Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 5 ° heiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
"Der Gegner hat uns alles abverlangt"

MAZ-Interview mit Julian Prochnow "Der Gegner hat uns alles abverlangt"

Nach dem erfolgreichen Start des SV Babelsberg 03 in die Regionalliga-Saison 2013/ 2014 sprach die MAZ mit dem ältesten Nulldreier über das Spiel: Julian Prochnow zeigte sich zufrieden mit dem Sieg, weiß aber auch, was der jungen Mannschaft noch fehlt.

Voriger Artikel
Koc macht den Unterschied
Nächster Artikel
Randale vor und während des Spiels

Julian Prochnow

Quelle: Jan Kuppert

Potsdam. MAZ : Lief es wie erwartet?

Julian Prochnow : Ja. Ich hatte von der ersten Sekunde an ein gutes Gefühl. Ich habe nie geglaubt, dass wir verlieren würden. Wir haben damit gerechnet, dass Lok alles reinwirft. Der Gegner hat uns alles abverlangt.

Spürten Sie als ältester Nulldreier mit 27 Jahren, dass Sie Verantwortung tragen müssen?

Prochnow : Die Zeiten, als es noch einen Platzhirsch in jeder Mannschaft gab, sind vorbei. Ich will dennoch mit meiner Erfahrung vorangehen und Kommandos geben.

Sie wirkten als Innenverteidiger wie ein alter Hase.

Prochnow : Als Sechser kenne ich die Abläufe seit sechs Jahren wie im Schlaf. Der Trainer hat mich jetzt darauf vorbereitet, dass ich nach hinten rücke und von da aus die Mitspieler dirigiere. So neu ist die Position für mich nicht. Unter Trainer Dietmar Demuth habe ich bereits in der Regionalliga und in der dritten Liga ab und an in der Viererkette gespielt.

Geht man mit Groll über den Rasen, wenn man wie Sie gegen die Leipziger zweimal hässlich gefoult worden ist?

Prochnow : Das passiert immer wieder im Eifer des Gefechts. Nach einem Ellbogencheck lief bei mir das Blut, ich zog mir einen Cut am Auge zu. Dann wurde ich auch noch vor der Halbzeit am Knöchel getroffen. Der Schmerz nach solchen Szenen klingt aber schnell ab. Insgesamt war das Spiel fair.

Wie haben Sie die Partie gesehen?

Prochnow : Wir kamen bis zur Pause immer besser ins Spiel, hätten das 2:0 machen müssen. Zum Schluss waren wir in argen Schwierigkeiten bei zwei, drei Großchancen der Leipziger.

Die Schlussfolgerung?

Prochnow : Wir müssen abgeklärter auftreten und unsere sauschnellen Angreifer kühler werden vor dem gegnerischen Kasten.

Wie würde die Mannschaft ohne Süleyman Koc dastehen?

Prochnow : Er agiert überragend, es ist leicht, mit ihm zusammen zu spielen. Du brauchst den Ball nur über die Abwehr auf der anderen Seite zu schlagen, dann macht er etwas aus jeder Situation. Jeder gönnt ihm, in einer höherklassigen Mannschaft zu spielen. Aber sein Weggang wäre eine arge Schwächung für uns.

Interview: Detlef Braune

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Der SV Babelsberg 03 startet erfolgreich in die Saison

Aufatmen im Kiez. Der SV Babelsberg 03 ist mit einem 1:0 (1:0)-Erfolg gegen den 1. FC Lok Leipzig erfolgreich in die Fußball-Regionalliga gestartet. Überragender Mann auf dem Platz war Mittelfeldspieler Süleyman Koc. Paderborn hat bereits eine konkrete Ablösesumme geboten.

mehr
Mehr aus SVB 03
MAZ Sportbuzzer