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Jakub Petrik pirscht sich heran

Der tschechische Stürmer hofft beim SV Babelsberg 03 auf mehr Einsatzzeit Jakub Petrik pirscht sich heran

Am Samstag trifft der SV Babelsberg 03 im heimischen Karl-Liebknecht-Stadion um 13.30 Uhr auf den Tabellenvierten 1. FC Union Berlin II. Dann will auch der tschechische Stürmer Jakub Petrik auf dem Platz stehen. Zum Spieltag möchte der Verein mit einem Aktionstag "Refugees Welcome" nicht nur ein sportliches sondern auch ein politisches Zeichen setzen.

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Will sich wieder in die erste Elf zurückkämpfen: Nulldrei–Stürmer Jakub Petrik.

Quelle: Jan Kuppert

Potsdam. Zu Saisonbeginn schien er gesetzt. Endlich verfügte Fußball-Regionalligist SV Babelsberg 03 mit Jakub Petrik über einen Stürmer, der für das Toreschießen prädestiniert schien. Doch der Neuzugang vom Brandenburger SC Süd 05, der in der Vorsaison für den Oberligisten zwölf Treffer und acht Assists beigesteuert hatte, fand bisher beim SVB keine Bindung. Im jüngsten Heimspiel gegen Hertha BSC II fehlte der Tscheche im Kader, bei Viktoria 89 saß der 22-Jährige immerhin schon auf der Bank. Im Pokalspiel in Luckenwalde wurde er schließlich in der Schlussphase eingewechselt. Der 1,94 Meter große Angreifer pirscht sich an größere Einsatzzeiten heran. Aber Petrik wird sich gedulden müssen. Auch in der Heimpartie am Samstag um 13.30 Uhr im Karl-Liebknecht-Stadion gegen den Tabellenvierten 1. FC Union Berlin II (16 Punkte) wird es für ihn für die Anfangself nicht reichen.

Die Sturmmitte bleibt das Sorgenkind

„Ich warte auf meine Chance“, sagt Petrik. „Rafael Makangu hat auf meiner Position drei Tore erzielt. Da habe ich wenig Argumente.“ Der Neue wartete als klassischer Mittelstürmer vergeblich auf Flanken für seine Kopfbälle. Die Babelsberger, die zumeist Probleme in der Angriffsgestaltung haben, spielen viele Bälle vertikal. „Jakub muss sich mehr bewegen und auch auf die Flügel ausweichen“, fordert Trainer Cem Efe. „Außerdem muss er robuster werden.“
Die Sturmmitte bleibt das Sorgenkind. Auch Wühler Makangu blieb zuletzt ohne Durchschlagskraft. In Luckenwalde ließ der bullige Angreifer viele Angriff verpuffen. Jeder zweite Ball prallte ihm vom Fuß. Als Option hält der Trainer Lucas Albrecht bereit, der aber viel lieber über die Flügel kommt.

Die Babelsberger als Tabellenzehnter (elf Zähler) wollen gegen die Eisernen an die furiosen Phasen der letzten Heimbegegnungen anknüpfen. „Jetzt geht es gegen die beste Mannschaft der Liga“, windet Efe dem Gegner einen Kranz. SVB-Kapitän Christian Schönwälder relativiert nur geringfügig: „Die Unioner stellen das spielstärkste Team.“ Mit Tugay Uzan und Ahmed Razeek bieten sich einige Talente mit starken Leistungen für den Zweitligakader an. Die Aktionen werden von Kapitän David Hollwitz organisiert, der in der Saison 2010/11 in der dritten Liga für Babelsberg angetreten war. Die Berliner vermögen ruck, zuck umzuschalten. Mit blitzschnellen Kontern, die zu Toren führten, kamen sie im Frühjahr in Babelsberg zum 3:1-Sieg.

Schmidt noch nicht genesen

Babelsbergs Abwehrchef Schönwälder hat seine Leistenverletzung überwunden. Er trainierte wieder voll und dürfte morgen auflaufen. „Spielerisch gute Mannschaften liegen uns“, sagt er. „Da können auch wir unsere Vorzüge in dieser Hinsicht einbringen.“ Jonas Schmidt hatte Schönwälder zuletzt zweimal nahtlos ersetzt. Schmidt wurde in Luckenwalde zum Pechvogel. Nach einem Pressschlag mit Daniel Becker schwoll der Knöchel an. Der Abwehrmann konnte in den letzten Tagen nur leichte Laufübungen absolvieren.

Aktionstag "Refugees Welcome"

Der SVB hat als erster aktiver Profifußballverein in Deutschland ein vereinseigenes Team, welches aus Flüchtilingen („Refugees“) besteht, gegründet.
Am Samstag bestreitet die von Zahirat Juseinov trainierte Truppe ein Spiel gegen den FC Lampedusa (Flüchtlingsteam aus Hamburg).
Die Babelsberger haben viele Vereine eingeladen, die sich mit der aktuellen Lage von Flüchtlingen beschäftigen. Im Rahmen des Aktionstages, mit dem der Verein auf die Situation von Flüchtlingen aufmerksam macht, treffen die Teams im Anschluss an die Regionalliga-Partie aufeinander (15.45 Uhr, Kunstrasenplatz).
Die Mannschaft von Cem Efe wird erstmals mit einem „Refugees Welcome“-Logo auf den Hosen auflaufen.
Für alle Flüchtlinge aus Berlin und Brandenburg ist der Eintritt frei.

Von Detlef Braune

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