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Babelsberg 03 ackert für Klassenerhalt

Heiko Schwarz über seine neuen Rolle bei Nulldrei Babelsberg 03 ackert für Klassenerhalt

Viermal haben die Babelsberger bisher in der Vorbereitung auf die Frühjahrsrunde in der Regionalliga auf dem heimischen Kunstrasen Testpartien ausgetragen. Noch aber stehen auch in dieser Woche im Training die Ausdauerübungen und das Krafttraining im Vordergrund.

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Heiko Schwarz

Quelle: Jan Kuppert

Potsdam. Fußball-Regionalligist SV Babelsberg 03 bestreitet am Mittwoch, 5. Januar, ein weiteres Testspiel im Karl-Liebknecht-Stadion gegen den von Sven Thoß betreuten Oberligisten Brandenburger SC Süd 05. Anpfiff ist um 19.30 Uhr unter Flutlicht auf dem Kunstrasen.

"Ich bin abends ganz schön geschlaucht", sagt Heiko Schwarz. "Wir ackern jeden Tag vier Stunden, aufgeteilt auf drei Trainingseinheiten", berichtet der Mittelfeldspieler. "Spätestens um 22 Uhr sinke ich todmüde ins Bett." Schwarz ist einer der wenigen, die solches Pensum schon absolviert haben. Der 24-Jährige hat es beim FC Energie Cottbus und beim Drittligisten Wacker Burghausen erlebt.

Ackern für den Klassenerhalt heißt die Devise, und der gebürtige Cottbuser weiß, dass auch er als einer der erfahrensten Spieler einen Zahn zulegen muss. "Die Vorstellungen der Mannschaft im Herbst spiegelten auch meine Leistung wider ‒ mit Höhen und Tiefen." Als Mittelfeldspieler auf der linken Außenbahn traf er in der ersten Halbserie nur beim 2:2 zu Hause gegen den 1.FC Magdeburg, und er lieferte eine Torvorlage für Lucas Albrecht beim 3:1-Sieg in Berlin gegen Viktoria 89. "Das war zu wenig für meine Ansprüche." Dabei ist der spieltechnisch starke Akteur, der auch beidfüßig abziehen kann, mit einem gesunden Torschuss ausgestattet.

Manchmal hilft auch Beten.

Quelle: Jan Kuppert

Im neuen Jahr ist Schwarz in neuer Rolle zu erleben - als defensiver Mittelfeldspieler. Trainer Cem Efe war mit seinen bisherigen Vorstellungen in den Tests zufrieden. "Er ist auf dieser Position viel präsenter." Der 1,82 Meter große Akteur hatte sich in der ersten Halbserie in einigen Spielen zu wenig einbracht. "Meine Laufwege waren nicht optimal, und es wurde auch nicht der Ball gespielt, den ich von den Nebenleuten gefordert habe." In neuer Funktion als Sechser fühlt sich Heiko Schwarz pudelwohl. "Ich habe viel Spaß in dieser Rolle. Ich kann viel mehr teilhaben an den Aktionen und mehr Ideen entwickeln im Spiel nach vorn." Er weiß aber auch, dass zuerst auf dieser Position das Abräumen gefragt ist, ein körperlich betontes Spiel. Daran mangelte es bei den Filmstädtern bislang zu oft. "Ich bin kein Grätscher", so Schwarz, "aber ich weiß, dass wir alle mehr dazwischenfahren müssen."

Bange ist dem Babelsberger Neuzugang vom vergangenen Sommer nicht. "Fußballerisch sind wir stärker als Mannschaften wie VfB Auerbach und ZFC Meuselwitz. Wenn wir gut aus den Startlöchern kommen, wollen wir um Rang sechs mitkämpfen."

Durch einige Zugänge in der Winterpause sind die Babelsberger breiter aufgestellt. "Nach dem Abgang von Süleyman Koc kann sich jetzt keiner mehr verstecken. Nach dem halben Jahr Eingewöhnungszeit der Truppe zählen nur noch Ergebnisse. Wir müssen alle Gas geben."

Beruflich geht Heiko Schwarz, der das Abitur besitzt, bei der Babelsberger Medienfirma UVA einem Minijob nach, er betreut Kunden und pflegt die Internetseite. Sportlich will er als schon erfahrener Akteur die Nase auch dann auf dem Platz rausstrecken, wenn es mal nicht so läuft.

Von Detlef Braune

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