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Sieg im Landespokalfinale wäre ein Trost

Optik Rathenow gegen SV Babelsberg 03 am 28. Mai Sieg im Landespokalfinale wäre ein Trost

Fußball-Regionalligist SV Babelsberg 03 will nach dieser schlimmer Saison zum neunten Mal im Landespokal triumphieren. Keine leichte Aufgabe gegen den Regionalligaabsteiger aus Rathenow. Optiks Fußballer wollen die Abstiegssaison nämlich mit dem Sieg im Landespokal versöhnlich beenden

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Im September 2013 traf man sich das letzte Mal im Stadion von Optik Rathenow.

Quelle: MAZonline

Potsdam. Es ist Duell der Enttäuschten: Umso mehr erhofft sich Zlatko Hebib vom Fußball-Regionalligisten SV Babelsberg 03 vom Finale des Landespokals Trost: "Wir wollen nicht ein Jahr umsonst über die Dörfer gefahren sein. Wir haben Monate lang auf den Pokaltriumph hingearbeitet."

Wie schnell ein Traum zu Ende sein kann, erfuhr der Schweizer Innenverteidiger mit dem SVB am 1. Mai vor zwei Jahren. Damals stand er neben Dennis Lemke, der eingewechselt wurde, als einziger vom heutigen Aufgebot in der Babelsberger Elf, die im Finale auf der Anlage des Brandenburgligisten SV Falkensee-Finkenkrug mit 1:2 verlor und aus allen Wolken fiel. Dabei hatte "FF" in den letzten 20 Minuten nach zweimal "Rot" nur neun Mann auf dem Platz. Drei Tage zuvor hatten die Gäste den Klassenerhalt in der 3.Liga (zu ausgiebig) gefeiert. "Jetzt weiß jeder von uns, dass es jetzt um die Existenz geht", so Hebib, dessen Vertrag ausläuft.

Nach der schlimmen Saison bleibt abzuwarten, ob die Filmstädter den Spannungsabfall aufhalten und zum neunten Mal nach der Trophäe greifen können. Gejubelt hat niemand nach dem Klassenerhalt, "aber wir sind erleichtert, dass wir es gerade so noch geschafft haben", so Cem Efe. Der Trainer ist zu oft enttäuscht worden, zuletzt in Meuselwitz von Maxi Zimmer. "Er hat katastrophal gespielt, die anderen sind an ihre Grenzen gestoßen." Lucas Albrecht war mit Spritzen ins Spiel gegangen. Doch die Schulterverletzung brach wieder auf, sodass er schon nach 38 Minuten vom Platz musste. Er fehlt in Rathenow.

Hebib, der seine Zukunft offenlässt, fordert vollen Einsatz. "Wir spielen auch für unseren Trainer", sagt er. "Der Coach wurde oft enttäuscht. Er hat ein tolles Fachwissen, eine offene Art, und er hält die Leine lang. Das Vertrauen in uns müssen wir jetzt mit dem Pokalgewinn zurückzahlen."

Optik hofft auf ein Signal
Das Formbarometer spricht für Optik Rathenow. Die Westhavelländer stehen zwar als Absteiger aus der Fußball-Regionalliga fest. Doch aus den vergangenen neun Spielen holte Rathenow 16 Punkte. Babelsberg 03, Mittwochabend (18.30Uhr, Stadion Vogelgesang) Gegner im Landespokalfinale, kam im gleichen Zeitraum nur auf acht Zähler. „Der Aufschwung kam leider zu spät“, sagt Optiks Präsident und Interimstrainer Mario Schmeling, der morgen mit 2000 Zuschauern rechnet. Die Serie von 16 Partien ohne Sieg hatte Rathenow schon zu tief in den Abstiegsstrudel gerissen.

Daher wirkte sich das 4:1 am letzten Spieltag gegen Jena positiv auf das Selbstvertrauen, aber nicht auf den Tabellenplatz aus. „Wir haben uns zuletzt nicht abschlachten lassen und ordentlich gepunktet“, sagt Schmeling. „Die Mannschaft hat also Potenzial, um so ärgerlicher ist der Abstieg.“

Die Teilnahme an der ersten Runde des DFB-Pokals 2013 war der Gipfel der Vereinsgeschichte. So manch Kicker wurde nach dem guten Auftritt gegen den Zweitligisten FSV Frankfurt (1:3 nach Verlängerung) aber von der Höhenkrankheit befallen. „Manch einer war abgehoben“, analysiert Schmeling. „Die Selbstüberschätzung einiger Spieler hat dazu geführt, dass oft der letzte Funke fehlte.“

Eine Wiederholung des Landespokalerfolges von 2013 soll der Saison „ein versöhnliches Ende“ bescheren, hofft Schmeling. „Das wäre auch ein wichtiges Signal für die kommende Saison. Dann ist es einfacher, Spieler zu holen.“ In der Oberliga will der derzeit erkrankte Trainer Ingo Kahlisch oben mitspielen. Die Leistungsträger Sebastian Huke (zu Viktoria Berlin) und Süleyman Kapan (BFC Dynamo) sind nicht zu halten. Schmeling: „Ich bin aber frohen Mutes, dass ein Großteil bleibt.“

Der Weg ins Finale...

...für Optik:

  • 1. Runde: Schwarz-Rot Neustadt 6:0
  • 2. Runde: Ludwigsfelder FC 3:0
  • 3. Runde: FSV Luckenwalde 5:3 n.V.
  • Viertelfinale: Sachsenhausen 3:4 n. E.
  • Halbfinale: Eisenhüttenstadt 2:1 n.V.

...für Nulldrei:

  • 1. Runde: Brieske/ Senftenberg 6:0
  • 2. Runde: Preussen Eberswalde 2:1
  • 3. Runde: Miersdorf/ Zeuthen 6:3
  • Viertelfinale: FC Strausberg 2:0
  • Halbfinale: Schöneiche 1:0 n.V.

Von Detlef Braune und Ronny Müller

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