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SV Babelsberg kooperiert mit Lonsdale

Verein darf kostenlos Kleidung aus dem Sortiment des Modelabels verkaufen SV Babelsberg kooperiert mit Lonsdale

Der SV Babelsberg 03 kooperiert ab sofort mit dem Sportartikelhersteller Lonsdale. Das Unternehmen kostenfrei Textilien aus dem Sortiment zur Verfügung gestellt, die der Fußballverein verkaufen kann. Bei den Babelsberger Fans kommt die Kooperation gut an, viele würden die Marke, der lange ein rechtes Image anhaftete, sogar gerne als Trikotsponsor sehen.

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Potsdam. Der SV Babelsberg 03 hat am Mittwoch eine Kooperation mit dem Sportartikelhersteller Lonsdale bekannt gegeben. Der Potsdamer Fußballverein freue sich "außerordentlich", als erster Fußballverein Deutschlands mit Lonsdale zusammenzuarbeiten, ließ der Verein mitteilen.

Der Deal: Lonsdale stellt kostenfrei Textilien aus seinem Sortiment zur Verfügung, die der Verein verkaufen kann. Mit einem Teil des Erlöses soll unter anderem der SVB-Partnerverein „Mantua 62“ auf Kuba unterstützt werden. Lonsdale wird im Gegenzug im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion für sich werben.

Das 1960 als Ausrüster für den Boxsport in London gegründete Modelabel wurde in den 1990er-Jahren von Neonazis vereinnahmt. Die zufällig im Markennamen enthaltene und unter geöffneten Jacken sichtbare Buchstabenfolge "NSDA", was als Anspielung auf die in Deutschland verbotene "NSDAP" umgedeutet werden konnte, machte Lonsdale in der Szene beliebt. Das Unternehmen wehrte sich in der Folge offensiv dagegen, als Erkennungszeichen von Skinheads instrumentalisiert zu werden. Mit der Kampagne „Lonsdale loves all colours“ warb es bewusst mit Models unterschiedlicher ethnischer Herkunft. Babelsberg betonte in seiner Pressemitteilung, dass die beiden Unternehmen eine gemeinsame Wertvorstellung in Bezug auf Gleichberechtigung, Toleranz und Integration verbindet.

Ein T-Shirt aus dem Sortiment von Lonsdale

Quelle: Screenshot Shop

Seit 2011 sponsort Lonsdale bereits die Boxabteilung des FC St. Pauli.

Im Internet stieß die Kooperation auf viel Unterstützung. Die Fans leisteten dabei viel Aufklärungsarbeit bei Personen, die die Marke offenbar noch immer in der rechten Szene verorten: "Seit wann lässt man sich Marken von Nazis wegnehmen?", fragt ein Facebook-Fan. Andere Unterstützer schlagen sogar vor, das Modelabel als Trikotsponsoren einzusetzen.

MAZonline

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