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Babelsberg reist nach Wildau

Phönix stöhnt aber über Besetzungssorgen Babelsberg reist nach Wildau

"Ich darf gar nicht daran denken", bekannte Uli Prüfke. Darüber, dass seine Wildauer Phönix-Fußballer am Sonnabend in der ersten Landes-Pokalrunde auf solch einen attraktiven Gegner wie den SV Babelsberg 03 treffen, hat sich der Trainer natürlich gefreut, doch die vielen Ausfälle ‒ Verletzte, Rekonvaleszente und Urlauber ‒ bereiten ihm erhebliche Kopfschmerzen.

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Tobias Grundler ist neu beim SV Babelsberg 03

Nachwuchsspieler Lukas Kuhl (rechts) bot in den Vorbereitungsspielen schon hoffnungsvolle Leistungen. Da bei PhönixWildau die potenziellen Angreifer ausfallen, könnte er auch gegen den SV Babelsberg 03 eine Chance bekommen.

Quelle: GERLINDE IRMSCHER

Wildau. Die Vorbereitungsspiele, die der Landesliga-Aufsteiger fast durchweg erfolgreich gestalten konnte, hat Prüfke genutzt, um unter den gegebenen Umständen die beste Variante zu suchen. Ob er dem Pokal-Ereignis nun gelassener entgegenblickt, bleibt sein Geheimnis, ist aber bei der anhaltenden Besetzungskalamität kaum anzunehmen. Zumal Prüfke als der Trainertyp alter Schule gilt, der auch dann noch ‒ oder schon wieder ‒ grübeln würde, wenn seine Mannschaft gerade mit der größten Trophäe übers Spielfeld stürmt.

Für Mittwochabend hatten die Wildauer eigentlich noch ein weiteres Vorbereitungsspiel gegen Blau-Weiß Markendorf geplant. Doch als sich die vermeintlichen Gastgeber in der Kabine schon die Stutzen glatt strichen, kam die Absage.

So bestritten die Phönix-Fußballer dann ein internes Trainingsspiel, mit acht Kandidaten auf jeder Seite, aber über zweimal 45 Minuten. Abseits von seinen Teamgefährten machte Stürmer Steven Neumann, der sich im Testspiel gegen TuS Makkabi eine Fußverletzung zugezogen hatte, erste Laufversuche. Die stille Hoffnung, dass Abwehrrecke Falco Gladrow gegen Babelsberg 03 wieder in der Hintermannschaft die zentrale Position übernehmen könnte, bekam den entscheidenden Dämpfer. Gladrow handelte sich gleich wieder eine Verletzung ein.

Die Bestandsaufnahme vor dem Pokalschlager lädt dann auch geradezu zum Weitergrübeln ein. Mit Neumann, Lucke und Fahrenkrug fällt der komplette Sturm aus. Eine Alternative wäre Mannschaftskapitän Müller in die Offensive zu schicken. Wo er sich ohnehin wohler fühlt und mit seinen spielerischen Qualitäten Konter starten könnte, die gleichzeitig der Hintermannschaft Entlastung bringen würden. Andererseits werden Müllers Übersicht und sicheres Stellungsspiel gebraucht, um die Abwehr zu stabilisieren. Man mag es drehen und wenden, allein Müllers Einsatzplanung wird schon zur Zwickmühle.

Wobei wohl auch schwer zu entscheiden ist, was nun Vorrang haben soll. Gegen den klaren Favoriten ein Tor zu erzielen, was laut Co-Trainer Bernd Strahl "mit schnellen Kontern nicht ganz unmöglich erscheint", oder aber alle Kraft in die Abwehr zu investieren, um die Niederlage in Grenzen zu halten. "So um fünf Gegentore wäre ja ein respektables Ergebnis", ergänzte Strahl.

Womit die Wildauer beträchtlich besser abschneiden würden als bei ihrem bisher letzten Pokal-Highlight vor 16 Jahren. Damals verloren sie gegen Stahl Eisenhüttenstadt mit 0:9. "Hütte" kam nicht nur als Regionalligist, sondern auch mit Europacup-Erfahrung. Doch weder solch sportliche Meriten noch das klare Ergebnis konnten Stahl-Trainer Harry Rath davon abhalten, seiner Mannschaft gleich im strömenden Regen eine Strafpredigt zu halten. Babelsbergs Coach Cem Efe dürfte da nicht ganz so anspruchsvoll sein. Ob er seinen Pappenheimern am Sonnabendnachmittag trotzdem einige markige Worte ins Stammbuch schreiben muss, hängt ganz von den Wildauer Außenseitern ab.
 
 

GETRENNTE EINGÄNGE, GEMEINSAME FREUDE

  • Anpfiff zum Landes-Pokalspiel Phönix Wildau gegen SV Babelsberg 03 ist am Sonnabend um 15 Uhr im Otto-Franke-Stadion; Einlass: ab 14 Uhr.
  • Die Babelsberger Fans werden gebeten, den Eingang von der Fichte-Straße zu benutzen. Hier und in den Nebenstraßen befinden sich ausreichend Parkmöglichkeiten. Der Eingang von der Jahn-Straße ist den Wildauer Anhängern vorbehalten. Der Eintrittspreis beträgt 5 Euro, ermäßigt 4 Euro.

Von RR

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