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SV Babelsberg gewinnt Derby in Rathenow

Spiel endet nach 90 Minuten mit 2:0 SV Babelsberg gewinnt Derby in Rathenow

Der SV Babelsberg 03 hat das Brandenburg-Derby in der Fußball-Regionalliga Nordost mit 2:0 gegen Optik Rathenow gewonnen. In einem durchschnittlichen Spiel setzten sich die Potsdamer in Rathenow dank der Treffer von Julian Prochnow und Kai Druschky durch. Beide Teams stehen im gesicherten Mittelfeld der Tabelle.

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Rathenow. Es bleibt dabei: Der FSV Optik Rathenow kann gegen den SV Babelsberg 03 nicht gewinnen. Im ersten Regionalliga-Duell zwischen beiden Teams triumphierten die Gäste am Sonntag vor 1017 Zuschauern, darunter 380 Nulldrei-Fans, am Vogelgesang überraschend sicher mit 2:0 (1:0). Für die Westhavelländer war es die dritte Niederlage in Folge, die Nulldreier waren zuletzt vier Spiele ohne Sieg.

Bei den Babelsbergern fehlten Süleyman Koc (Knieprobleme) und Zlatko Hebib (Adduktoren). Beim Warmmachen verdrehte sich zudem Torwart Marvin Gladrow, der nach einer Roten Karte wieder seine Position beziehen sollte, das Knie und musste mit Verdacht auf Meniskusschaden vom Platz getragen werden. Doch die Gäste machten aus der Personal-Not einen Schachzug. Vor der Abwehr traten sie mit einer flachen Vier an, die sich als entscheidend erweisen sollte. Neben Daniel Becker, der sich zum besten Mann auf dem Platz aufschwang, waren Lavro Sindik und Manuel Moral Fuster ständig auf Achse. Sprachlich verstehen sie sich nicht. Sindik spricht kroatisch, Fuster spanisch, fußballerisch klappte es bestens. Die Elf von Cem Efe konnte es sich sogar leisten, zunächst auf den formschwachen Kapitän Christopher Blazynski zu verzichten.

Der Gastgeber hatte zwar die erste gefährliche Aktion zu verzeichnen, als Süleyman Kapan Nulldrei-Keeper Dominik Feber prüfte (11.), doch acht Minuten später fiel das 0:1. Julian Prochnow köpfte einen Eckball von Becker ein. Kai Druschky, der allein vor Optik-Torwart Marcel Subke auftauchte, aber scheiterte, hätte schon für eine Vorentscheidung sorgen können (29.).

Die Rathenower erhöhten nach der Pause zwar die Schlagzahl, doch Gefahr kam nicht auf. Kapan, Optiks technisch bester Akteur, bezog die Position in der Sturmmitte, aber heraus kam nur ein Schüsschen (73.). Lediglich der eingewechselte Onur Uslucan zwang Feber zu einer Parade (65.). Bei der Dürftigkeit der Aktionen seiner Mannen auf dem Platz schien auch Optik-Coach Ingo Kahlisch zu resignieren. „Kopf hoch!“ rief er ihnen zu. Auch die Unterstützung durch seinen 78-jährigen Vater Klaus auf der Tribüne („Legt doch mal ’nen Gang zu“) fruchtete nicht.
Die Gäste konnten das Ding ruhig nach Hause schaukeln. Fuster, Becker und Severin Mihm hätten bereits erhöhen können, das blieb dann Laurin von Piechowski vorbehalten (90.+2). „Wir wollten endlich wieder besser Fußballer spielen“, sagte Babelsbergs Trainer Cem Efe. Er freute sich sowohl über Fuster („bärenstark“), der erstmals von Beginn an spielte, sowie über Sindik („seine bisher beste Partie“).

Die Nulldreier lieferten einen starken Auftritt ab, wurden aber nicht übermäßig gefordert. Gegen kompakt stehende Gäste fiel den Rathenowern nicht viel ein. „Unsere Mittel reichten einfach nicht aus“, konstatierte Kahlisch, „wir sind auf das normale Level zurückgestürzt.“ Rathenows Innenverteidiger Damir Coric, einstiger DFB-Auswahlspieler im Jugendbereich, ärgerte sich über die Entstehung des 0:1: „Immer fallen Gegentore nach Standards.“ Auf den Punkt aber brachte es Antreiber Kapan: „Bei uns muss von jedem Spieler mehr kommen.“

Nach dem Sieg belegt Babelsberg in der Tabelle nun mit 13 Punkten den siebten Platz. Optik Rathenow hat zwei Punkte weniger und ist Achter.

So spielten die Mannschaften:

Rathenow: Subke – Bahr (85. Kesavan), Coric, Delvalle, Wilcke – Leroy, Hellwig – Huke (46. Uslucan), Cankaya, Kapan – Turhan (66. Ismail).

Babelsberg: Feber – Zimmer, Prochnow, Rode, Mihm – Schwarz, Moral Fuster (80. von Piechowski), Becker, Sindik – Druschky (76. Blazynski), Albrecht (67. Makangu).

Am kommenden Wochenende spielt Babelsberg am Freitag, 4. Oktober, um 19 Uhr zuhause gegen die TSG Neustrelitz. Optik Rathenow muss am Sonntag um 13.30 Uhr auswärts gegen Lok Leipzig ran.

Von Detlef Braune

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