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Die Null muss nicht mehr stehen

Babelsberg 03 tritt mit breiter Brust am Sonntag beim VFC Plauen an Die Null muss nicht mehr stehen

Torreiche Spiele sind nach dem Geschmack der Zuschauer, treiben aber vielen Verantwortlichen den Schweiß auf die Stirn. Beim SV Babelsberg 03 predigte Ex-Trainer Dietmar Demuth einst: "Die Null muss stehen." Doch beim jetzigen Regionalligisten werden Gegentore verschmerzt.

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Heiko Schwarz traf bisher nur im Pokal.

Quelle: Jan Kuppert

Potsdam. Nach dem 6:3-Sieg zuletzt im Pokal beim SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen meinte zwar Coach Cem Efe: "Drei Treffer bei einem Brandenburgligisten darfst du nicht fressen", er freute sich aber vor allem über das Spiel nach vorn und sehenswerte Tore der eigenen Elf. "Das Passspiel und die Laufwege waren in Ordnung." Vereinschef Archibald Horlitz war das Ergebnis recht. "Wenn man mehr Tore macht als man reinkriegt, geht es doch", sagte er.

Seinen Torhunger mit zweimaligem Jubel in Miersdorf stillte auch Heiko Schwarz, der zuletzt in der Kritik stand. Beim 1:2 im Punktspiel gegen Neustrelitz hatte sich der Mittelfeldspieler gar "unsichtbar" gemacht. "Ich habe mich versteckt", gibt er zu. "Ich war mit muskulären Problemen und Schmerzen an der Ferse aufgelaufen. Dem Trainer hatte ich es nicht gesagt. Ich wollte kämpfen und beißen und die anderen mitziehen." Ein falscher Ehrgeiz. Der gebürtige Cottbuser wurde schon öfter von Wehwehchen geplagt. "In zwei Jahren beim Drittligisten Wacker Burghausen fiel ich insgesamt fast eine Saison aus, ich hatte allein vier Muskelfaserrisse."

An gesundheitliche Probleme will der beidfüßig schießende Akteur nicht mehr erinnert werden. "Ich fühle mich wieder besser drauf." Der 24-Jährige weiß um seinen Status am Babelsberger Park. Schwarz gehört zu den erfahrenen Kickern, die eine Führungsrolle übernehmen müssen. "In Burghausen konnte ich mich hinter den alten Hasen verstecken. Hier muss ich vortreten. Aber in diese Rolle muss ich erst noch hineinwachsen." Der 1,82 Meter große Akteur zieht sein Spiel von beiden Seiten auf. "Mir ist es egal, ob ich von rechts oder links komme. Ich lasse mich auch in die Zentrale fallen, wo ich die Bälle fordere. Dadurch kann ich auch die Nebenleute mitziehen."

Wenn den Worten doch immer Taten folgten. Heiko Schwarz ist überzeugt, dass am Sonntag (13.30 Uhr) beim VFC Plauen ein Dreier gelingen kann - mit ihm als Torschützen. Im Pokal war er auch schon in Brieske beim 6:0 mit zwei Treffern dabei. "Jetzt ist es höchste Zeit für ein Punktspieltor", nimmt er sich in die Pflicht.

Beim SVB halten sich die Sorgen in Grenzen. Torwart Marvin Gladrow wurde am Meniskus operiert und unterzieht sich der Physiotherapie. Jean-Marc Soine ist nach einem im Training erlittenen Pferdekuss angeschlagen, Joaquim Makangu wurde von einem Infekt erwischt.

Den Gegner aus dem Vogtland hat Trainer Efe bei der Partie Hertha BSC II gegen Plauen (1:2) beobachtet. Er bereitet seine Elf vor allem auf die beiden gefährlichen Angreifer Benjamin Girth und Jack Schubert vor. Hinter ihnen baut der laufstarke Falk Schindler Druck auf. Für die Babelsberger wird es auf die Ausgewogenheit zwischen Abwehr und Angriff ankommen. Eine ungezügelte Offensivfreude könnte schnell bestraft werden - wie beim 2:4 im Heimspiel gegen Halberstadt. Das Ergebnis könnte den Verantwortlichen egal sein - Hauptsache es "klingelt" vorn öfter als hinten.

Von Detlef Braune

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