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Keine Tore beim Brandenburg-Derby

Magerkost zwischen Babelsberg und Rathenow Keine Tore beim Brandenburg-Derby

Der SV Babelsberg 03 und Optik Rathenow haben sich am Sonntag im Karl-Liebknecht-Stadion torlos getrennt. Den über 2000 Zuschauern wurde bei bestem Wetter nur mäßiger Regional-Fußball geboten. Von Angriffsfußball konnte nicht die Rede sein - da ging es bei der folgenden Pressekonferenz schon deutlich schärfer zur Sache.

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Sebastian Huke (Optik Rathenow) behauptet den Ball gegen Severin Mihm.

Quelle: Jan Kuppert

Potsdam . Bestes Fußballwetter gestern beim Havelland-Derby in der Fußball-Regionalliga zwischen dem SV Babelsberg 03 und dem FSV Optik Rathenow. Doch den 2168 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion wurde Magerkost geboten. Zwei Chancen in 90 Minuten für die Gastgeber, drei für die Gäste, mehr passierte beim 0:0 nicht.

Beide Teams schienen einen Nichtangriffspakt geschlossen zu haben nach dem Motto: Gib mir den Ball, du bekommst ihn sofort zurück. 30 Minuten lang wiesen die Babelsberger immerhin die bessere Spielanlage auf, doch herauskam nur ein verunglückter Kopfball durch Notstürmer Dennis Lemke nach Flanke von Daniel Becker (15.). Die Westhavelländer wurden nach einem Schuss von Philipp Grüneberg hoch aufs kurze Eck munterer, doch SVB-Keeper Marvin Gladrow bekam noch eine Hand dran (31.). Fast mit dem Halbzeitpfiff rettete Gladrow erneut gegen Grüneberg. Süleyman Kapan hatte geschickt durchgesteckt (45.).

Auch im zweiten Abschnitt ändert sich kaum etwas am Ablauf. Beim SVB – den fast sicheren Klassenerhalt vor Augen – war der Spannungsabfall beim dritten Spiel in acht Tagen deutlich. Daniel Beckers Freistoß-Knaller aus 28 Metern, der knapp daneben ging, war der einzige Aufreger (66.) in Halbzeit zwei. Auch die Rathenower, die nach neun Jahren wieder zu einem Punktspiel im Karli aufgekreuzt waren. kamen noch zu einem gefährlichen Freistoß durch Süleyman Kapan. Gladrow lenkte den Ball im letzten Moment zur Ecke (88.).

Die Babelsberger Akteure nahmen das Geschehen gelassen hin. „Wir wollten nicht verlieren. Nach vorn passierte zu wenig, aber der Kräfteverschleiß machte sich bemerkbar“, sagte Verteidiger Severin Mihm. Der Abwehrmann gehörte neben Dauerläufer Lavro Sindik und dem in der Offensive aufgebotenen Maximilian Zimmer noch zu den besten Babelsbergern. Der Rathenower Kapan sah es so: „Wir sind zu wenig aufgerückt. Später war es eine Kraftfrage, weil alle im Rückwärtsgang viel arbeiten mussten.“

Zu den enttäuschten Beobachtern der Partie zählte Guido Block. Der einstige Rathenower Stratege, der von 1998 bis 2000 für Babelsberg spielte, meinte: „Es gab keine Strafraumszenen, und es hat nicht gerasselt, wie man es eigentlich von einem Abstiegskampf erwarten musste. Enttäuscht hat mich Babelsberg.“ Block (45) war bis zum Vorjahr noch beim Landesligisten Chemie Premnitz aktiv.

Zu einem verbalen Scharmützel kam es nach dem Spiel im Presseraum. Den Ärger, dass dem Tabellenletzten Rathenow kein Dreier gelang („wir hatten die besseren Möglichkeiten“) verbarg Trainer Ingo Kahlisch noch. Nicht aber den Unmut, dass mancher Gegner über seine finanziellen Verhältnisse lebt – der FSV Optik hat im Gegensatz seit und je keine Verbindlichkeiten. „Da wird gegrient, wenn wir hier spielen, andere haben Schulden“, sagte Kahlisch und fügte hinzu: „Meine Spieler gehen morgen wieder arbeiten.“ Babelsbergs Coach Cem Efe reagierte angesäuert auf die Anspielung: „Wir haben auch Spieler, die arbeiten gehen.“

Von Detlef Braune

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