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Alarmstufe 1: Babelsberg muss zu Lok Leipzig

Fanmarsch, Bannmeile, Alkoholverbot bei Regionalliga-Duell Alarmstufe 1: Babelsberg muss zu Lok Leipzig

Lok Leipzig rüstet sich für das Regionalliga-Sicherheitsspiel gegen Babelsberg 03. Provokationen und Ausschreitungen wie beim Hinspiel in Potsdam wollen die Gastgeber unbedingt verhindern. Alkohol, politische Banner und Choreographien sind deshalb verboten. Das hindert einige Babelsberger Fans aber nicht daran, einen Protestmarsch gegen Nazis zu planen.

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„Wir sind die Krieger, wir sind die Fans, Lokomotive – Hooligans", skandierten Leipziger Fans im Gästeblock. Das Hinspiel zwischen Babelsberg 03 und Lok Leipzig war von Provokationen und Ausschreitungen überschattet.

Quelle: Jan Kuppert

Leipzig. Der letzte Regionalliga-Spieltag des Jahres wirft seine Schatten voraus: Wenn der SV Babelsberg 03 am Sonntag nach Leipzig kommt, herrscht rund um das Bruno-Plache-Stadion in Probstheida höchste Alarmbereitschaft. Ausschreitungen und Provokationen wie beim Hinspiel, das Lok mit 0:1 verlor, sollen dieses Mal um jeden Preis verhindert werden. Babelsberger Anhänger bereiten sich derweil auf einen Fanmarsch zum Stadion vor.

Am Dienstag trafen sich Vertreter von Lok, Polizei und der Stadt zu einem Sicherheitsgipfel. Fest steht: Zum Spiel selbst (Anpfiff: 13.30 Uhr) werden maximal 3000 Fans ins Stadion gelassen. 300 Tickets gingen nach Babelsberg, wovon bereits rund 100 verkauft seien, wie Lok-Sprecher René Gruschka sagte. "Am Spieltag werden die Gästekassen nicht geöffnet sein", so Gruschka. Rund um das Stadion soll es eine "Bannmeile" durch Ordner und Polizei geben. Babelsberger Fans ohne Ticket würden dort nicht hinein gelassen.

Politische Banner, Alkohol und Choreografien untersagt

Die Partie ist nach den Vorkommnissen im Hinspiel als Sicherheitsspiel eingestuft worden. Lok-Fans hatten sich im August im Babelsberger Karl-Liebknecht-Stadion Krawalle mit Polizei und Ordnern geliefert. Während des Spiels kam es auf den Rängen zu unschönen Szenen. Fans beider Klubs kletterten über Absperrungen und prügelten aufeinander ein. In der zweiten Halbzeit musste die Partie unterbrochen werden, weil Lok-Anhänger auf das Spielfeld stürmten. Zuvor sollen Urin-Bomben in den Gästeblock geflogen sein. Babelsberger Fans zeigten schließlich ein Transparent mit der Aufschrift "Raus aus der Sonne, ihr seid braun genug".

Im Bruno-Plache-Stadion seien diesmal Banner mit politischen Inhalten auf beiden Seiten untersagt, kündigte Gruschka an. „Es soll um den Fußball gehen, Politik hat im Stadion nichts verloren“, betonte er. Auch Pyrotechnik sowie Choreografien seien strengstens untersagt, ebenso der Ausschank von Alkohol. Lediglich Fan-Fahnen bleiben erlaubt. Die Kontrollen an den Eingängen würden dafür erheblich verschärft. „Die Zuschauer sollten bei der Anreise mehr Zeit einplanen“, rät Gruschka.

Babelsberger planen Fanmarsch durch Connewitz

In Nulldreier Fanforen wird derweil für einen Fanmarsch getrommelt, der am Sonntag nach einer Auftaktkundgebung um 10 Uhr vom S-Bahnhof Connewitz zum Bruno-Plache-Stadion führen soll. SVB-Geschäftsführer Björn Laars wollte sich am Dienstag nicht zu der Demo äußern. Die Initiatoren der „Nordkurve Babelsberg“ wollen nach eigenem Bekunden ein Zeichen gegen Nazis innerhalb und außerhalb des Stadions setzen. Auch die Gastgeber sind dazu aufgerufen, sich an der Demonstration unter dem Motto „Blauweißbunt in Leipzig“ zu beteiligen.

„Es werden auch Lok-Fans dahin gehen“, glaubt Gruschka. „Viele unserer Anhänger sind gegen Nazis.“ Für die Gästefans werde es aber alternativ auch einen Bus-Shuttle-Service vom Hauptbahnhof zum Stadion und zurück geben. „Wir hoffen, dass alles ruhig bleibt“, so der Lok-Sprecher.

Ob das Spiel überhaupt stattfinden kann, wird sich aber wohl erst am Freitag oder Samstag entscheiden. Nach der witterungsbedingten Absage der Hertha-Partie am vergangenen Wochenende ist der durchweichte Platz im Plache-Stadion teilweise vereist. Für die kommenden Tage wird von Meteorologen der erste Schnee erwartet. Gruschka zeigt sich dennoch optimistisch. „Ein paar Millimeter sollten aber kein Absagegrund sein.“

Von nöß/LVZ-Online

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Fußballverband ahndet Krawalle beim Leipzig-Spiel

Der SV Babelsberg 03 muss wegen der Ausschreitungen bei seinem Heimspiel gegen den 1. FC Lok Leipzig 2000 Strafe zahlen. Während des Spiels war es zu einer Spielunterbrechung gekommen, weil Fans auf den Platz liefen. Auch der Gegner aus Leipzig wird für die Vorkommnisse bestraft, sie müssen sogar 2500 Euro zahlen.

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