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Im Angriff erneut nix los

Babelsberg 03 verliert beim Spitzenreiter TSG Neustrelitz mit 0:3 Im Angriff erneut nix los

Es wäre zu schön gewesen, um wahr zu sein. Beinahe wäre Fußball-Regionalligist SV Babelsberg 03 beim Gastspiel in Neustrelitz ein ähnlicher Husarenstreich geglückt, wie beim 1:3 im Heimspiel gegen den 1. FC Union II.

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Cem Efe.

Quelle: Jan Kuppert

Neustrelitz. Da hatte Lucas Albrecht die Filmstädter bereits in der ersten Minute in Führung gebracht. Beim Spitzenreiter TSG war dies nach nicht einmal 60 Sekunden SVB-Akteur Dennis Lemke nicht vergönnt. Von Daniel Becker bedient, marschierte Lemke durch, schoss aber nur den Torwart an. Es blieb die einzige große Gelegenheit der Gäste. Der Aufstiegsaspirant kontrollierte anschließend das Geschehen und landete einen ungefährdeten 3:0 (2:0)-Sieg.

Vor 1408 Zuschauern im Parkstadion lieferten sich beide Kontrahenten über weite Strecken einen müden Kick. Allerdings mit dem Unterschied, dass sich die Mecklenburger in den entscheidenden Situationen den Vorteil verschafften. Kevin Weidlich vollendete nach einer Flanke aus fünf Metern zum 1:0 (28.). Zwei Minuten später legte sich Erich Sautner das Streitobjekt zum Freistoß zurecht. Aus 23 Metern sauste der Ball halbhoch durch Mann und Maus zum 2:0 ins Netz von Torhüter Marvin Gladrow.

Bis dahin hatten sich beide Mannschaften mehr oder weniger nur abgetastet. Bei den Gästen fielen der erneut als Sechser aufgebotene Sascha Rode sowie Daniel Becker mit ihrer Einsatzfreude auf.

Im zweiten Abschnitt änderte sich kaum etwas am Spielverlauf. Auch die Neustrelitzer rissen keine Bäume aus. Bei ausgeglichenen Spielanteilen war allerdings zu erkennen, dass die Platzbesitzer einen Reifeprozess durchgemacht haben. Sie wirkten gefestigter und cleverer in ihren Aktionen. Unruhe, weil Trainer Thomas Brdaric seinen Abschied zum Saisonende verkündete, war auf dem Platz nicht zu erkennen. Das Selbstvertrauen des Gastgebers reichte aus, die Havelstädter in Schach zu halten. Im Sturm der Gäste war erneut nix los. Diese nicht neue Erkenntnis wurde bis zur 90. Minute untermauert. Nur Becker und der eingewechselte Joaquin Makangu versuchten sich mit Schüssen. Sie wurden eine leichte Beute des Neustrelitzer Keepers. Insgesamt verkauften sich die Spieler von Trainer Cem Efe unter Wert. Entlastung nach vorn gab es nur selten.

So kam es, wie es kommen musste. Neustrelitz zog noch einmal an, und nach 67 Minuten fiel die endgültige Entscheidung. Velimir Jovanovic, der auch schon beim 2:1-Erfolg der Neustrelitzer in Babelsberg getroffen hatte, kam noch zu "seinem" Treffer. Der Torjäger besorgte mit einem Volleyschuss aus 18 Metern für das 3:0. Die Kugel schlug flach rechts neben dem Pfosten ein. Gladrow war auch in dieser Situation machtlos. Für Jovanovic war es Saisontreffer Nummer 17.

Nach Spielschluss grübelte Efe noch lange mit Co-Coach Manuel Hartmann über das Erlebte. "Ich bin nicht enttäuscht von der Mannschaft", sagte Efe. "Wir müssen bis Saisonende noch das Beste aus der Spielzeit machen. Zu einem Hurra-Fußball sind wir nicht in der Lage. Vor allem können wir uns keinen Torjäger backen."

Zur Stunde der Wahrheit kommt es am Mittwoch, wenn der Drittlligist im Halbfinale des Landespokals beim Brandenburgligisten Germania Schöneiche gastiert. Das Spiel wird um 17.30 Uhr angepfiffen. "Hin oder her mit der Sturmmisere. Die Spieler haben schon des Öfteren bewiesen, dass sie ganze Kerle sind, wenn es drauf ankommt", so Efe. Die konzentrierte Leistung vom 1:0-Sieg beim 1. FC Lok Leipzig könnte auch im Pokal wegweisend sein.

Von Detlef Braune

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