Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 19 ° Regenschauer

Navigation:
Wieder Heimpleite für SV Babelsberg 03

3:4 gegen Meuselwitz Wieder Heimpleite für SV Babelsberg 03

Es sollte am Freitagabend vor 1453 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion eine Party für Süleyman Koc werden. Doch die Mitspieler vom Fußball-Regionalligisten SV Babelsberg 03 machten nicht mit. Mit 3:4 (2:3) verloren die Filmstädter die Partie gegen den ZFC Meuselwitz.

Voriger Artikel
Gladrow streut Asche aufs Haupt
Nächster Artikel
Alarmstufe 1: Babelsberg muss zu Lok Leipzig
Quelle: Jan Kuppert

Potsdam. Statt des erwarteten Jubels verließen die Filmstädter mit hängenden Köpfen den Platz. Zum Abschluss der Hinrunde war es für Koc, der in der nächsten Woche auf die vorzeitige Haftentlassung hofft, das letzte Heimspiel.

Der flinke Außenbahnspieler Koc war wieder einmal herausragender Akteur beim Gastgeber und brachte den SVB mit zwei knallharten Schüssen zweimal in Führung. Seinen zunächst abgewehrten Eckball jagte er aus 18 Metern unter die Latte (8.). Beim 2:1 sauste sein Freistoßball von der linken Strafraumlinie ins Netz (32.). Es waren Tore wie ein Donnerschlag. Zwischendurch hatte der Gast durch Dominik Müller ausgeglichen, nachdem Manuel Fuster die Kugel leichtfertig hergegeben hatte (24.).

Die spielerisch ansprechend gestarteten Gastgeber verloren allmählich die Contenance. Als hätten sie von den Abwehrfehlern zuletzt beim 2:5 bei Hertha BSC II nichts gelernt. Die Fehlpässe und Unsicherheiten bei der Ballannahme häuften sich. Prompt machte Meuselwitz aus dem Rückstand einen Vorsprung. Laurin von Piechowski verlor nach einer Ecke der Gäste das Kopfballduell, Manuel Starke drückte das Streitobjekt über die Linie (39.). Dominik Müller erzielte mit einem Kopfball gar den dritten Gäste-Treffer (45.). Kein Babelsberger fühlte sich für ihn zuständig.

Viermal hatte der SVB in Folge zu Hause verloren, dann gab es das 2:2 gegen Magdeburg. Die Filmstädter stemmten sich im zweiten Abschnitt gegen Meuselwitz gegen eine erneute Heimpleite. Der eingewechselte Kai Druschky schaffte nach Zuspiel von Lucas Albrecht den Ausgleich zum 3:3 (69.). Die Babelsberger schienen den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Doch beim Vorwärtsdrang machten sie die Rechnung ohne die munter fightenden und konternden Gäste. So auch nach 74 Minuten, als Rene Weinert SVB-Abwehrspieler Severin Mihm enteilt war. Dieser brachte den Gäste-Akteur im Strafraum von hinten zu Fall. Den Strafstoß verwandelte Andreas Luck zum 3:4-Endstand (74.).

Große Enttäuschung im Nulldrei-Lager. „Wir mussten vor der Pause den Sack zubinden und schlagen uns dann wieder selbst“, meinte Druschky. Auch Innenverteidiger Zlatko Hebib verstand die Welt nicht mehr. „Mir fehlen die Worte“, sagte er. Dann rang er nach Luft. „Wir sind nach vorn gerannt und wurden für individuelle Fehler bestraft.“

Wehmut kam bei Koc auf. „Wir machen ein hervorragendes Training, doch wir können die Vorgaben nicht umsetzen. Wir besitzen einfach nicht die Klasse.“

Von Detlef Braune

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus SVB 03
MAZ Sportbuzzer