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Joker Makangu erlöst Babelsberg 03

1:0-Sieg bei Lok Leipzig ist wichtiger Schritt zum Regionalliga-Klassenerhalt Joker Makangu erlöst Babelsberg 03

Der SV Babelsberg 03 hat am Mittwoch das Nachholspiel gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig gewonnen. Vor rund 2700 Zuschauern lieferten sich beide Clubs trotz Abstiegskampf einen müden Kick, der erst kurz vor Schluss durch Rafael Makangu entschieden wurde.

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Rafael Makangu umspielt Torwart Latendresse-Levesque und erzielt das 1:0 für Babelsberg.

Quelle: Jan Kuppert

Leipzig. Am Ende liefen die Babelsberger Spieler in die Gäste-Kurve und feierten ausgelassen mit ihren rund 120 Fans. Im Mittelpunkt: Rafael Joaquim Makangu. Der kurz nach der Pause eingewechselte Stürmer hatte in der 85. Minute den alles entscheidenden Treffer erzielt, sich gegen mehrere Leipziger Verteidiger durchgesetzt, den Keeper umkurvt und seelenruhig eingeschoben. „Eine unglaubliche Fehlerkette, die mich sehr ärgert“, schimpfte Lok-Trainer Heiko Scholz.

Seine Kollege Cem Efe aber war überglücklich, dass sein Joker vor 2721 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion gestochen hatte. „Ich bin sehr erleichtert, dass wir dieses Spiel gewonnen haben“, sagte der Babelsberger Trainer, der zuletzt zwei Niederlagen hinnehmen musste: „Das war Abstiegskampf pur, und die Verunsicherung war beiden Mannschaften anzumerken.“

Potsdam, 02.04.2014: Der 1:0-Sieg der Babelsberger im Nachholspiel gegen Lok Leipzig ist ein wichtiger Schritt zum Regionalliga-Klassenerhalt.

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Doch aus dem Abstiegskampf der Fußball-Regionalliga hat sich sein Team mit dem gestrigen 1:0 beim 1. FC Lok wohl endgültig verabschiedet. Elf Punkte Vorsprung haben die Babelsberger jetzt auf den Tabellen-15. aus Leipzig, dessen Hoffnungen auf den Klassenerhalt einen herben Dämpfer erhielten. Auf den Rängen blieb es bei der unter großen Sicherheitsvorkehrungen stattfindenden Partie friedlich. Das Duell hatte eine brisante Vorgeschichte: Im Hinspiel am 3. August 2013 lieferten sich Fans beider Clubs im Karl-Liebknecht-Stadion in Potsdam Krawalle mit Polizei und Ordnern, kletterten über Absperrungen und prügelten aufeinander ein.

Am Mittwoch triumphierte Babelsberg verdient. Vor der Pause bestimmten die technisch besseren Gäste das Geschehen. Sie besaßen gefühlte 70 Prozent Ballbesitz, ließen mit ruhigen Kombinationen Ball und Gegner laufen. Gefährlich wurden sie zunächst nur bei Standard-Situationen. Heiko Schwarz prüfte mit einem straffen 20-Meter-Freistoß (9.) Lok-Schlussmann Julien Latendresse-Levesque, der auch einen Kopfball von Severin Mihm (25.) entschärfte und danach Glück hatte, dass ein abgefälschter Kopfball von Julian Prochnow (36.) auf dem Tornetz landete. „Es ist uns lange nicht gelungen, entscheidende Offensiv-Akzente zu setzen“, kritisierte Efe.

Lok lieferte ein Fehlpass-Festival ab – und wäre doch bei einem Konter beinahe in Führung gegangen. Sebastian Zielinsky, der früher für den 1. FC Köln in der Bundesliga spielte, spurtete übers halbe Feld, verschaffte sich mit einer Körpertäuschung Luft – und scheiterte aus 14 Metern am glänzend reagierenden Marvin Gladrow (15.). Zielinsky, mit Abstand bester Leipziger, fand dann auch bei einem 25-Meter-Schuss seinen Meister in Gladrow (38.).

Nach der Pause steigerte sich Lok etwas, erreichte Gleichwertigkeit, rannte aber ohne Plan und System an. Gianluca Marzullo verzog aus der Drehung knapp (51.), mehr ließ die gut organisierte Gäste-Deckung nicht zu. Aber auch Babelsberg gelang in der immer schlechter werdenden Partie kaum noch etwas, wirkte müde. Dann hätte sich der Leipziger Torwart fast selbst ein Ei ins Nest gelegt, schlug bei einem harmlosen Rückpass von Kevin Kittler über den Ball, doch die Kugel trudelte wenige Zentimeter am Kasten vorbei (79.). Als sich alle schon auf eine Nullnummer eingerichtet hatten, kam Makangu und schlug eiskalt zu. Die kleine Babelsberger Kolonie jubelte ausgelassen.

Von Steffen Enigk

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