies schon möglich wäre“, erzählt sie über die Anfänge. In Italiens Topteam Perugia habe sie zwar als junge Zuspielerin wenig Einsatzzeiten gehabt, aber die Mannschaft war in Meisterschaft, Pokal und Champions League sehr erfolgreich. Danach folgten weitere Gastspiele in Frankreich, der Schweiz, wieder Italien, Aserbaidschan, Polen und zuletzt bei Imoco Congliano bei Treviso – insgesamt spielte sie fünf Jahre in Italien bei vier verschiedenen Clubs.

Katic: „Die Mannschaft hat eine gute Mischung“

Über ihren Wechsel nach Deutschland sagt Marina Katic: „Natürlich ist auch für mich in Potsdam alles neu. Ich denke, die Mannschaft hat eine gute Mischung aus jüngeren und erfahrenen Spielerinnen. Die Atmosphäre in der Mannschaft gefällt mir. Ich möchte mit dem Team das Bestmögliche erreichen.“

Trainer Salomoni nickt zustimmend: „Eine Spielerin von der Qualität Marinas hatten wir bisher gar nicht auf dem Zettel. Aber nun wurde sie eine Option für uns. Ich kenne sie schon länger, nicht persönlich, aber ich bin von ihr absolut überzeugt. Sie ist eine Spielerin, mit der der Trainer kooperieren kann. Ich weiß, auf dem Feld kann ich mich absolut auf sie verlassen“, hat der Trainer auch das letzte Wort. Dann aber setzt die Zuspielerin noch einen drauf und sagt ihren ersten Satz in deutscher Sprache, den sie schon gelernt habe: „Ich bin kaputt“, meint sie in Bezug auf das Training. Salomoni grinst. Trainer und Zuspielerin haben ganz offensichtlich dieselbe Sprache.

Von Peter Stein

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