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"Wir wollen den ersten Heimsieg einfahren"

Ex-Babelsberger gegen Babelsberg "Wir wollen den ersten Heimsieg einfahren"

Ümit Ergirdi ist Kapitän des Regionalligisten Viktoria 89 Berlin. Am Freitag (19 Uhr) tritt der 31-Jährige am Ostpreußendamm gegen seinen Ex-Klub Babelsberg 03 an. Im MAZ-Interview erzählt er über die Ziele seines Vereins und seine Zeit bei Babelsberg.

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2010 noch im Babelsberger Trikot: Ümit Ergirdi.

Quelle: Jan Kuppert

Potsdam. MAZ: Wie ist den Beteiligten von Viktoria 89 nach der Fusion mit dem Lichterfelder FC der Umzug zum Ostpreußendamm bekommen?
Ümit Ergirdi: Wir sind froh über das schöne, größere Stadion mit Flutlicht und sieben Plätzen sowie einem neuen Casino. Die Tradition als mehrfacher deutscher Meister gibt uns Rückenwind.
Wofür denn?
Ergirdi: Wir wollen nach Hertha und Union die dritte Kraft in Berlin werden. Lichterfelde hat mit 900 Kindern und Jugendlichen die größte Jugendabteilung in Deutschland eingebracht. Irgendwann soll es in die dritte Liga gehen.
Wollen Sie schon wieder höher?
Ergirdi: Ob ich das nach zwei Aufstiegen in zwei Jahren noch als Aktiver erlebe, weiß ich nicht. Ich fühle mich topfit. Bei Babelsberg 03 habe ich mir von Almedin Civa, der mit 39 Jahren noch in der dritten Liga gespielt hat, die professionelle Körperpflege abgeschaut.
Warum sind Sie nach zweieinhalb Jahren in Babelsberg und dem Aufstieg in Liga drei im Winter 2010/11 zu Viktoria gewechselt?
Ergirdi: Ich war drauf und dran, mein Jurastudium zu unterbrechen und mich dem Profifußball zu widmen. Doch dann nahm ich das Angebot von Viktoria-Geschäftsführer Felix Sommer, der eine Kanzlei besitzt, an. Im nächsten Jahr schreibe ich meine Examensarbeit.
Haben Sie noch Kontakte zu Babelsberg?
Ergirdi: Gewiss. Das war dort wie in einer Familie. Sportlich wurde aus wenig viel gemacht. Das Karl-Liebknecht-Stadion war eine Festung. Mit dem jetzigen sportlichen Leiter Almedin Civa und den Spielern Süleyman Koc sowie Julian Prochnow telefoniere ich gelegentlich.
Warum stotterte jetzt bei Viktoria öfter der Motor?
Ergirdi: Das Eingewöhnen dauert etwas länger. Wir haben erfahrene Kräfte wie Sebastian Hähnge, der schon in der Bundesliga gespielt hat, geholt. Bei unseren fünf Remis zu Hause hatten wir starke Gegner. Gegen Babelsberg soll der erste Heimsieg her.
Sind Sie noch der quirlige Draufgänger?
Ergirdi: In Babelsberg zog ich die Dribblings von rechts auf. Der Ball musste zu Daniel Frahn kommen. Wir wussten, dass er die Dinger reinmacht. Jetzt bin ich als Spielmacher kreativer, doch das Toreschießen ist mein Hobby geblieben. In der Oberliga habe ich in der vergangenen Saison zwölf Tore geschossen. Jetzt sind es fünf, davon drei mit Fernschüssen. Übrigens: Vize-Kapitän ist mit Gökhan Ahmetcik ein weiterer Ex-Babelsberger.

Bei aller Konkurrenz, was trauen Sie den Babelsbergern zu?
Ergirdi: Ich traue Trainer Cem Efe einiges zu. Er kennt den Verein lange, besitzt viel Erfahrung und wird sich mit der Elf behaupten.
Interview: Detlef Braune

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