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Babelsberger enttäuschen zu Hause

Der SV kommt über ein 0:1 gegen Jena nicht hinaus Babelsberger enttäuschen zu Hause

Haben die Fußballer des SV Babelsberg 03 mit den drei Siegen zum Saisonstart bereits ihr Pulver in der Regionalliga verschossen? Fast scheint es so, denn die Kicker von Cheftrainer Cem Efe boten am Sonntagnachmittag gegen den FC Carl Zeiss Jena lange Zeit eine blutleere Heimvorstellung.

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Quelle: Jan Kuppert

Babelsberg. Nulldrei unterlag zu Recht mit 0:1 (0:0) gegen Jena und blieb damit bereits im vierten Spiel in Folge sieglos.Doch weniger das Resultat, sondern vielmehr die Art und Weise der Niederlage vor 3156 Zuschauern geben Anlass zur Sorge. Die Filmstädter agierten gegen den Favoriten ohne Mumm und erarbeiteten sich in 90 Minuten gerade eine einzige Torchance. Mittelfeldregisseur Daniel Becker prüfte in der 70. Minute Jenas Keeper Tino Berbig mit einem Freistoß aus 35 Metern. Das war’s.

Der Babelsberger SV verlor am Ende 0:1 gegen die Gäste aus Jena

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Auf der Gegenseite beherrschten die technisch starken Thüringer das Geschehen nahezu nach Belieben. Zur Pause hätte es 2:0, 3:0 für sie stehen können, ja müssen. Erst klatschte ein Schuss Tom Geißlers an den Pfosten des Babelsberger Gehäuses (7.). Acht Minuten später verzog der Ex-Chemnitzer Marcel Schlosser aus halblinker Position. Schließlich strich ein Fernschuss von Tino Schmidt hauchzart über die Latte (26.). "Wir haben die erste Hälfte komplett verschlafen. Mit dieser Halbzeit kann ich absolut nicht zufrieden sein", monierte Nulldrei-Coach Efe. "Über das 0:0 zur Pause konnten wir uns nicht beschweren", gab Außenverteidiger Severin Mihm zu.

Doch nach dem Wiederanpfiff lief es auch nicht besser für die Kiezkicker. Die Gäste hatten ihre Chance gewittert und blieben am Drücker. Nach einem Eckball von Schlosser köpfte Torjäger Andis Shala den Ball zum 0:1 in die Maschen (61.). "Wie so oft musste ein Standard herhalten. Aber das haben wir trainiert", freute sich Jenas neuer Trainer Andreas Zimmermann. Der 43-Jährige betreut erst seit dem 9. September die Thüringer und konnte bereits den zweiten Sieg bejubeln. Kurz nach der Führung bot sich den Gästen die große Chance zum 2:0. Der eingewechselte Gramoz Kurtaj scheiterte nach Zuspiel Schlossers allerdings an Babelsbergs Keeper Dominik Feber (67.), der gut herausgelaufen war.

Die Partie wurde nun hektischer. Matthias Peßolat sah für ein Foul am Babelsberger Lucas Albrecht Gelb-Rot (79.). Und plötzlich wachten die Gastgeber, bei denen Christopher Blazynski, Heiko Schwarz und auch Süleyman Koc klar unter ihren Möglichkeiten blieben, ein Herz. Der Ball sauste mehrfach gefährlich durch den Thüringer Strafraum, doch letztlich fehlte ein eiskalter Vollstrecker. Maximilian Zimmers Gewaltschuss in der Nachspielzeit verfehlte knapp das Tor. "Da stand die Partie auf Messers Schneide", meinte Gäste-Coach Zimmermann. Doch sein Babelsberger Kollege Efe blieb realistisch: "Wir hatten keine zwingende Chance, von daher geht Jenas Sieg in Ordnung."

Unterschiedliche Ansichten gab es schließlich zur Leistung von Daniel Becker. Viele Beobachter sahen den 26-jährigen Ex-Luckenwalder als besten Babelsberger, Efe war jedoch mit dessen Auftritt nicht zufrieden, nahm ihn nach 70 Minuten heraus. "Er hat viele schwierige Pässe gespielt", monierte der 35-jährige Trainer.

Am kommenden Sonntag müssen die Filmstädter nach Rathenow. Wollen sie dort punkten, müssen sie eine Schippe drauflegen.

Von Jens Trommer

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