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Tobias Grundler ist neu beim SV Babelsberg 03

Neuer Lebensabschnitt beginnt mit Einstand nach Maß Tobias Grundler ist neu beim SV Babelsberg 03

Am Ende ging alles ganz schnell. Nur drei Tage nach seiner Vertragsunterzeichnung absolvierte Tobias Grundler erstmals ein Pflichtspiel für den Fußball-Regionalligisten SV Babelsberg 03. Seiner Einwechslung nach gut einer Stunde ließ die Neuverpflichtung in der Nachspielzeit seine erste Torvorlage für den neuen Club folgen.

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Offensivspieler Tobias Grundler (r.) will sich beim SV Babelsberg 03 durchbeißen.

Quelle: Jan Kuppert.

Potsdam. Was für ein Einstand. Nur wenige Tage nach seiner Vertragsunterzeichnung beim SV Babelsberg 03 hatte Tobias Grundler schon seinen ersten großen Moment auf dem Platz. Sein gefühlvoll gespielte Pass in der Nachspielzeit gegen den Berliner AK erreichte Teamkollege Rafael Makangu. Der Stürmer verwertete das Zuspiel und traf zum entscheidenden 2:0 gegen den Berliner AK. „Das war natürlich ein Einstand nach Maß. Gerade vor den vielen Zuschauern war das einfach super“, beschreibt Grundler seine Gefühle beim ersten Auftritt im Karl-Liebknecht-Stadion.

Dies soll allerdings erst der Anfang für den 26-Jährigen gewesen sein. „Ich freue mich auf die Herausforderung Regionalliga, mit der für mich ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Die Truppe hat mich super aufgenommen“, berichtet der Kicker, der sich auf der linken Offensivseite am wohlsten fühlt. In zwei Wochen zieht der gelernte Lagerlogistiker vom Cityquartier am Potsdamer Hauptbahnhof in ein Apartment „Am Findling“. Bereits Ende Juli hatte er einige Tage zur Probe beim SVB vorgespielt. Beim Babelsberger Testspielerfolg über Germania Schöneiche (3:0) trat er als Torschütze in Erscheinung. Der Kontakt nach Potsdam kam über den ehemaligen Spielerberater Peter Hildebrandt zustande. „Er hat alles für mich organisiert“, bestätigt der gebürtige Offenbacher, der in der Jugend bei den Kickers am Bieberer Berg ausgebildet wurde.

Nachdem die Rahmenbedingungen für ein Engagement geklärt waren, kam der Linksfuß, der zuletzt für den SV Buchonia Flieden (Hessenliga) auf Torejagd ging, zurück nach Babelsberg. „Tobias ist ein sehr schneller Spieler, der immer wieder in die Tiefe geht. Solch einen Akteur haben wir gesucht“, sagt Trainer Cem Efe mit Blick auf seinen jüngsten Neuzugang.

Eben diese Qualitäten stellte Grundler bereits bei seinem ersten Teileinsatz unter Beweis. Morgen (15 Uhr) in der ersten Runde des Landespokals treten die Kiezkicker beim Landesliga-Aufsteiger Phönix Wildau an. Die Rollen sind klar verteilt. Alles andere als ein klarer Sieg von „Nulldrei“ wäre eine Überraschung. Ob Grundler dabei erstmals in der Startelf stehen wird, ist noch nicht entschieden. „Aktuell hat er noch konditionelle Defizite. Daran arbeiten wir gerade. Tobi ist sehr willensstark, charakterlich einwandfrei und will sich bei uns weiterentwickeln“, so Efe. Beim Personal lässt sich der Coach im Vorfeld des Pokalspiels nicht in die Karten schauen. Wer von den Akteuren aus der zweiten Reihe zum Zug kommen könnte, ist noch offen. „Wir werden das nach den Trainingseindrücken entscheiden“, gibt sich der Trainer bedeckt.

Grundler setzt sich in Sachen Startelf-Premiere nicht unter Druck. „Ich weiß, dass ich noch etwas Zeit brauche, sehe es aber absolut als Chance, mich hier zu beweisen. Alle im Verein helfen mir“, erzählt Grundler. Er sei zum ersten Mal über einen längeren Zeitraum von seiner Familie getrennt. „Das Essen von meiner Mutter werde ich schon vermissen“, gibt er zu.

Sein Vertrag bei den Filmstädtern ist zunächst auf ein Jahr begrenzt – auf eigenen Wunsch. „Wir haben erst über einen Zweijahres-Vertrag gesprochen, uns dann aber auf ein Jahr geeinigt. Nach den ersten Eindrücken kann ich mir ein längeres Engagement vorstellen“, hofft Grundler, der „Erfahrungen sammeln und der Mannschaft weiterhelfen will“. Alles andere werde die Zeit bringen. Seine erste Torbeteiligung soll schließlich nur der Anfang seines Gastspiels am Babelsberger Park gewesen sein. Dem Einstand nach Maß sollen viele weitere Erfolgserlebnisse folgen.

Von Mirko Jablonowski

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