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Nulldrei schafft Klassenerhalt

Spannendes Saisonfinale mit glücklichem Ausgang Nulldrei schafft Klassenerhalt

Bis zum Schluss musste der SV Babelsberg 03 um den Klassenerhalt in der Regionalliga Nordost zittern. Trotz einer 0:1-Niederlage im thüringischen Meuselwitz konnte der Abstieg vermieden werden, denn Leipzig spielte nur Unentschieden. Im Fanblock kam es aber zu unschönen Szenen - auch gegen die eigene Mannschaft.

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Dicke Rauchschwaden im Babelsberger Block.

Quelle: MARIO JAHN

Potsdam. Mit 0:1 musste sich der SV Babelsberg 03 am letzten Spieltag beim bis dato schlechtesten Heimteam der Liga, dem ZFC Meuselwitz, geschlagen geben. Das Tor des Tages für die Gastgeber erzielte Raik Hildebrandt bereits nach neun Minuten. Er wurde von seinem Teamkollegen Sebastian Albert mit einem tiefen Ball auf die Reise geschickt und verwandelte unbedrängt vor 03-Keeper Marvin Gladrow zur 1:0-Führung. Die Babelsberger konnten von Glück reden, dass zeitgleich Lok Leipzig bei Hertha BSC II nicht über ein 1:1 hinaus kam und die Kiezkicker somit auch 2014/2015 definitiv in der Regionalliga dabei sind.

Gerade in den ersten dreißig Minuten der Partie waren die Meuselwitzer vor 2018 Zuschauern präsenter und setzten die Gäste gehörig unter Druck. Mit zunehmender Spieldauer kamen die Nulldreier mehr ins Spiel und waren vor allem nach Standards gefährlich. Die größte Chance auf den Ausgleich vergab Kapitän Julian Prochnow nach einem Freistoß von Maximilian Zimmer, als er am Fünf-Meter-Raum frei zum Abschluss kam, den ZFC-Kasten aber knapp verfehlte (38.). So ging es mit einem verdienten 1:0 in die Kabinen. Unschöne Szenen dann kurz vor Wiederanpfiff der zweiten Hälfte als einige "Fans" aus dem Gästeblock der Meinung waren, Rauchbomben zünden zu müssen. Nach einer kurzen Unterbrechung durch den insgesamt sehr souverän agierenden Schiedsrichter Sebastian Schmickartz (Berlin) ging es dann sportlich weiter.

In Halbzeit zwei war dann zunächst wieder der Gastgeber am Drücker. Michael Rudolph vergab kurz nach Wiederanpfiff per Kopf die große Möglichkeit zum 2:0 (47.). Nach 55 Minuten dann die beste Chance aus dem Spiel heraus für Nulldrei. Christopher Blazynski steckt gut auf Dennis Lemke durch. Der Offensivakteur zögert nicht lange und prüft mit seinem Linksschuss aus der Drehung Norman Teichmann im Meuselwitzer Kasten. Kurze Zeit später hatte ZFC-Kapitän Frank Müller die Möglichkeit für seine Farben zu erhöhen. Nach einem zunächst abgewehrten Eckball taucht er frei vor SVB-Keeper Gladrow auf, konnte diesen aus Nahdistanz aber nicht überwinden. Mit zunehmender Spieldauer merkte man der Efe-Truppe an, dass sie sich nicht auf die Schützenhilfe aus Berlin verlassen wollten. Gerade nach Standards von Becker und Blazynski gab es immer wieder Gefahr im Meuselwitzer 16er. Ein Freistoß von Blazynski aus dem Halbfeld touchierte die Latte (70.). Trotz aller Bemühungen gelang den Gästen an diesem Tag kein Treffer. Bei den Meuselwitzern schwanden mit zunehmender Spielzeit sichtlich die Kräfte. So blieb es beim 1:0-Heimerfolg der Meuselwitzer, die an diesem Tag insgesamt präsenter waren und somit nicht unverdient drei Punkte einfuhren.

Letztlich reichte dieses Ergebnis beiden Teams für den Klassenerhalt. Während die Freude auf ZFC-Seite groß war, spürte man bei den Gästen, die die letzten Sekunden des Leipzig-Spiels im Fernsehen am Spielfeldrand verfolgten, nach dem dortigen Schlusspfiff vor allem Erleichterung.

Pyro und Auseinandersetzungen mit der Polizei

  • Rund 400 Anhänger begleiteten die Babelsberger zum letzten Auswärtsspiel der Saison nach Meuselwitz.
  • Insgesamt drei Fanbusse machten sich am Samstagmorgen von Babelsberg aus auf den Weg nach Thüringen.
  • Kurz vor Beginn der zweiten Halbzeit wurden dann durch einige unverbesserliche „Fans“ Bengalos gezündet.
  • Blauer Rauch stieg hinter dem Kasten von Nulldrei-Keeper Marvin Gladrow auf und verzögerte den Wiederanpfiff.
  • Nach Abpfiff brachte ein Teil der Babelsberger Anhänger seinen Unmut gegenüber den Spielern lautstark zum Ausdruck.
  • Zusätzlich kam es im Gästeblock zu Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Mirko Jablonowski

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