Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 14 ° wolkig

Navigation:
Der SV Babelsberg 03 im Viertelfinale

Nach der Partie tobte Luckenwaldes Trainer in den Katakomben Der SV Babelsberg 03 im Viertelfinale

In einem temporeichen und temperamentvollen Spiel hat sich Fußball-Regionalligist SV Babelsberg Frreitagabend mit 3:0 beim Oberliga-Spitzenreiter FSV 63 Luckenwalde durchgesetzt und steht damit im Landespokal-Viertelfinale. Ingo Nachtigall, Trainer von Luckenwalde, konnte seinen Groll aber kaum verbergen.

Voriger Artikel
Babelsberg gewinnt in Luckenwalde
Nächster Artikel
Jakub Petrik pirscht sich heran

Geschafft: Die Babelsberger Severin Mihm (l.) und Ugurtan Cepni  feiern den Sieg.

Quelle: Frank Nessler

Luckenwalde. Der Auftritt von Ingo Nachtigall, Trainer des Oberligisten FSV Luckenwalde, nach dem Spiel im Achtelfinale des Fußball-Landespokals gegen den SV Babelsberg 03 kam einem kleinen Erdbeben gleich. 3:0 (0:0) hatte der Regionalligist am Freitagabend gewonnen. Der in Babelsberg wohnende Nachtigall verschaffte sich in den Katakomben des 2007 rekonstruierten Werner-Seelenbinder-Stadions laut Luft.

„Das war nie Rot für Tobias Francisco, er hat den Ball gespielt“, verteidigte der Coach seinen Abwehrmann. Francisco hatte vor dem eigenen Strafraum gegen den anstürmenden Severin Mihm die Notbremse gezogen (77.). Genauso echauffierte sich Nachtigall über Gelb-Rot für Tim Stober. Der Cottbuser Schiedsrichter Henry Müller bekam sein Fett weg, weil er Stober nach 30 Minuten zum ersten Mal Gelb für einen Trikotzupfer gezeigt hatte. „Bei unterklassigen Mannschaften werden solche Sachen sofort bestraft“, so Nachtigall. Da schwang die Enttäuschung mit nach dem Scheitern im fünften Pokalanlauf gegen die Babelsberger.

Rainer Nachtigall (74), einst DDR-Liga-Spieler des SC Potsdam und von Motor Babelsberg, unterstützte seinen Neffen: „Der Schiri hat das Spiel zerpfiffen.“

Die Gäste hatten vor 1320 Zuschauern, davon 300 aus Babelsberg, stets die Übersicht bewahrt. „Es war ein hartes Stück Arbeit, aber am Ende hatten wir unser Spiel durchgedrückt“, sagte SVB-Trainer Cem Efe zum Auftreten seiner Elf. Für die Tore hatten Lucas Albrecht (62.), Bilal Cubukcu mit einem 20-Meter-Freistoß rechts in den Giebel (79.) sowie Mihm per Kopfball (87.) gesorgt. „Pokalspiele sind immer eklig. In der ersten Halbzeit haben wir uns schwergetan, aber dann waren wir cleverer“, sagte Torschütze Cubukcu.

Während Ingo Nachtigall immer noch schimpfte („das erste Babelsberger Tor soll Abseits gewesen sein“), versuchte Daniel Becker die Gemüter zu beruhigen. In der vergangenen Saison war der Luckenwalder Antreiber für die Babelsberger aufgelaufen. Im Pokalspiel war er bei der größten FSV-Chance nach 36 Minuten an Babelsbergs Keeper Marvin Gladrow gescheitert. Ansonsten legte Becker doppelt so weite Wege zurück wie im Vorjahr in der Regionalliga. Nach den neunzig Minuten meinte er: „Wir haben gut mitgehalten. Das Spiel stand lange auf des Messers Schneide.“ Und Becker fügte an: „Die Gelb-Rote und die Rote Karte gegen uns waren berechtigt.“

Von Detlef Braune

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus SVB 03
MAZ Sportbuzzer