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"Das schwerste Spiel seit Wochen"

SV Babelsberg 03 tritt im Landespokal beim Oberligisten FC Strausberg an "Das schwerste Spiel seit Wochen"

Drei Siege hat der SV Babelsberg 03 bisher im Landespokal verbucht, nun will die Elf auch die nächste Hürde meistern. Der FC Strausberg empfängt am Sonnabend um 13 Uhr in der Energie-Arena im Viertelfinale die Filmstädter.

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Babelsbergs Abwehrspieler Severin Mihm (l.) verfolgt Angreifer Caglayan Tunc von Wacker Nordhausen.

Quelle: Jan Kuppert

Potsdam. Es dürfte der bisher härteste Brocken werden, denn der Gastgeber belegt als Aufsteiger in der Oberliga Nord den respektablen vierten Tabellenrang.

Der SVB legte zuletzt erstaunliche Auftritte in der Regionalliga hin. Konsequente Zweikämpfe, sichere Ballstafetten, flottes Umkehrspiel und Torgefahr präsentierte das Team. Die Spiele bei Viktoria 89 (3:1) sowie gegen den 1.FC Magdeburg (2:2) können sich die Akteure ins Poesiealbum kleben. Einen Antrag, künftig immer unter Flutlicht anzutreten, hat der Verein allerdings nicht beim Verband gestellt.

Zu den bisherigen Leistungsträgern wie Julian Prochnow, Süleyman Koc, Maximilian Zimmer oder Severin Mihm gesellen sich weitere Kicker. Das Mittelfeld entwickelt sich zum Herzstück der Mannschaft. Lovro Sindik und Manuel Moral Fuster bevorzugten zunächst den Sicherheitspass. "Mit den besser werdenden Deutschkenntnissen hat sich beim Kroaten und beim Spanier auch das Selbstvertrauen entwickelt", sagt Trainer Cem Efe. Dank der Ballsicherheit, des Laufpensums und der Passsicherheit sorgen beide Sechser immer wieder für ein Übergewicht. "Sie entwickeln Freude am Spiel", sagt Efe.

In den vergangenen Wochen wuchs zudem die Torgefahr aus allen Mannschaftsteilen. Abwehrchef Prochnow hat bisher ebenso dreimal (per Kopf) getroffen wie der für die linke Seite zuständige Mihm. Gegen Magdeburg musste der Blondschopf für den rotgesperrten Zimmer rechts ran. "Ich war zunächst unsicher, hatte einen ganz anderen Blickwinkel", meinte er. "In der zweiten Halbzeit habe ich mich dann beim Vorwärtsgang ausgelebt." Mihm besorgte nach Ecke von Christopher Blazynski das 2:2 per Kopf. "Wer weiß, was wir noch geschafft hätten, wären die Chaoten nicht auf den Plan getreten. Die Magdeburger waren längst stehend k.o. Ein Magdeburger hatte mir geflüstert: ,Ich bin völlig fertig’" Kein Wunder, dass Magdeburgs Torjäger Beck nach dem Spiel bemerkte: "Wir haben um den Ausgleich gebettelt."

Der 22-jährige Mihm war Anfang Januar von Energie CottbusII nach Babelsberg gekommen. Den Durchbruch schaffte der gebürtige Berliner nach Kurzeinsätzen für die Babelsberger in der dritten Liga nun unter Efe in der vierten Liga. Was eine langjährige Verbindung ausmacht: Mihm ist ein zurückhaltender Typ, beinahe schon sensibel. Durch die helfende Hand an der Seitenlinie wird er beflügelt. Zwei Jahre lang hatte Mihm einst unter Trainer Efe für die A-Junioren von Hertha Zehlendorf gespielt. Da hat der Linksverteidiger, der bei jeder Gelegenheit marschiert, den Vorwärtsdrang entwickelt. In dieser Saison krönte er die Ausflüge auch schon mit Toren gegen Zwickau, einem Schrägschuss in den Dreiangel, und mit einem Kopfballtor gegen Halberstadt.

Am Sonnabend müssen sich die Babelsberger umstellen, weil sich der Gegner aus "Handwerkern" zusammensetzt, die ziemlich zur Sache gehen dürften. "Das wird das schwerste Spiel der letzten Wochen", ahnt SVB-Coach Efe. Er sah den Kontrahenten am Sonntag in der Oberliga beim 1:1 gegen Lichtenberg 47. Im Angriff bietet das Team aus Märkisch Oderland zwei Zocker auf: den französischen Torjäger Sabin Koelo und den laufstarken Ringo Kretzschmar. Die Devise der Nulldreier lautet: die Zweikämpfe annehmen und den Gegner vom eigenen Tor fernhalten. Bei Babelsberg fehlt Prochnow, dessen gegen Magdeburg erlittene Platzwunde genäht werden musste.

Für die Strausberger ist es das große Los. "Wir freuen uns auf den SV Babelsberg", sagte Trainer Helmut Fritz. Seine Truppe gab die Visitenkarte schon in Babelsberg ab ‒ allerdings auf der Sandscholle gegen die Zweite. Da feierten die Strausberger am 19. Mai die Meisterschaft in der Brandenburgliga und stiegen auf.

Von Detlef Braune

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