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Jerome Maas auf dem Sprung

Mittelfeldspieler wartet auf seinen ersten Einsatz beim SV Babelsberg 03 Jerome Maas auf dem Sprung

SVB-Neuzugang Jerome Maas laboriert seit Wochen an einer Fraktur des linken Schienbeinkopfes, die er sich Ende Mai im Spiel seines alten Vereins SV Altlüdersdorf gegen den BFC Dynamo zuzog. In der vergangenen Woche hat er angefangen, mit seinen Nulldrei-Kollegen zu trainieren und hofft, in der nächsten Woche mit der zweiten Mannschaft auflaufen zu können. „Ich brauche ja Spielpraxis.“

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Stark am Ball: Jerome Maas vom SV Babelsberg 03.

Quelle: Jan Kuppert

Potsdam. Jerome Maas ist ein Opfer von Felix „Quälix“ Magath. „Als Magath in Wolfsburg als Trainer anfing, hat er etliche Spieler gnadenlos aussortiert, ich gehörte dazu“, erzählt der SV-Babelsberg-03-Neuzugang. Maas schnürte vier Jahre für den VfL Wolfsburg die Töppen – je zwei Spielzeiten in der U19 und in der Reserveelf des Bundesligisten. Mit der U23 stand der Mittelfeldspieler einmal gegen den SV Babelsberg 03 auf dem Platz: Vor ziemlich genau sechs Jahren bezwangen die Filmstädter im Karl-Liebknecht-Stadion den VfL im Regionalliga-Kick mit 3:2. Inzwischen ist das „Karli“ Maas’ Arbeitsstätte – genauer: könnte es sein. Denn der 26-Jährige laboriert seit Wochen an einer Fraktur des linken Schienbeinkopfes, die er sich Ende Mai im Spiel seines alten Vereins SV Altlüdersdorf gegen den BFC Dynamo zuzog. „Immerhin hatte ich Glück im Unglück, es ist ,nur’ ein Riss“, so Maas, der sich selbst als „Vorlagengeber“ beschreibt. In der vergangenen Woche hat er angefangen, mit seinen Nulldrei-Kollegen zu trainieren und hofft, in der nächsten Woche mit der zweiten Mannschaft auflaufen zu können. „Ich brauche ja Spielpraxis.“

In der Ersten, die am Samstag (13.30 Uhr) beim VfB Auerbach Farbe bekennen muss, sieht Maas viel Potenzial: „Wir haben individuell gut ausgebildete Spieler und sind in der Lage, viele Punkte zu holen. Der erste Sieg gegen Lok Leipzig war absolut verdient. Daraus können wir Selbstvertrauen schöpfen.“ Ohnehin empfindet Maas Nulldrei als „Sprung nach vorn für mich, die Strukturen sind professionell, die Atmosphäre ist angenehm“. Trainer Cem Efe mache „einen guten Eindruck, er entwickelt die Spieler individuell weiter, lässt abwechslungsreich trainieren“. In den vergangenen Jahren kickte Maas beispielsweise für Türkiyemspor („ausgerechnet in der Zeit, als man dort ständig viele Tore kassiert hat“), Tennis Borussia und für den Schweizer Drittligisten FC Grenchen. Nach seinem missglückten Wechsel von Wolfsburg zu Hannover 96 landete der linke Flügelspieler in dem Uhrenstädtchen. „Den FC habe ich als Sprungbrett gesehen, es lief da richtig gut – drei Monate lang, dann habe ich mich in einem Spiel schwer am Knie verletzt“, erzählt Maas: „Brutale Fremdeinwirkung des Gegners.“ Zehn Monate brauchte er, um sich wieder zu berappeln.

Dabei hatte der gebürtige Berliner die Karriere schon auf dem Fuß: Zwei Jahre verbrachte er als Jugendlicher im Internat von Bayern München. Dort wurde Maas’ Vertrag nicht verlängert, er ging nach Wolfsburg. In Babelsberg will Maas bald auf dem Platz stehen – wenngleich er vom Fußball nicht leben kann und deshalb halbtags „als Bürokraft in einem Transportunternehmen“ arbeitet. Auf dem Zukunftsplan steht ein Studium der Betriebswirtschaftslehre: „Vielleicht fange ich im Oktober an.“ Dann kann sich Jerome mit seiner Freundin Li austauschen, die schon BWL büffelt.

Von Ricarda Nowak

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