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Bilal Cubukcu freut sich auf den BAK

Mit Nulldrei gegen den Ex-Klub Bilal Cubukcu freut sich auf den BAK

Seine Schulkameraden sind heute Nationalspieler, doch auch Bilal Cubukcu hat eine bewegte Fußballer-Karriere hinter sich. Bis in die Zweite Bundesliga hat er es gebracht. Nun ist er in Babelsberg angekommen. Der Gegner in seinem ersten Heimspiel im Karli ist gleich ein alter Bekannter.

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Bilal Cubukcu

Quelle: Jan Kuppert

Potsdam. Bilal Cubukcu ist in der Welt des Fußballs bereits ordentlich rumgekommen. Einst wurde er als Nachfolger von Yildiray Bastürk auf der Spielmacherposition bei Hertha BSC gehandelt. Mit zwölf Saisontreffern und elf Torvorlagen hatte er in der Saison 2007/08 maßgeblichen Anteil am Regionalliga-Aufstieg der Hertha Amateure. Der damalige Trainer der Bundesligaelf Lucien Favre setzte dennoch nicht auf seine Dienste und so verschlug es Cubukcu in die erste türkische Liga (Genclerbirligi Ankara). Diesem zweieinhalbjährigen Gastspiel folgte ein Abstecher zum damaligen Zweitligisten Alemannia Aachen. Dort brach sich Cubukcu nach neun Einsätzen in der Liga in einem Trainingszweikampf das Schien- und Wadenbein. „Das war mein größtes Pech. Ich konnte ein Jahr lang keinen Fußball spielen“, berichtet er mit gedämpfter Stimme.

Nach der Reha ging es wieder zurück in die Türkei (Adana Demirspor, Tokatspor). Seit etwas mehr als einem Jahr nun hat er in der Regionalliga Nordost seine fußballerische Heimat gefunden. „Ich hätte auch weiter höherklassig in der Türkei spielen können, habe mich aber bewusst für Deutschland entschieden“, sagt der Kicker, der in der B- und A-Jugend mit Hertha BSC jeweils die deutsche Junioren-Meisterschaft gewann.

In der letzten Saison ging er für den Gegner des SVB am Freitag (Anpfiff 19 Uhr, Karl-Liebknecht-Stadion), den Berliner AK, auf Punktejagd. Bei 26 Einsätzen gelangen ihm zwei Treffer. „Ich wollte im letzten Jahr zurück nach Berlin. Ich wollte, dass meine dreijährige Tochter Ceylin in der Nähe ihrer Familie aufwächst“, so Cubukcu, der zu Schulzeiten mit den späteren Bundesligaprofis Ashkan Dejagah und Kevin-Prince Boateng in eine Klasse ging.

„Ich hatte am Ende nicht mehr das Gefühl, dass man beim BAK fest mit mir plant. Ich habe mich einfach nicht mehr wohlgefühlt“, beschreibt der offensive Mittelfeldakteur die Beweggründe für seinen Vereinswechsel. Der erste Kontakt zu „Nulldrei“ kam über Trainer Cem Efe zustande. Nach weiteren Gesprächen mit dem sportlichen Leiter Almedin Civa sowie einigen Trainingseinheiten und Testspielen konnten sich Spieler und Verein letztlich auf eine Zusammenarbeit einigen. Der 27-Jährige unterschrieb einen Einjahresvertrag am Babelsberger Park.

„Ich habe im Vorfeld mit Spielern wie Ugurtan Cepni und Christian Schönwälder, die ich aus früheren Zeiten kenne, über den Verein gesprochen. Alle haben sich nur positiv geäußert und das Umfeld gelobt“, berichtet der dribbelstarke Akteur. Nach den ersten Wochen bei den Filmstädtern kann er diese Eindrücke nur bestätigen. „Es herrschen absolut professionelle Strukturen. Die Jungs in der Truppe sind alle korrekt.“

Die Vorfreude auf sein erstes Heimspiel im Babelsberger Karl-Liebknecht-Stadion ist beim gebürtigen Berliner mit türkischer Staatsangehörigkeit riesig. „Ich freue mich unheimlich auf die anstehende Begegnung. Hier im Stadion ist immer eine super Stimmung. Das Zuschauerinteresse in Babelsberg ist mit anderen Regionalligisten, etwa meinem Ex-Verein, überhaupt nicht zu vergleichen“, erzählt Cubukcu mit leuchtenden Augen. Man spürt, dass er auf die anstehende Partie brennt. Gerade nach der 0:1-Auftaktniederlage bei Wacker Nordhausen sei ein Erfolg gegen die Berliner, die ihr erstes Saisonspiel zu Hause mit 1:0 gegen Germania Halberstadt gewinnen konnten, von großer Bedeutung. Dafür müsse man an die zweite Halbzeit von Nordhausen anknüpfen, „da hat uns nur das Tor gefehlt“.

Kontakt zu den alten Kollegen, die vom Ex-Babelsberger Dietmar Demuth trainiert werden, habe es natürlich gegeben. Geschrieben habe er mit ehemaligen Mitspielern wie Emre Turan, Kerem Behnke und Baris Gündüzer. Cubukcu hält im Vorfeld des Aufeinandertreffens allerdings wenig von großen Worten – er will Taten sprechen lassen. Der Familienmensch ist optimistisch, dass es mit einem Dreier unter Flutlicht klappt. Das würde neben den Anhängern der Kiezkicker besonders Cubukcus Familie um Ehefrau Sevcan, die live dabei sein wird, freuen.

Verstärkung und Verständigung

  • Der SV Babelsberg 03 hat Offensivakteur Tobias Grundler verpflichtet. Der 26-Jährige spielte zuletzt beim SV Buchonia Flieden (Hessenliga) und unterschrieb einen Einjahresvertrag am Babelsberger Park.
  • Derweil trainiert Mittelfeldspieler Markus Schmitt (21) nach Angaben seines Beraters aktuell zur Probe beim Team von Cem Efe mit. Der ehemalige U-18-Nationalspieler Schmitt stand zuletzt beim SV Viktoria Aschaffenburg in der Bayernliga Nord unter Vertrag.
  • Am Dienstagabend hat sich der Verein mit Fans zu einer offenen Gesprächsrunde im Vip-Raum des Karl-Liebknecht-Stadions getroffen. Es wurden unter anderem Themen wie das neue Ticketsystem, der Umgang mit Kontrollen von Ermäßigungsnachweisen und das Kassieren von Eintritt nach Halbzeit eins diskutiert. Von Seiten des Vereins waren neben dem Vorsitzenden Archibald Horlitz und Geschäftsstellenleiter Björn Laars auch Mannschaftskapitän Christian Schönwälder und der sportliche Leiter Almedin Civa anwesend.

Von Mirko Jablonowski

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