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Babelsberg wie ein Abstiegskandidat

Heimpleite gegen den VfB Auerbach Babelsberg wie ein Abstiegskandidat

Irgend etwas müssen die Filmstädter in der fünfwöchigen Vorbereitung falsch gemacht haben: Im bisher schwächsten Saisonspiel bezog der SV Babelsberg 03 vor 2058 Zuschauern die bereits sechste Heimniederlage und trat dabei auf wie ein Abstiegskandidat. Die Babelsberger mussten sich dem VfB Auerbach mit 0:2 geschlagen geben.

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Die Babelsberger lieferten gegen Auerbach ihre bisher schwächste Saisonleistung ab.

Quelle: Jan Kuppert

Potsdam. Die letzte Szene im Karl-Liebknecht-Stadion war symptomatisch für das Auftreten der Fußballer des SV Babelsberg 03 beim Auftakt der Frühjahrsrunde in der Regionalliga gegen den VfB Auerbach. Lovro Sindik ging zum Fanblock der Einheimischen und winkte die Mitspieler herbei. Langsam trotteten sie mit gesenkten Köpfen heran, als wollten sie das schlechte Gewissen verbergen. Der lauf- und einsatzstarke Kroate Sindik war neben Zlatko Hebib und dem eingewechselten Joaquim Makangu zuvor auf dem Rasen einer der wenigen, die den Aktionen der Babelsberger Schwung verleihen wollten. Im bisher schwächsten Saisonspiel bezog der Gastgeber vor 2058 Zuschauern die bereits sechste Heimniederlage und trat auf wie ein Abstiegskandidat.

Irgend etwas müssen die Filmstädter in der fünfwöchigen Vorbereitung falsch gemacht haben. Ein echter Prüfstein fehlte da. Die Elf ging erste Pflichtspiel an, als wähnte sie sich noch in den Testpartien. „Die spielen ja körperlos“, wunderte sich der ehemalige oberste Schiedsrichter-Boss des Landes Brandenburg Dieter Wolff in der Pause gegen Auerbach.

Potsdam, 22.02.2014 - Im bisher schwächsten Saisonspiel bezog der SV Babelsberg 03 vor 2058 Zuschauern die bereits sechste Heimniederlage und verlor gegen Auerbach mit 0:2.

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Die lauffreudigen Gäste demonstrierten eine bessere Einstellung. Der völlig freie Philipp Kötzsch zog den Ball aus 14 Metern über den Querbalken des Babelsberger Tores (13.). Bei den Platzherren landete die Kugel immer wieder im Nichts. Bei der einzigen Chance vor der Pause wurde der Schuss von Maximilian Zimmer abgeblockt. Der überraschte Lucas Albrecht hob den Ball aus fünf Metern über das Gebälk (31.). Drei Minuten später verhängte Schiri Philipp Kutscher (Berlin) einen fragwürdigen Foulelfer für die Gäste. Marcel Schuch drehte sich im Babelsberger Strafraum in seinen Gegenspieler Sascha Rode und fiel hin. Steffen Vogel verwandelte. „Das war keiner“, zischte Rode nach Spielschluss. Von „Glück bei dieser Entscheidung“ sprach Gäste-Trainer Andreas Richter.

Nach der Rettungstat von SVB-Keeper Marvin Gladrow per Fuß gegen Mirco Wemme (48.) versuchten die Gastgeber das Blatt zu wenden. Vor dem VfB-Tor spielten sich turbulente Szenen ab. Doch zu mehr als zu einem Pfostenschuss durch Makangu (72.) reichte es nicht. Im Gegenteil: Die Gäste schafften nach einem Konter durch Schuch die endgültige Entscheidung (86.) und schickten die Babelsberger in der Tabelle auf den 13. Rang.

„Das hatte mit Fußball und der entsprechenden Mentalität im Abstiegskampf nichts zu tun“, fluchte Nulldrei-Trainer Cem Efe. Als einziger Akteur hatte sich unmittelbar nach Abpfiff Hebib den Fragen gestellt. „Katastrophal, planlos, keine Laufbereitschaft“, antwortete der Schweizer Abwehrspieler spontan. „Wir haben auf dem Platz keine Leute, die miteinander reden. Das haben wir in der Halbzeit angesprochen.“ Viel besser wurde es danach auch nicht. Wenn die Hektik um sich greift, werden die Spieler immer unsicherer. Der Augenzeuge mochte nicht mehr hingucken, wenn technisch begabte Akteure wie Christopher Blazynski und Daniel Becker Alibi- und Fehlpässe produzierten oder Schüsse in die Wolken abgaben. Die Plauener stellten den Kontrahenten aus dem Havelland kein gutes Zeugnis aus. „Optik Rathenow und die Babelsberger waren bisher unsere schwächsten Gegner in dieser Saison“, so Einwechsler Martin Bocek.

„Wir stecken richtig tief drin im Schlamassel“, so Hebib. „Jetzt müssen wir in Zwickau die Ärmel hochkrempeln. Ein Punkt dort wäre schon zu wenig.“

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Katerstimmung beim Fußball-Regionalligisten SV Babelsberg 03. Das 0:2 zu Hause gegen den VfB Auerbach machte die Anhänger und die meisten Spieler sprachlos. Dafür erhob Trainer Cem Efe seine Stimme. Er verschaffte sich Luft mit den Worten: "Ich habe mich noch nie so geschämt."

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