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Nicht den Teufel an die Wand malen

Maximilian Zimmer fordert mehr Aggressivität im Babelsberger Spiel Nicht den Teufel an die Wand malen

Genau 2009 Zuschauer sahen im Spiel des SV Babelsberg 03 gegen Nordhausen eine recht harmlos nach vorne agierende Heimmannschaft - und hinten wurde mal wieder geschlafen. Im MAZ-Interview spricht Abwehrspieler Maximilian Zimmer gar von einem Heimfluch. Dennoch sangen die Nulldrei-Fans und unterstützten ihre Mannschaft.

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Potsdam. MAZ : Wie erklären Sie das 2:3?

Maximilian Zimmer : Wir haben zu naiv verteidigt, bei zwei Gegentoren nach Standards gepennt. Gerade das sichere Abwehrverhalten üben wir ständig. Hinzu kam ein individueller Fehler. Aus dem Spiel heraus lassen wir allgemein wenig zu.

Stotterte nicht auch nach vorn der Motor?

Zimmer : Wir dürfen die zweite Halbzeit nicht runterreden. Die Chancen für Lucas Albrecht und "Süle" Koc mussten zu Toren führen. Wir haben es bis zuletzt versucht. Das Anrennen eröffnete auch dem dezimierten Gegner Konterchancen.

Außer Koc geht im Angriff keiner da hin, wo es wehtut. Warum wird die Verantwortung zumeist zum Nebenmann geschoben?

Zimmer : Wir sollen Fußball spielen. Wir müssen einen Mittelweg finden und das Spielerische paaren mit mehr Drang nach vorn und mehr Aggressivität.

Liegt ein Fluch über den Heimspielen?

Zimmer : Das könnte so sein. Wir kriegen zu Hause kein Bein vors andere. Dabei stehen die Fans auch nach einem Rückstand hinter uns. Die Gegner sind bei der Atmosphäre im "Karl-Liebknecht-Stadion" bis in die Haarspitzen motiviert. Nach der Niederlagenserie reist keine Mannschaft mehr an, die Angst vor uns hat.

Wie sehen Sie Ihre Rolle im Team?

Zimmer : Ich versuche auf der rechten Außenbahn viel zu bewegen. Ich bin erst 21, doch ich fühle mich akzeptiert. Die Mitspieler sehen, dass ich was reißen will. Wir wussten, dass es mit der zusammengewürfelten Truppe schwer wird. Man darf jetzt nur nicht den Teufel an die Wand malen.

Interview: Detlef Braune

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